Cottbuser Herzzentrum ist einsame Spitze in der Lausitz
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie bestätigt Status als zertifiziertes Mitralklappenzentrum
- Sana-Herzzentrum Cottbus als Mitralklappen-Zentrum von Deutscher Gesellschaft für Kardiologie re-zertifiziert
- langjähriges renommiertes Zentrum neben Berlin, Leipzig und Magdeburg
- interdisziplinäres Team behandelt seit Einführung der Methode 775 Mitralklappen
Exzellente Medizin und Pflege für Herzpatienten im Süden Brandenburgs sind im Sana-Herzzentrum Cottbus gelebter Standard. Mit seinem Anspruch an höchste Behandlungsqualität ist dem interdisziplinären Heart-Team, das Ärzte aus allen Fachdisziplinen vereint, jetzt erneut eine hohe Auszeichnung gelungen: Die Spezialklinik wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Mitralklappen-Zentrum re-zertifiziert.
Herzpatienten mit einer defekten Mitralklappe können darauf vertrauen, dass sie im Sana-Herzzentrum Cottbus in sicheren Händen sind. Die Spezialklinik hat das anspruchsvolle Audit gemeistert und erneut das Qualitätssiegel als DGK-zertifiziertes Mitralklappen-Zentrum erhalten. Damit ist das Cottbuser Herzzentrum im weiten Umkreis die einzige Klinik, die ein solches Gütesiegel trägt. Die nächsten Fachkliniken mit einem zertifizierten Mitralklappen-Zentrum befinden sich in Berlin, Leipzig und Bernau.
Im Jahr 2013 wurde der erste MitraClip im Sana-Herzzentrum Cottbus eingesetzt. Jetzt ist die Spezialklinik erneut von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Mitralklappen-Zentrum re-zertifiziert worden. Download und Copyright
Wohnortnahe Behandlung auf höchstem Niveau
„Die erfolgreiche Re-Zertifizierung ist das Ergebnis des großen Engagements und gleichzeitig Anerkennung der hochprofessionellen Arbeit unseres Teams. Dank der ausgesprochenen Fachkompetenz unserer Ärzte und Pflegekräfte können wir Patienten eine wohnortnahe Behandlung auf höchstem Niveau bieten“, würdigt Klinikgeschäftsführer Marc Bernstädt die erfolgreiche Re-Zertifizierung.
Versiertes Expertenteam
Die interventionelle Mitralklappen-Therapie ist im Cottbuser Herzzentrum Aufgabe eines multiprofessionellen Teams, zu dem mit der Leitenden Oberärztin der Kardiologie, Dr. Kristin Rochor, und dem Oberarzt der Herzchirurgie, Dr. Volker Herwig, gleich zwei versierte und erfahrene Herzensretter gehören. Gemeinsam mit einem eingespielten Team aus Echokardiographen, Kardioanästhesisten und OP-Pflege haben die Kardiologin und der Herzchirurg bereits mehr als 750 Mitralklappen interventionell versorgt. „Ein solch anspruchsvoller und komplexer Eingriff ist echte Teamarbeit. Wir arbeiten inzwischen viele Jahre Hand in Hand und können heute im Jahr mehr als 100 Patienten mit einer solchen Intervention behandeln“, sagt Dr. Kristin Rochor, die nahezu jede einzelne dieser Prozeduren als verantwortliche Operateurin geleitet hat.
Neue Lebensqualität und mehr Lebenszeit
Der erste MitraClip wurde im Jahr 2013 in der Cottbuser Herzklinik eingesetzt. Für die oft schwer herzkranken oder hochbetagten, vielfach chronisch kranken Patienten ist das interventionelle Verfahren die Chance auf neue Lebensqualität und mehr Lebenszeit. Betroffene mit einer Klappeninsuffizienz leiden häufig unter Wassereinlagerungen, Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Bleibt eine defekte Klappe unbehandelt, kann sie nicht nur den Lebensmotor Herz, sondern auch andere Organe dauerhaft schädigen.
