Hürth

Auf große Resonanz stieß die Einladung des Sana-Krankenhauses Hürth zur Vortragsveranstaltung „Vorhofflimmern“. Aufgrund hygienebedingt eingeschränkter Teilnahmezahl wurde der Nachmittag zweimal angeboten. Diagnose und Therapie von Vorhofflimmern

Das Interesse war riesig, aber aufgrund der immer noch gültigen Corona-Hygieneregeln im Krankenhaus konnten an der Veranstaltung nicht alle Interessierten teilnehmen: Das Sana-Krankenhaus Hürth hatte anlässlich der Herzwochen, zu denen die Deutsche Herzstiftung jedes Jahr im November den Impuls gibt, zur Vortragsveranstaltung „Vorhofflimmern – Herz aus dem Takt“ geladen. Vorhofflimmern ist ein kardiologisches Krankheitsbild, unter dem rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden.

Chefarzt Dr. Torsten Schwalm gab zunächst einen kurzen Überblick über das Leistungsspektrum des Zentrums für Innere Medizin im Hürther Krankenhaus. „Wir bieten nahezu das komplette Spektrum der kardiologischen Diagnostik und Therapie“, sagte Dr. Schwalm.

Im ersten Vortrag des Abends leitete Oberarzt Dr. Eduard Gruber in die Ursachen des Vorhofflimmerns ein und erläuterte dabei auch die Risikofaktoren. Er stellte die verschiedenen Symptome und diagnostischen Möglichkeiten dar und gab eine Einschätzung von Behandlungsnotwendigkeiten in Abhängigkeit von der Intensität der Symptome. „Vorhofflimmern muss die Lebensqualität nicht unbedingt beeinflussen“, so Dr. Gruber. „Aber bei vielen Menschen führt es tatsächlich zu Einschränkungen, bei denen dann auch eine Behandlung angeraten ist. Zumal Vorhofflimmern auch zu Folgeerkrankungen am Herzen führen kann.“

Mit den Behandlungsmöglichkeiten setzte Oberarzt Dr. Mathis Jaskulsky die Vortragsreihe fort. Er ging kurz auf den ABC-Pfad ein und vertiefte dann davon den Teil B, der sich auf den Rhythmuserhalt und -kontrolle bezieht. Dazu existieren verschiedene medikamentöse Therapien bis hin zu aufwändigen operativen Eingriffen, die aber erst die letzte Option sein sollten. „Auch medikamentöse Therapiemöglichkeiten müssen sehr individuell festgelegt werden, da diese zum Teil auch Nebenwirkungen haben können“, sagt Dr. Jaskulsky.

Dr. Torsten Schwalm referierte abschließend zu den Alternativen zur Blutverdünnung. Er erwähnte zunächst, dass die Blutverdünnung fast die wichtigste Maßnahme bei Vorhofflimmern ist, um vor einem Schlaganfall zu schützen. Dann ging er auf verschiedene Medikamente ein, die diesem Zweck dienen, was durchaus im Kreis der Zuhörenden zu Wiedererkennungseffekten führte. „Alle diese Medikamente haben Nebenwirkungen. Darum ist es gut, dass es eine Alternative dazu gibt, die wir hier im Haus auch anbieten. Der sogenannte Vorhofohrverschluss.“ Dabei wird das Vorhofohr per Kathetereingriff mit einem kleinen Schirmchen verschlossen und die Bildung von Blutgerinnseln verhindert, wodurch eine blutverdünnende Therapie ersetzt werden kann.

Im Anschluss an die Vorträge konnten die Teilnehmenden auch ganz allgemeine Fragen zu Erkrankungen des Herzens stellen. Dieses Angebot wurde auch rege genutzt und dankbar angenommen.

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