Hürth

Zu einem kleineren Zwischenfall kam es am 8. Juni am Sana-Krankenhaus Hürth. Beim Probebetrieb fiel die Notstromversorgung aus. Der Fehler konnte schnell behoben werden. THW rückt an: Schlauch vom Notstromaggregat geplatzt

Nach einem Defekt am Notstromaggregat rückte das THW am Sana-Krankenhaus Hürth an. (Foto: Stefan Mülders)

Für den technischen Leiter des Sana-Krankenhauses Hürth, Markus Fischer, war es ein Schreck am Morgen: Um kurz vor 8 Uhr kam es zu einem Zwischenfall während eines Probelaufs für das Notstromaggregat. „Plötzlich spritzte der für den Betrieb des Gerätes benötigte Diesel durch den gesamten Geräteraum“, schildert er die Situation in dem kleinen schallgeschützten Anbau an der Krankenhausstraße. „Wir haben vor zwei Jahren bereits ein Notfallkonzept für einen solchen Fall mit dem THW erarbeitet, das nun gegriffen hat.“ Das Technische Hilfswerk reiste mit Sonderrechten aus Leverkusen an und hatte ein Ersatz-Aggregat „im Gepäck“ – das dann aber glücklicherweise nicht benötigt wurde. „Die Fachleute konnten den Fehler schnell finden und beheben. Es war letztendlich nur ein Schlauch – die Zuleitung vom Dieseltank zum Notstromaggregat – geplatzt.“

Ein Notstromaggregat ist im Krankenhaus lebensnotwendig. Sollte aus irgendwelchen Gründen der Normalstrom ausfallen, was zum Beispiel bei Unwettern wie in den vergangenen Tagen schnell mal passieren kann, springt die Notstromversorgung ein und sorgt dafür, dass in den sensiblen und kritischen Bereichen des Hauses alles weiterhin funktioniert. „Gerade im OP, auf der Intensivstation oder bei schwierigen Untersuchungen kann ein Stromausfall schwerwiegende Folgen haben und Patientenleben gefährden“, sagt Dr. Torsten Schwalm, Ärztlicher Direktor im Sana-Krankenhaus Hürth. „Da ist es extrem wichtig, dass die Notstromversorgung einwandfrei funktioniert.“ Darum wird das Aggregat für das Krankenhaus nicht nur regelmäßig gewartet und zu Probeläufen gestartet, vor gut zwei Jahren wurde es auch generalüberholt.

Das Szenario eines Ausfalls dieser wichtigen Versorgungsstruktur hatte Markus Fischer bereits vor einigen Jahren ins Auge gefasst. „Ich habe mich damals informiert, wo wir im Notfall schnell einen Ersatz herbekommen könnten“, erinnert er sich. „Viele professionelle Unternehmen bieten so etwas an, aber eigentlich nur bei rechtzeitiger Vorbestellung, wenn also ein Ausfall planbar ist. Für den unplanbaren Notfall bin ich nur beim THW fündig geworden.“ Damals wurde dann ein gemeinsamer Plan erstellt, der nun erstmals gegriffen hat. Die Experten der Hilfsorganisation waren schnell vor Ort, sondierten die Lage und nutzten nach Behebung des Schadens die weitere Situation als Übungseinheit.

„Wir sind zwar einsatz- und übungserfahren, nutzen aber gerne solche Gelegenheiten, um weitere Erfahrung zu sammeln“, sagt Steffen Schulz, Einsatzleiter des THW-Ortsverbands Bergheim. „In diesem Fall konnte der vordergründig erkennbare Schaden schnell durch die Fachfirma behoben werden. Aber wir haben die Anlage im Anschluss an die Reparatur noch mal zwei Stunden lang unter Volllast gefahren um zu erkennen, ob nicht doch noch versteckte Schäden vorhanden sind, die erst später aufgefallen wären.“ So aber konnte genau das ausgeschlossen werden – und wäre doch noch etwas passiert, hätte man umgehend auf das jetzt vor Ort befindliche mobile Ersatzaggregat zurückgreifen können. Das Notfallkonzept zwischen dem Sana-Krankenhaus Hürth und dem THW im Rhein-Erft-Kreis ist derzeit noch einzigartig im Kreisgebiet.

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