Doppelte Babyfreude im Klinikum Dahme-Spreewald
Zwei Meilensteine in der Geburtshilfe des Landkreises zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine verlässliche Geburtshilfe vor Ort für Familien ist
- Zoey ist das 400. Baby des Jahres in Königs Wusterhausen mit 49 Zentimetern und 2.770 Gramm
- fast zeitgleich in Lübben: besonderer Meilenstein - das 300. Spreewälder Original des Jahres
- Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzte, Anästhesisten und Pflegekräfte begleiten Familien an beiden Standorten rund um die Uhr
Ein kleines Mädchen, zwei große Anlässe zur Freude: Im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen wurde Zoey als 400. Baby des Jahres begrüßt. Bei ihrer Geburt war sie 49 Zentimeter groß und 2.770 Gramm schwer. Fast zeitgleich gibt es in der Spreewaldklinik Lübben Grund zum Feiern: Dort erblickte das 300. Spreewälder Original des Jahres das Licht der Welt.
Für zwei Familien aus dem Landkreis Dahme-Spreewald beginnt gerade ein ganz neuer Lebensabschnitt. Und für die Geburtshilfe-Teams des Klinikum Dahme-Spreewald eine besondere Zeit – denn die Entbindungszahlen steigen im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2025 sind insgesamt 319 Spreewälder Originale in der Lübbener Klinik geboren worden. In Königs Wusterhausen erblickten 514 Kinder das Licht der Welt. Hinter diesen Entbindungen stehen viele emotionale Geschichten, die jedes Jahr in den Geburtskliniken des Landkreises ihren Anfang nehmen. Jede Geburt ist anders. „Manche Familien kommen mit einem klaren Geburtsplan, andere haben noch viele Fragen oder brauchen wegen besonderer Voraussetzungen eine engmaschige Beratung. In Königs Wusterhausen und Lübben treffen sie auf Teams, die sich Zeit nehmen und sie individuell begleiten“, sagt Dr. (RO) Vlad Vacaru, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Geborgen geboren im Achenbach Krankenhaus Königs Wusterhausen: die kleine Zoey ist das 400. Baby des Jahres.
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Begleitung, die schon vor der Geburt beginnt
Die Unterstützung setzt in den beiden Geburtskliniken nicht erst mit den Wehen ein. Hebammen und Ärzte führen Vorsorgeuntersuchungen durch, beraten zu persönlichen Wünschen und Geburtsplänen und stehen auch bei Risikoschwangerschaften zur Seite. Zur geburtshilflichen Betreuung gehören im Klinikum Dahme-Spreewald spezialisierte Ultraschalluntersuchungen, CTG-Kontrollen und Doppler-Untersuchungen, mit denen die Entwicklung und Versorgung des ungeborenen Kindes beobachtet werden können. Bei Schwangerschaftsdiabetes unterstützen Ernährungs- und Diabetesberaterinnen die werdenden Eltern.
„Auch wenn sich ein Kind in Beckenendlage befindet, besprechen erfahrene Ärzte und Hebammen mit den Eltern die möglichen Wege – denn auch eine ungewöhnliche Geburtsposition muss nicht zwangsläufig einen Kaiserschnitt zur Folge haben. Unter geeigneten Voraussetzungen kann eine äußere Wendung infrage kommen“, so Chefarzt Dr. (RO) Vlad Vacaru. Ist sie nicht möglich oder nicht erfolgreich, werden die weiteren Optionen individuell abgewogen. Ziel ist, gemeinsam den Geburtsweg zu finden, der für Mutter und Kind am besten passt.
Geborgenheit und medizinische Kompetenz gehören zusammen
In den Kreißsälen stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, die eine selbstbestimmte Geburt unterstützen: Entspannungsbäder, Gebärwannen und Gebärhocker ebenso wie verschiedene Verfahren zur Schmerzlinderung. Dazu zählen medizinische Möglichkeiten wie eine Periduralanästhesie sowie Angebote wie Moxibustion oder Taping. Welche Unterstützung hilfreich ist, wird mit den werdenden Eltern abgestimmt.
Gleichzeitig ist rund um die Uhr ein interdisziplinäres Team im Einsatz. Hebammen, Gynäkologen, Anästhesisten, Kinderärzte und speziell geschulte Pflegekräfte arbeiten Hand in Hand. Bei jeder Geburt ist ein Kinderarzt für die Erstversorgung des Neugeborenen anwesend. So stehen persönliche Begleitung und medizinische Kompetenz unmittelbar nebeneinander – zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Auch ein Kaiserschnitt wird familienorientiert begleitet. Wenn er notwendig oder gewünscht ist, kann eine angepasste Operationsabdeckung den Blick auf das Kind ermöglichen, damit Eltern die ersten Augenblicke bewusst miterleben. Bei Beckenendlage werden auch die Möglichkeiten einer vaginalen Geburt oder eines geplanten Kaiserschnitts besprochen. Entscheidend sind die individuelle Situation und die Sicherheit von Mutter und Kind.
Im kleinen Bettchen schlafen Babys nach der Geburt ganz nah bei den Eltern - auf Wunsch im gemütlich gestalteten Familienzimmer.
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Die ersten gemeinsamen Tage gut begleitet
Nach der Geburt bleibt das Neugeborene im Rahmen des Rooming-in bei seinen Eltern – so wie auch die kleine Zoey in Königs Wusterhausen. Familienzimmer können auf Wunsch und nach Verfügbarkeit genutzt werden. Hebammen und Pflegekräfte unterstützen bei Fragen zur Versorgung des Babys, zum Stillen und zur Ernährung mit der Flasche. Eine Stillberaterin steht den Müttern zur Seite. Zu den medizinischen Angeboten für die Neugeborenen gehören die U1 und U2 sowie weitere Vorsorgeuntersuchungen und Screenings, etwa für das Hören, den Stoffwechsel und das Herz.
Für Familien aus dem Landkreis Dahme-Spreewald ist das von besonderer Bedeutung. Denn während in anderen Landkreisen Geburtshilfen ihre Versorgung einschränken, können werdende Eltern hier die Geburt in ihrer Heimatregion erleben und werden nicht nur während der Entbindung, sondern auch in der Zeit davor und danach begleitet. Gerade weil geburtshilfliche Angebote andernorts wegfallen, sind zwei wohnortnahe Geburtskliniken für den Landkreis ein wichtiger Teil der Versorgung. Sie verbinden kurze Wege mit einem breiten medizinischen Angebot und einer Betreuung, die die ganze Familie im Blick hat.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.