Brustkrebs: Zwischen Vorsorge und neuer Hoffnung auf Heilung
Zertifiziertes Brustzentrum in Königs Wusterhausen startet in Brustkrebsmonat
- Oktober ist bundesweit Aktionsmonat für Brustkrebs
- Brustzentrum im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen bietet als eines von zwei zertifizierten Fachzentren in Brandenburg spezialisierte Hilfe
- Aktionswoche klärt auf und macht Mut mit Vorträgen, Gesprächen, Workshops und “Pink Room”
Der Oktober ist bundesweit Brustkrebs-Monat. Denn mit rund 70.000 Neuerkrankungen im Jahr ist dies die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Das Brustzentrum im Achenbach-Krankenhaus ist eines von sieben zertifizierten Fachzentren in Brandenburg, in dem Frauen spezialisierte Hilfe finden. Ein Netzwerk aus Medizin, Pflege, Therapie und Psychoonkologie trägt die Patientinnen während ihrer Behandlung. Das Ziel: wohnortnahe medizinische Versorgung auf höchstem Niveau und eine ganzheitliche, empathische Begleitung. Bei der Aktionswoche „Pink Oktober“ rückt das Fachzentrum die Erkrankung in den Fokus, klärt auf und macht Mut.
Etwa eine von acht Frauen in Deutschland bekommt im Laufe ihres Lebens die Diagnose Brustkrebs. Die gute Nachricht: Die Medizin hat in diesem Fachbereich in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. „Wir können heute Frauen mit Brustkrebs Hoffnung auf Heilung geben. Wenn eine Patientin die Diagnose bekommt, dann sollte die Konsequenz sein: Ich stecke nicht den Kopf in den Sand, sondern ich muss jetzt aktiv werden und mir Hilfe suchen“, sagt Dr. Jutta Krocker. Die erfahrene Onkologin und Senior-Mammaoperateurin leitet das Brustzentrum im Achenbach-Krankenhaus.
Gemeinsam stark für Patientinnen: Das Team des Brustzentrums im Achenbach-Krankenhaus ist multiprofessionell aufgestellt. Im Brustkrebsmonat Oktober macht das Fachzentrum mit einer Aktionswoche auf die Erkrankung aufmerksam, klärt auf und schenkt Hoffnung. Download und Copyright
Interdisziplinäre Experten und bundesweite Kooperationspartner
Die Fachabteilung ist seit dem Jahr 2022 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und bietet alle standardisierten und leitliniengerechten Verfahren zur Diagnose und Behandlung von Brustkrebs an. Ein interdisziplinäres Netzwerk aus Gynäkologen, Radiologen, Onkologen, Psychologen, speziell geschulten Pflegekräften unterstützt die Frauen auf ihrem Behandlungsweg. Darüber hinaus kooperiert das Fachzentrum mit externen Kooperationspartnern wie Radiologen, plastischen Chirurgen und Pathologien aus ganz Deutschland. Die Patientinnen kommen längst nicht mehr nur aus Königs Wusterhausen und der näheren Umgebung, sondern nehmen teilweise weitere Fahrtwege auf sich. „Wir wissen, dass die Erkrankung für viele Frauen eine große Belastung darstellt. Daher wollen wir ihnen in unserem Brustzentrum einen Behandlungsweg bieten, bei dem alle Schritte kontinuierlich ineinandergreifen – mit vertrauten Ansprechpartnern, allen Therapien vor Ort und möglichst aus einer Hand“, erklärt Dr. Michael Fabig, der das Brustzentrum seit vielen Jahren als ärztlicher Koordinator mitprägt.
Vorsorge zwischen Brustbewusstsein und Screening
Nicht nur die Behandlung von Brustkrebs hat sich dank der personalisierten und individualisierten Therapien, die genau auf die Bekämpfung der verschiedenen Krebszellen-Typen zugeschnitten sind, weiterentwickelt. Auch die Früherkennung konnte dank des bundesweiten Screeningprogramms verbessert werden. „Unser Ziel ist es, durch die Mammographie schon Befunde zu erkennen, die noch gar nicht tastbar sind. Das Screening ist vor zwei Jahren auf die Altersspanne vom 50. bis zum 75. Lebensjahr erweitert worden. Es ist zu erwarten, dass wir ab 2027 schon bei 45-jährigen Frauen anfangen“, berichtet Dr. Jutta Krocker und verweist auf Studien, wonach das Screening in den vergangenen 20 Jahren eindeutig Beweise erbracht habe, „dass wir damit Früherkennung gewährleisten und die Überlebenschancen noch einmal verbessern können, wenn die Frauen aller zwei Jahre daran teilnehmen.“ Die Expertin rät dazu, diese Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Zudem sollten Frauen ab dem 20. Lebensjahr ein Brustbewusstsein entwickeln und regelmäßig selbst auf Veränderungen der Brust achten – wie etwa Knoten, Einziehungen, Hautveränderungen oder Sekretionen aus der Brustwarze.
Vom Verdacht zur Diagnose
Bei Auffälligkeiten führt der erste Weg zur Frauenarztpraxis, wo neben einer Tastuntersuchung häufig auch ein erster Ultraschall der Brust vorgenommen werden kann. Wenn sich der Verdacht erhärtet, können weitere diagnostische Verfahren zur Bildgebung wie eine Mammographie und eine Magnetresonanztherapie (MRT) in einer Radiologie hinzugezogen werden. Zusätzlich wird bei medizinischer Notwendigkeit eine Gewebeprobe entnommen und pathologisch untersucht. „Wir erläutern im Erstgespräch mit der Patientin die Diagnose und erklären, welche Möglichkeiten der Therapie es gibt. Anhand des biologischen Musters des Krebses können wir auch schon die unterschiedlichen Therapieoptionen besprechen“, erklärt Dr. Jutta Krocker die ersten Schritte.
Aktionswoche „Brustkrebs: Erkennen. Behandeln. Gemeinsam kämpfen.“
Welche Behandlungsmöglichkeiten es heute gibt, wie genau personalisierte Medizin funktioniert und wie Betroffene sowie deren Angehörige begleitet werden, das zeigt das Brustzentrum im Achenbach-Krankenhaus in der Aktionswoche „Brustkrebs: Erkennen. Behandeln. Gemeinsam kämpfen.“. Vom 12. bis 16. Oktober stehen Fachvorträge zu Themen wie „Strahlentherapie des Brustkrebses“, „Port, Portanlage, Portpflege“, Ernährung und Physiotherapie auf dem Programm. Außerdem gibt es Mitmachaktionen wie Keramik-Workshops und den „Pink Room“, in dem Erfahrungen mit allen Sinnen gesammelt werden können. Einer der Höhepunkte ist die Gesprächsrunde unter dem Titel „Auf Augenhöhe: Brustkrebs – Ein Dialog zwischen Ärzten und Betroffenen." Das komplette Programm und weitere Informationen zur Aktionswoche gibt es unter klinikum-ds.de/achenbach/brustzentrum/aktionswoche. „Brustkrebs betrifft nicht nur die Patientin selbst, sondern auch ihre Familien. Oft hat die Erkrankung Auswirkungen auf den gewohnten Alltag – auf die Arbeit und die Freizeit. Genau deswegen haben wir die Aktionswoche sehr offen gestaltet – mit viel Raum für Fragen und Möglichkeiten, um Berührungsängste abzubauen“, sagt Juliane Notroff, die die Aktionswoche als onkologische Fachschwester maßgeblich mitorganisiert hat.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.