Kniezentrum RummelsbergMeniskus: Antworten auf häufige Fragen

Immer wieder erreichen uns zahlreiche Fragen rund um einen Eingriff am Knie. Wir haben die häufigsten Fragen zum Thema "Meniskus" nachfolgend gesammelt und diese für Sie beantwortet.
Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf!

Einen Termin für unsere Spezialsprechstunde "Knie & Meniskus" vereinbaren Sie unter 09128/5042303.

Meniskus

In welchen Fällen ist bei Meniskusverletzungen eine Operation notwendig?

Eine der häufigsten  Problemzonen des Kniegelenkes ist der Meniskus. Als Stoßdämpfer bzw. Lastenverteiler ist er ein wesentlicher Stabilisator am Kniegelenk und oftmals in Sport und Alltag starken Belastungen und Krafteinwirkungen ausgesetzt. Nach Unfällen oder durch Abnutzung können Meniskusschäden entstehen, die unter Umständen auch  starke Schmerzen verursachen.

Die Kniespezialisten im Rummelsberger Kniezentrum sind auf die Behandlung von Kniebeschwerden wie z.B. Meniskusschäden spezialisiert. Mit ihrer langjährigen Erfahrung können Meniskusverletzungen im Sport und Alltag gleichermaßen behandelt werden. Nicht immer ist hierbei ein operatives Vorgehen indiziert und kann mit modernen konservativen Therapieoptionen behandelt werden. Sollte dennoch ein operatives Vorgehen erforderlich werden, kann mithilfe schonender minimalinvasiver Technik (arthroskopisches Vorgehen) dies durchgeführt werden. Immer mit dem hohen Anspruch, eine schnelle Regeneration mit Erhalt der Bewegungs- und Sportfähigkeit zu ermöglichen.

Lässt sich eine Meniskusverletzung konservativ behandeln?

Nicht immer ist bei einer Schädigung des Meniskus ein operatives Vorgehen indiziert und kann mit modernen konservativen Therapieoptionen behandelt werden. Grundsätzlich zur Auswahl stehen hierbei medikamentöse Therapien zur Schmerzlinderung und physiotherapeutische Behandlungen zur Stärkung des nicht verletzten Meniskusgewebes. Dies muss im Einzelfall individuell genau betrachtet und untersucht werden. Welche Behandlung hierbei geeignet ist, hängt vom Ausmaß der Schmerzen, der noch vorhandenen Beweglichkeit des Gelenkes, Alter und Sportfähigkeit des Patienten ab. Hilfreich ist es hierbei einen Termin in unserer spezialisierten Kniesprechstunde im Kniezentrum Rummelsberg wahrzunehmen.

Sollte ein operatives Vorgehen erforderlich werden, kann dies in den meisten Fällen mithilfe schonender minimalinvasiver Technik (arthroskopisches Vorgehen) durchgeführt werden. Hierbei kann das eingerissene Gewebe teilweise entfernt, geglättet oder genäht werden. Insbesondere bei jungen und sportlich aktiven Menschen wird eine Rekonstruktion mittels Meniskusnaht angestrebt, um auf diese Weise den kompletten Meniskus als Stoßdämpfer und Lastverteiler zu erhalten.

Kann ein Meniskusschaden auch unbemerkt bleiben?

Hierbei muss man klar zwischen akuten und chronischen Schädigungen des Meniskus differenzieren. Bei akuten Verletzungen präsentiert sich oftmals ein schneller einschießender Knieschmerz, während bei altersbedingten Meniskusschäden die Problematik erst spät erkannt wird. Initial kann hierbei ein Meniskusschaden auch unbemerkt bleiben. Grundsätzlich gilt, das Schmerzen, die durch einen Meniskusschaden hervorgerufenen sind, möglichst frühzeitig behandelt werden sollten, um langwierige Folgeschäden zu vermeiden.

Wann darf nach einer Meniskusverletzung wieder Sport getrieben werden?

Nach einer Meniskusverletzung ist es abhängig inwieweit der Meniskus wieder genäht werden konnte (Rekonstruktion - Meniskusnaht) oder teilweise entfernt werden musste.

