BehandlungskonzeptWiederherstellungsoperationen

Sie haben sehr viel geschafft. Sie sind aus dem Teufelskreis der Fettleibigkeit entkommen und haben viele Pfunde verloren. Doch was vor vielleicht einem Jahr zu viel an Pfunden war, ist nun ein zuviel an Haut. Die Lebensqualität ist deutlich besser, aber eben noch nicht wirklich gut.

Wie können wir Sie unterstützen?

Die Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist im Bereich "Bodylift" spezialisiert und mehrfach vom Focus ausgezeichnet worden. Das Behandlungsspektrum reicht von der Straffung einzelner Körperregion bis hin zu einer kompletten Körperstraffung.

Wie sieht das Vorgehen aus?

  • Vorstellung in der Klinik für Plastischen und Ästhetischen Chirurgie
  • Erstellung eines Therapieplans
  • Klärung der Kostenübernahme
  • sorgfältige Vorbereitung vor der Operation

Im ersten schritt klären wir, ob, in welcher Form, mit welcher Technik, zu welchem Zeitpunkt und mit welchem zu erwartenden Resultat die Hautüberschüsse, im Sinne einer Straffungsoperation entfernt werden können. Stehen mehrere Straffungsoperationen an, sollte unter Berücksichtigung von medizinischen Faktoren und dem Wunsch des Patienten, die Reihenfolge festgelegt werden.

Steht nun der Therapieplan, muss die Kostenfrage geklärt werden. Beim Vorliegen einer medizinischen Indikation, können Patienten einen Kostenübernahmeantrag an die Krankenkasse stellen.

Ist die Kostenfrage geklärt und ein Operationstermin festgelegt, sollte einiges zur Vorbereitung berücksichtigt werden. Bei einer Oberarm-, Oberschenkel-, Bauch- und/oder Gesäßstraffung ist vor der Operation das Ausmessen der entsprechenden Region erforderlich, um nach der Operation passende Kompressionswäsche zur Verfügung zu haben. Diese sollte über mehrere Wochen Tag und Nacht getragen werden.

Besonders bei bariatrisch operierten Patienten ist es sehr wichtig, dass auf eine ausgewogenen Ernährung geachtet wird und bspw. Zusätze wie Vitamin B12 und Eisenpräparate eingenommen werden. Ziel dieser Therapie ist es, Mangelerscheinungen, besonders unter einer körperlichen Stresssituation wie einer Operation, zu vermeiden.

Mögliche Eingriffe

Bauchdeckenplastik

Nach starkem Gewichtsverlust kann es zu einem Auseinanderweichen der Bauchmuskeln (Rektusdiastase) und einem Überschuss an Haut im Bereich des Bauches kommen, den die Betroffenen als sehr störend empfinden und der im schlimmsten Falle sogar gesundheitliche Einschränkungen (Entzündungen, etc.) mit sich bringen kann. Im Zuge einer Bauchstraffung wird die überschüssige Haut entfernt, der Bauch ist anschließend deutlich flacher und straffer.

Wir bieten sowohl konventionelle als auch ausgedehnte Verfahren der Bauchstraffung an. Die Schnittführung liegt bei der konventionellen Bauchdeckenplastik so, dass sich die entstehenden Narben mit Unterwäsche gut verdecken lassen. Handelt es sich um einen sehr ausgeprägten Hautüberschuss auch oberhalb des Bauchnabels, setzen wir zudem die so genannte Fleur-de-Lis-Technik ein. Dabei kommt es zusätzlich zu einem Schnitt in der Mitte der Bauchdecke bis hinauf zum Unterrand des Brustbeines. Bei Frauen, die Kinder zur Welt gebracht haben straffen wir im Rahmen des Eingriffs zusätzlich die gerade Bauchmuskulatur.

Der Eingriff wird stationär in Vollnarkose durchgeführt, nach durchschnittlich 4 Tagen werden Sie aus unserer Behandlung entlassen. Sie tragen im Anschluss für 6 Wochen ein so genanntes Bauchmieder, die Erholungszeit beträgt etwa 3-4 Wochen. Während der Nachkontrollen bei uns und/oder bei Ihrem Chirurgen werden die Wundheilung sowie die Narbenbildung überprüft. Mögliche Komplikationen besprechen wir mit Ihnen ausführlich während der Beratungsgespräche vor dem operativen Eingriff.

Bruststraffung

Nach starkem Gewichtsverlust kann die Brust erschlaffen – eine optische Beeinträchtigung, unter der die Betroffenen häufig sehr leiden. Abhilfe schafft eine Straffung des Hautmantels, die die Brust wieder in eine schöne, natürliche Form bringt.

Je nach Befund wenden wir zur Bruststraffung die I-Schnitttechnik (Lejour-Technik) an, bei übermäßigem Hautüberschuss auch einen Anker-Schnitt bzw. umgedrehten T-Schnitt. Der Eingriff wird stationär in Vollnarkose durchgeführt, die durchschnittliche Liegedauer beträgt zwei bis drei Tage.

