Coburg,
29
Juni
2026
|
15:18
Europe/Amsterdam

Erfolgreiche Behandlung eines Aortenbogen-Aneurysmas am Sana Klinikum Coburg

Coburger Gefäßspezialisten stellen Innovationskraft unter Beweis

Zusammenfassung
  • Erstmals minimalinvasiver Einsatz einer neuartigen Aortenbogen‑Endoprothese am Sana Klinikum Coburg; Patient erholte sich schnell und konnte nach wenigen Tagen entlassen werden.
  • Indikation: Aneurysma im Aortenbogen als Folge einer früheren Aortendissektion;
  • Bedeutung der strukturierten Nachsorge: regelmäßige Kontrollen helfen, Aneurysmen frühzeitig zu erkennen und verhindern lebensbedrohliche Komplikationen
  • minimalinvasiver Zugang über die Gefäße als schonende Alternative zur offenen Thorax‑OP, moderne endovaskuläre Technik ermöglicht katheterbasierte Behandlung

Die Gefäßmediziner des Sana Klinikums Coburg unterstreichen ihre Innovationskraft: Erstmals wurde eine neuartige Aortenendoprothese im Aortenbogen minimalinvasiv eingesetzt. Der komplexe Eingriff gelang Anfang der Woche erfolgreich.

Der Patient, Reinhard T. (72) aus Südthüringen war vor rund zwei Jahren aufgrund einer Aortendissektion, eines lebensbedrohlichen Einrisses der Hauptschlagader, in einem anderen Klinikum notfallmäßig operiert worden. Weil er nach dem Eingriff beschwerdefrei war, geriet die empfohlene Verlaufskontrolle in den Hintergrund.

Im Rahmen einer weiteren gefäßchirurgischen Betreuung stellte sich der Patient am Sana Klinikum Coburg zur Verlaufskontrolle vor. Die dabei durchgeführte Computertomographie zeigte ein großes Aneurysma im Bereich des Aortenbogens als Folge der vorausgegangenen Aortendissektion. Aufgrund der Lokalisation und des Befundes bestand dringender Behandlungsbedarf. „Der Patient hatte großes Glück: Solche Aneurysmen verursachen häufig lange Zeit keine Beschwerden. Werden sie jedoch zu spät erkannt oder reißt die Gefäßwand, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben. Umso wichtiger ist eine konsequente Nachsorge nach komplexen Aortenerkrankungen“, erläutert Dr. Halil Celepci, Sektionsleiter der Gefäßchirurgie am Sana Klinikum Coburg.

Binnen kurzer Zeit wurde der Patient zur Operation einbestellt. Zum Einsatz kam eine moderne AortenbogenEndoprothese, die speziell für Erkrankungen im Aortenbogen entwickelt wurde. Der Einsatz erfolgte minimal-invasiv mit Zugang über die Blutgefäße, ist damit für die Patienten deutlich schonender als eine offene BrustkorbOperation und bringt eine verkürzte Erholungszeit mit sich. Der Eingriff verlief reibungslos. Der Patient erholte sich sehr gut und konnte bereits wenige Tage nach der Operation nach Hause entlassen werden, berichtet das Operateursteam um Dr. Halil Celepci und Dr. Arbër Rashani. „Mit der neuen Prothese können wir ausgewählten Patientinnen und Patienten eine schonende und zugleich sehr wirksame Therapie am Aortenbogen anbieten – ein wichtiger Fortschritt für die Region“, ergänzt Dr. Celepci.

Der Fall macht zugleich deutlich, wie wichtig eine strukturierte Nachsorge ist. Durch regelmäßige Verlaufskontrollen können gefährliche Veränderungen frühzeitig erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Mittels der frühzeitigen Intervention ließ sich in diesem Fall eine potentiell lebensbedrohliche Entwicklung vermeiden.

 

Hintergrund

Ein Aneurysma ist eine krankhafte Erweiterung der Schlagader. Nach einer Aortendissektion kann sich im Verlauf ein Aneurysma bilden. Wird es zu groß, droht ein Riss. Die moderne endovaskuläre Technik ermöglicht in geeigneten Fällen eine Behandlung über Katheter – ohne große Operation am offenen Brustkorb.

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Bild

Freuen sich mit dem Patienten über den gelungenen Eingriff: Dr. Halil Celepci (links im Bild) und Dr. Arbër Rashani (rechts im Bild) (Copyright SKOF)