Digital. Sicher. Menschlich.
Gesundheitsversorgung neu gedacht: Wie die Sana Kliniken Niederlausitz mit voller Kraft die Krankenhauszukunft gestalten
- Digitalisierung entlastet Pflege und Medizin: Digitale Pflegedokumentation, automatische Vitalwertübertragung und vollständig digitale Medikamentenanordnungen schaffen mehr Sicherheit und Zeit für die Arbeit am Patienten.
- Erfolgreiche Digitalisierung: In den Sana Kliniken Niederlausitz gestaltet ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pflegekräften und IT-Spezialisten den Weg hin zur digitalen Patientenversorgung.
- Nächster Schritt bereits in Vorbereitung: Mit der digitalen Arztbriefschreibung inklusive Diktierfunktion werden Informationswege weiter verkürzt und der gesamte klinische Ablauf zusätzlich beschleunigt.
Wer kennt es nicht: Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet für Patienten vor allem eines – Vertrauen in die Kompetenz von Pflegekräften und Ärzten. Doch hinter den Kulissen läuft ein System auf Hochtouren: Vitalwerte müssen erfasst, Medikamente angeordnet, Untersuchungen geplant und Therapien dokumentiert werden. Die Bürokratie wächst, die Zeit am Patienten wird knapper. Genau hier setzt die größte Modernisierung an, die unser Gesundheitswesen je gesehen hat: die Digitalisierung aller klinischen Prozesse.
Der große Umbau beginnt
Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) hat der Gesetzgeber ein ambitioniertes Ziel vorgegeben: Krankenhäuser sollen Behandlungspfade digital abbilden, Doppelstrukturen vermeiden und Daten sicher verfügbar machen. Wie dieses Ziel jedoch erreicht wird, müssen die Häuser selbst gestalten.
„Digitalisierung ist kein IT-Projekt, sondern ein Kulturwandel“, sagt André Lehnick, Leiter klinische Prozesse und Digitalisierung an den Sana Kliniken Niederlausitz. „Wir mussten unsere Abläufe neu denken – von der Aufnahme ins Krankenhaus bis zur Entlassung.“ Ein interdisziplinäres Team aus IT, Pflege und Medizin hat deshalb in Senftenberg und Lauchhammer über Jahre hinweg Strukturen erneuert, Systeme aufgebaut und Prozesse präzise aufeinander abgestimmt.
Digital am Bett
Ein erster großer Erfolg: Die digitale Pflege- und Behandlungsdokumentation ist inzwischen in allen Bereichen im Einsatz. Digitale Visitenwagen sind zum alltäglichen Begleiter geworden – Daten werden dort erfasst, wo sie entstehen. Auch beim Thema Vitalwerte geht es schneller und sicherer: Durch das Spot-Monitoring werden Blutdruck, Puls oder Sauerstoffsättigung automatisch in die digitale Patientenakte übertragen. Fehlerquellen sinken, Zeitressourcen steigen. Noch anspruchsvoller war die Einführung der digitalen Medikamentenanordnung. Alle Prozesse müssen nach Medizinproduktegesetz geschult werden. „Was einfach klingt, ist hochreguliert und extrem komplex“, so André Lehnick. „Aber es macht die Arzneimitteltherapie sicherer als je zuvor.“
Der Weg hin zur Digitalisierung gelingt nicht einer Berufsgruppe allein. Im engen Austausch entwickeln Ärzte, Pflegekräfte und IT-Spezialisten die digitalen Anwendungen. Dabei ständig im Austausch: Projektleiter André Lehnick (l.) und Anwender wie Chefkardiologe Prof. Dr. Guido Matschuck. Download und Copyright
Sicherheit geht vor
Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen überhaupt. Mobile Device Management, Security-Gateways und neue Schutzsysteme sichern die Infrastruktur der Sana Klinien Niederlausitz heute so ab, wie es das KHZG fordert – und wie es Patienten erwarten dürfen.
Digitalisierung verändert den klinischen Alltag
Doch bietet die Digitalisierung für Pflegekräfte und Ärzte tatsächlich mehr Zeit am Patienten? Anfangs kostet Neues immer Training und Geduld. Doch sobald Systeme eingespielt sind, entsteht Entlastung: weniger manuelle Übertragungen, weniger Doppelarbeit, weniger Papier. André Lehnick ist überzeugt: „Die Digitalisierung gibt uns Zeit zurück – nicht theoretisch, sondern ganz praktisch im Alltag. Alle Berufsgruppen waren offen für diese große Veränderung, haben den Weg mitgestaltet und jede Anwendung auf Herz und Nieren getestet. Dafür sind wir als Digitalisierungsteam sehr dankbar.“ Ein weiteres Projekt steht kurz vor der Einführung: die digitale Arztbriefschreibung mit Diktatfunktion und automatischer Übermittlung an die weiterbehandelnde Praxis. Was in vielen Bereichen längst Standard ist, ist in der Medizin aufgrund strenger Regularien eine besondere Herausforderung – aber der Nutzen ist enorm: kürzere Liegezeiten, schnellere Informationswege, weniger Medienbrüche.
Celina Kopke (l.) ist medizinische Kodierkraft und kennt die Tücken in der Anwendung der digitalen Pflege- und Behandlungsdokumentation genau. Der digitale Visitenwagen ist aus dem Alltag der Ärzte und Pflegekräfte nicht mehr wegzudenken. Download und Copyright
Gut vorbereitet für die Zukunft
Die Sana Kliniken Niederlausitz haben sich frühzeitig auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht. „Wir sind stolz darauf, dass wir diesen gewaltigen Schritt frühzeitig gemeinsam mit dem Team gegangen sind“, sagt André Lehnick. „Denn am Ende geht es nicht um Technik, Ausstattung und Strukturen – es geht darum, dass Menschen im Krankenhaus bestmöglich versorgt werden. Das war schon immer die Aufgabe von Krankenhäusern und das wird sie auch in der Zukunft bleiben.“ So zeigt die Niederlausitz einmal mehr: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist die notwendige Voraussetzung für eine moderne, sichere und menschliche Medizin.