Rechnen Sie mit einer Erholungszeit von zwei Wochen. Insgesamt sechs Wochen lang tragen Sie zudem einen Sport-BH und besuchen regelmäßig unsere Klinik bzw. Ihren Gynäkologen zur Nachkontrolle. Mögliche Komplikationen besprechen wir mit Ihnen ausführlich während der Beratungsgespräche vor dem operativen Eingriff.

Oberarmstraffung

Je nach Befund führen wir die Oberarmstraffung mit einem Mittelschnitt an der Unterseite des Armes oder mit einem T-Schnitt bis zur Achselhöhle durch.
Der Eingriff kann bei ausgeprägten Befunden auch mit einer seitlichen Oberkörperstraffung kombiniert werden. Bei weniger ausgeprägten Befunden reicht es aus, nur eine Fettabsaugung an den Oberarmen durchzuführen, was wir natürlich mit anderen Eingriffen kombinieren können.

Die Operation findet zumeist stationär in Vollnarkose statt, nach 2-3 Tagen werden Sie aus unserer Behandlung entlassen und tragen für 6 Wochen ein Kompressionsmieder (Bolerojäckchen). Während regelmäßiger Nachkontrollen in unserer Klinik und/oder bei Ihrem Chirurgen überprüfen wir die Wundheilung sowie die Narbenbildung.
 Mögliche Komplikationen besprechen wir mit Ihnen ausführlich während der Beratungsgespräche vor dem operativen Eingriff.

Beinstraffung

Eine Fettverteilungsstörung oder ein deutlicher Hautüberschuss an den Beinen stört die Betroffenen oft nicht nur optisch, sondern auch funktionell z.B. beim Gehen. Ted Lockwood, ein amerikanischer Plastischer Chirurg, hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass die hier eingesetzten operativen Techniken für unsere Patientinnen und Patienten noch sicherer geworden sind. Der Schnitt wird entweder in die Leiste gelegt, oder bei deutlichem Hautüberschuss auch Richtung Knieinnenseite verlängert.

Die Beinstraffung wird stationär in Vollnarkose durchgeführt. Im Anschluss an den Eingriff tragen Sie für etwa sechs Wochen eine Miederhose (ähnlich einer Leggins). Ungefähr vier Wochen lang müssen Sie mit körperlichen Einschränkungen rechnen. In dieser Zeit kontrollieren wir Wundheilung und Narbenbildung in Zusammenarbeit mit unseren niedergelassenen chirurgischen Kollegen. Mögliche Komplikationen besprechen wir mit Ihnen ausführlich während der Beratungsgespräche vor dem operativen Eingriff.

Gesäßstraffung

Je nach Befund wird das Gesäß gestrafft, indem entweder oberhalb der Pobacke Gewebe entfernt wird oder bei nicht ausgeprägtem Befund die Schnitte in die Gesäßfalte gelegt werden. Implantate zur Unterfütterung des Gesäßes lassen sich zudem mit oder ohne Straffung ebenfalls einbringen.

Der Eingriff kann stationär oder ambulant durchgeführt werden, eine Vollnarkose ist empfehlenswert. Der stationäre Aufenthalt dauert durchschnittlich 2 Tage, im Anschluss tragen Sie sechs Wochen lang eine Kompressionshose. Regelmäßige ambulante Kontrollen in unserer Klinik und/oder bei Ihrem niedergelassenen Chirurgen runden die Nachsorge ab. Mögliche Komplikationen besprechen wir mit Ihnen ausführlich während der Beratungsgespräche vor dem operativen Eingriff.

Bodylift

Neuere Entwicklungen in der Adipositaschirurgie haben dazu beigetragen, dass sich bisher einzeln durchgeführte Eingriffe mittlerweile gut kombinieren lassen. Durch die Verbindung von Bauch-, Oberschenkel- und Gesäßstraffung innerhalb einer einzigen Operation lässt sich so ein kompletter Bodylift durchführen. Dieses Verfahren ist ebenfalls für den oberen Teil des Körpers möglich: Der sogenannte obere Bodylift umfasst neben der Armstraffung auch eine Bruststraffung.

Die Bodylift-Eingriffe werden ausschließlich stationär in Vollnarkose durchgeführt. Je nach körperlicher Konstitution werden Sie 1-2 Tage auf unserer Wachstation nachbeobachtet. Der Krankenhausaufenthalt ist nach etwa 7 Tagen beendet, die weitere Behandlung findet bei uns und/oder bei Ihrem niedergelassenen Chirurgen statt.

Bisher ist diese operative Technik noch nicht als Behandlungsmethode zugelassen. Daher kann über eine Kostenzusage seitens Ihrer Krankenkasse allenfalls im Einzelfall entschieden werden.