Die Rückkehr in den Sport nach einer Meniskusnaht ist in der Regel ein längerer und anspruchsvoller Weg. Die durchschnittliche Rekonvaleszenz nach einer solchen Operation beträgt sechs bis neun Monate, bevor der Sportler wieder in seinen (Wettkampf-) Sport zurückkehren kann. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Zeit, die der Meniskus zur Einheilung im Kniegelenk  benötigt. Die Rückkehr zum Wettkampfsport wird überwiegend nach dem reinen Zeitfaktor (vergangene Zeit seit der OP), in Kombination mit ärztlicherseits durchgeführten Funktionstests und Beweglichkeit des Kniegelenks, gemessen. Unsere Vorgehensweise fokussiert unter anderem auf der Erkenntnis, dass eine Vorhersage über den optimalen Zeitpunkt für die Rückkehr zum Wettkampfsport nicht vorwiegend zeitbasiert erfolgen sollte, sondern Kriterien basiert, d.h. nach erfolgreicher Absolvierung bestimmter Leistungsanforderungen im Rahmen eines Screening Verfahrens oder im gesamten phasengetriggerten Rehaprozess “Return to sport”.

Unsere 10 Returntosport-Kriterien vor Rückkehr in den Wettkampfsport:

  • komplette Beweglichkeit des Kniegelenkes AROM 0-0-140 Grad
  • alle manuellen und klinischen Stabilitätstests (KT 1000) zufriedenstellend, ergussfreies Kniegelenk (Vergleich gesundes Bein)
  • normale Kniescheibenmobilität
  • keine starken Muskelverkürzungen (z.B. Rectus femoris/Iliopsoas), neuromuskuläre Kontrolle (WS-Becken-Beinachse)
  • Quadricepskraft: nicht mehr als oder weniger als 10% Unterschied zum gesunden Bein (LSI:Lymb-Symetrie Index)
  • 4 single leg hop tests: Nicht mehr als 10% Unterschied zwischen beiden Beinen
  • Rumpfstabilität und ausreichende Kraft der hüftstabilisierenden Muskulatur (Messung mit Dynamometer im Vergleich zur gesunden Seite)
  • Test Agility Drill: innerhalb von elf Sekunden

Wie lange fällt man für den Arbeitgeber aus, wenn man sich einer Meniskus-Operation unterzieht?

Nach der operativen Versorgung einer Meniskusverletzung folgt ein weiterer wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Therapie der Knieverletzung. Die physiotherapeutische Nachbehandlung folgt einem spezifischen Plan der in vier Phasen aufgeteilt wird:

  • Phase 1: stationär/poststationär - Woche 1 bis 6
  • Phase 2: aktive Phase - Woche 7 bis 8   
  • Phase 3: Steigerungsphase - Woche 9 bis 12
  • Phase 4: sportspezifische Phase - ab Woche 13

Eine nicht belastende berufliche Tätigkeit kann bereits in der Phase 2 begonnen werden. Bei körperlich anstrengenden Berufen kann dies durchaus etwas länger andauern. Einen genauen Nachbehandlungsplan finden Sie auch unter diesem Link: Das Knie - Nachbehandlungsschemata.

Was ist ein Meniskusganglion und wie wird es behandelt?

Unter einem Meniskusganglion versteht man eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die direkt an einen Meniskus im Kniegelenk angrenzt. Häufig findet man Sie im Bereich des Außenmeniskus. Das Meniskusganglion entwickelt sich meist in Folge eines Traumas oder einer Verschleißerscheinung am Meniskus. Häufig sind hierbei ältere Meniskuseinrisse die Grundlage und können über längere Sicht zu einer weiteren Schädigung der restlichen Meniskusstrukturen führen. Bei Patienten mit geringen Kniebeschwerden besteht die Möglichkeit einer konservativen Behandlung. Eine ausreichende Schmerztherapie und adaptierte physiotherapeutische Beübungen helfen vorübergehend gegen die Knieschmerzen. Eine nicht operative Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome. Besteht der Befund schon länger, sind konservative Maßnahmen in der Regel nicht erfolgreich. Über eine minimalinvasive Kniearthroskopie wird der stark geschädigte Meniskus (Meniskusriss oder Meniskusruptur) behandelt und das Meniskusganglion gleichzeitig mit entfernt.