Seite an Seite: Die Leitende Oberärztin der Kardiologie, Dr. Kristin Rochor, und Dr. Volker Herwig, Oberarzt der Herzchirurgie, sind ein eingespieltes Team. Download und Copyright
Schonendes Verfahren für Risikopatienten
Bis zur Einführung des MitraClip-Verfahrens war die Rekonstruktion einer undichten Mitralklappe nur bei einer chirurgischen Operation am offenen Herzen möglich. Eine Operation, bei der das Herz für kurze Zeit stillsteht und die Herz-Lungen-Maschine die lebenswichtige Kreislauffunktion übernimmt, kam für viele Risikopatienten jedoch nicht in Frage. Der MitraClip bietet eine schonendere Therapie und wird bei ausgewählten Patienten eingesetzt, die eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen müssen. Sollten die anatomischen Gegebenheiten des Patienten mal nicht für ein Clipverfahren geeignet sein, kann alternativ ein ebenfalls schonendes, interventionelles Verfahren einer Mitralringraffung mit einer Metallspange, dem Carillon-System, eingesetzt werden.
Fortschritte bei Clipsystemen
Die Möglichkeiten der interventionellen Klappentherapie entwickeln sich beständig weiter. Seit Ende des vergangenen Jahres werden am Sana Herzzentrum die neuesten Clipsysteme der fünften Generation implantiert.
Inzwischen hat sich die Cliptechnik auch zur Behandlung defekter Trikuspidalklappen etabliert und stellt häufig die einzige Chance zur Verbesserung der Lebensqualität auch für diese, meist schwerkranken Patienten dar. Inzwischen wurden am Cottbusser Herzzentrum seit 2020 auch mehr als 120 Patienten an der Trikuspidalklappe interventionell behandelt.
Herzchirurgen und Kardiologen Seite an Seite
Bei den interventionellen Klappen-Prozeduren stehen erfahrene Kardiologen und Herzchirurgen Seite an Seite im Hybrid-Saal. Über einen kleinen Hautschnitt in der Leiste werden unter Röntgensicht ein oder mehrere kleine Metallclips zu der undichten Mitral- oder Trikuspidalklappe im Herzen geführt. Die etwa zwölf Millimeter großen Klammern verbinden die Klappensegel so miteinander, dass diese wieder richtig schließen. Die Patienten sind während des Eingriffs unter Vollnarkose.
„Der große Vorteil des Clip-Verfahrens ist, dass es ohne Brustkorberöffnung am schlagenden Herzen erfolgt und keine Herz-Lungen-Maschine notwendig ist. Dadurch ist der Eingriff schonend und besser verträglich. Unsere Patienten können in der Regel bereits wenige Tage nach dem Eingriff nach Hause entlassen werden, erholen sich recht schnell und können schon bald wieder ihren gewohnten Alltag bewältigen“, erklärt Dr. Kristin Rochor die Vorteile des Verfahrens.
Über das Sana-Herzzentrum Cottbus
Das Sana-Herzzentrum Cottbus im Herzen der Lausitz bietet medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Qualitätslevel. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Seit der ersten Operation am offenen Herzen am 7. Juni 1995 erbringt ein interdisziplinäres Team Tag für Tag Herzmedizin auf europaweitem Spitzenniveau.
Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist nicht nur ein Krankenhaus in der Versorgungslandschaft. Es ist der Geburtsort der modernen Herzmedizin in Brandenburg. Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg am 7. Juni 1995 haben interdisziplinäre Teams tausenden Patienten geholfen. Mehr als 100.000 behandelte Patienten, eines der leistungsstärksten TAVI-Zentren in Europa, mehrfach ausgezeichnet als beste Kardiologie im Land Brandenburg, ausgezeichnet als beste Herzchirurgie in Deutschland, höchste Weiterempfehlungsquote aller Herzzentren. Alle diese Fakten stehen für die außergewöhnliche Leistung, die hier seit mehr als 30 Jahren erbracht wird.