Neue Technik fürs Herz: Im modernisierten Herzkatheterlabor des Regio Klinikums Pinneberg ist jetzt eine Anlage der neuesten Generation in Betrieb. Sie ersetzt nach über zehn Jahren das bisherige System. Am Standort Elmshorn erfolgte die technische Erneuerung des Herzkatheterlabors bereits vor drei Jahren. Damit arbeitet das kardiologische Team der Regio Klinken nun an beiden Standorten unter vergleichbaren technischen Bedingungen – von der invasiven Diagnostik bis zur interventionellen Therapie.
„Die neue Anlage bietet eine deutlich verbesserte Bildqualität bei gleichzeitig reduzierter Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten sowie das Team. Durch die direkte Integration verschiedener Systeme greifen Diagnostik und Behandlung nahtlos ineinander, was eine noch präzisere und effizientere kardiologische Versorgung ermöglicht“, erklärt PD Dr. Ulf Radunski, Chefarzt der Kardiologie der Regio Kliniken.
Breites interventionelles Spektrum
Das Leistungsspektrum der Herzkatheterlabore der Regio Kliniken umfasst die gesamte moderne interventionelle Kardiologie – von der invasiven Koronardiagnostik und perkutanen Koronarintervention (PCI) bis hin zur interventionellen Behandlung von Herzklappenfehlern und zum Verschluss des linken Vorhofohrs.
Für eine präzise Beurteilung von Koronarstenosen sowie zur gezielten Planung und Kontrolle von Interventionen stehen moderne Verfahren der intravaskulären Bildgebung und der funktionellen Koronardiagnostik zur Verfügung. Mittels intravaskulärem Ultraschall (IVUS) lassen sich Gefäßwand und Koronarstenosen detailliert darstellen, während die Druckdrahtmessung (iFR) eine funktionelle Beurteilung der hämodynamischen Relevanz von Stenosen ermöglicht.
Auch komplexe, stark verkalkte Koronarläsionen können interventionell behandelt werden. Hierfür stehen sowohl die Rotablation als auch die intravaskuläre Lithotripsie zur Verfügung. Ein modernes, großformatiges Monitorsystem ermöglicht zudem die gleichzeitige Darstellung und direkte Gegenüberstellung verschiedener, sich ergänzender Bildgebungsmodalitäten. Damit können Befunde umfassend beurteilt, Interventionen präzise geplant und deren Ergebnisse unmittelbar kontrolliert werden.
Vergleichbare Technik an beiden Standorten
Mit dem erneuerten Herzkatheterlabor in Pinneberg ist die Kardiologie für die Versorgung der Menschen im Kreis technisch bestens aufgestellt. Zugleich sind die Herzkatheterlabore der Regio Kliniken in Pinneberg und Elmshorn nun optimal aufeinander abgestimmt.
Radunski: „Für das ärztliche Team bedeutet die Modernisierung, dass wir standortübergreifend mit denselben hochmodernen technischen Systemen arbeiten. Das sorgt für noch mehr Sicherheit in den Abläufen und ermöglicht eine hohe Versorgungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten.“
Verändert hat sich in Pinneberg aber nicht nur die Technik. Auch die Räume und Arbeitsplätze wurden neu organisiert.
„Die neue Raumaufteilung und die modernen Schranksysteme haben unsere Abläufe spürbar verbessert“, sagt Petra Liebermann-Jost, Stationsleitung des Herzkatheterlabors. „Viele Materialien sind jetzt schneller griffbereit, die Wege kürzer und wir können insgesamt deutlich strukturierter arbeiten. Auch die integrierten technischen Systeme erleichtern die Zusammenarbeit und machen viele Prozesse effizienter.“
Gut aufgestellt bis zum neuen Zentralklinikum
Bis zum Umzug in den Gesundheitscampus Ossenpadd werden noch einige Jahre vergehen – die Eröffnung ist derzeit für Anfang 2034 geplant. Mit der neuen Anlage in Pinneberg und dem bereits modernisierten Herzkatheterlabor in Elmshorn ist die Kardiologie bis dahin an beiden Standorten technisch hervorragend aufgestellt.




