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Alterstraumatologischeszentrum

Dr. Eric Hilf & Stephanie Schneider MBA

Alterstraumatologischeszentrum

Dr. Eric Hilf & Stephanie Schneider MBA

In guten Händen für eine vernetzte Versorgung

Die demografische Entwicklung der kommenden Jahrzehnte ist geprägt von einem deutlichen Rückgang jüngerer Bevölkerungsgruppen bei gleichzeitig wachsendem Anteil älterer Menschen. Damit rücken insbesondere hochbetagte Patientinnen und Patienten zunehmend in den Fokus von Medizin, Politik und Gesellschaft. Die steigende Lebenserwartung sowie eine höhere Morbidität im Alter stellen das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. In diesem Zusammenhang ist auch mit einer deutlichen Zunahme alterstraumatologischer Verletzungen zu rechnen.

Eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Behandlung spielt die frühzeitige interdisziplinäre Zusammenarbeit. Bereits zu Beginn der Versorgung arbeiten Unfallchirurgie, Geriatrie und Anästhesiologie eng zusammen, um eine optimale Behandlungsqualität und strukturierte Abläufe in allen Phasen der Therapie zu gewährleisten. Ebenso sind Pflegekräfte und therapeutische Berufsgruppen ein zentraler Bestandteil dieses multiprofessionellen Teams.

Neben modernen operativen und konservativen Therapieverfahren legen wir großen Wert auf eine frühzeitige Mobilisation, eine individuell abgestimmte Rehabilitation sowie eine sorgfältige Planung der Entlassung und Weiterbehandlung.

Das Alterstraumatologische Zentrum am Sana Klinikum Lichtenberg steht für eine qualitätsgesicherte, patientenorientierte und ganzheitliche Versorgung älterer Menschen – vom Unfallereignis über die stationäre Behandlung bis hin zur Rückkehr in ein möglichst selbstbestimmtes Leben.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung folgender typischer altersassoziierter Frakturen:

  • Hüftgelenksnahe Frakturen: häufige Verletzungen nach Stürzen, die eine rasche operative Versorgung und frühzeitige Mobilisation erfordern, um Komplikationen und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.
  • Periprothetische Frakturen: Knochenbrüche im Bereich bereits implantierter Endoprothesen, denen, wenn sie operiert werden müssen, eine spezialisierte operative Planung vorausgeht.
  • Beckenfrakturen: Oft durch Bagatelltraumen verursacht und mit erheblichen Schmerzen sowie Mobilitätseinschränkungen verbunden; die Therapie erfolgt individuell konservativ und ggf. operativ.
  • Subkapitale Humerusfrakturen: Frakturen des schultergelenknahen Oberarms, die insbesondere die Selbstständigkeit im Alltag beeinträchtigen und eine gezielte funktionelle Behandlung erfordern, um Bewegungseinschränkungen zu vermeiden.
  • Traumatische Wirbelkörperfrakturen: Verletzungen der Wirbelsäule, die mit Schmerzen, Instabilität und Mobilitätsverlust einhergehen können und eine differenzierte konservative oder operative Therapie erfordern.

Besondere Aufmerksamkeit gilt besonders vulnerablen Patientinnen und Patienten, etwa Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Demenzerkrankungen oder einem erhöhten Risiko für ein Delir. Diese Patientengruppe benötigt eine speziell angepasste medizinische, pflegerische und therapeutische Betreuung.

Durch ein frühzeitiges geriatrisches Assessment, delirsensible Behandlungsstrategien, strukturierte Tagesabläufe sowie die enge Einbindung von Angehörigen können Komplikationen frühzeitig erkannt und das Risiko für ein Delir reduziert werden. Gleichzeitig wird so die Behandlungssicherheit erhöht. Hierfür empfehlen wir Ihnen auch weiterführende Informationen zu unserer Protective Care Unit (PCU).

Ein weiterer wichtiger Aspekt der alterstraumatologischen Behandlung ist die Osteoporose. Diese häufige Grunderkrankung vermindert die Stabilität der Knochen und erhöht das Risiko für Knochenbrüche – oft bereits nach scheinbar harmlosen Stürzen.
Neben der akuten Versorgung der Fraktur erfolgt daher eine strukturierte osteologische Diagnostik. Wenn erforderlich, wird eine leitliniengerechte medikamentöse und nichtmedikamentöse Osteoporosetherapie eingeleitet, um weitere Knochenbrüche möglichst zu vermeiden.

Sekretariat
Geriatrie

Manuela Dimke
Tel: 030 5518-2262
Fax: 030 5518-2263
manuela.dimke@sana.de

Sekretariat
Orthopädie & Unfallchirurgie

Karin Wischnewski
Tel: 030 5518-2922 / -4479
Fax: 030 5518-2999
karin.wischnewski@sana.de