Ein Jahr Sana Kliniken Oberfranken
- Rückblick auf ein erfolgreiches erstes Jahr: Wichtige Fortschritte wie neue Prozessstandards, die Etablierung der Gefäßmedizin in Coburg und die Reaktivierung des zentralen Qualitätsmanagements.
- Zukunftsprojekte und Herausforderungen: Geplante Investitionen in Medizintechnik und elektronische Patientendokumentation; Anpassung an die Krankenhausreform und Verbesserung der finanziellen Lage.
- Investitionen in Infrastruktur und Ausbildung: Neubau in Coburg, Modernisierung bestehender Einrichtungen und Ausbau der Sana Medical School mit neuen Partnerschaften und Praktika.
Seit dem 1. November 2024 gehören die bayerischen Einrichtungen der ehemaligen Regiomed-Kliniken zur Sana Kliniken AG. Ein Jahr nach der Übernahme ist es an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen und einen Ausblick auf die nächsten Schritte zu wagen.
Rückblick auf ein herausforderndes, aber auch erfolgreiches Jahr
Cluster-Geschäftsführerin Melanie John zieht in ihrem Rückblick eine positive Bilanz: „Es war für alle Mitarbeiter der Sana Kliniken Oberfranken ein ereignisreiches, aber auch herausforderndes Jahr“, so John. „Wir haben viel erreicht und sind auf einem guten Weg.“
Wichtige Meilensteine im zurückliegenden Jahr waren die Etablierung neuer Prozessstandards, Reaktivierung wichtiger Arbeitsbereiche, wie dem zentralen Qualitätsmanagement, die Fortführung der Digitalisierungsstrategie oder auch die Inbetriebnahme einer modernen biplanen Angiographieanlage am Sana Klinikum Coburg. Beide Maßnahmen stellen einen bedeutenden Fortschritt in der medizinischen Versorgung der Region dar. Ein weiterer Kraftakt steht mit dem Umzug der Neurochirurgie von Lichtenfels nach Coburg Anfang Dezember noch bevor. Dieser Schritt ist Teil eines langfristigen Konzepts, die Kompetenzen der Neurologie, Neuroradiologie und Neurochirurgie an einem Standort zu bündeln. Das Ziel: eine optimierte Patientenversorgung mit kurzen Wegen und hoher fachlicher Expertise.
Der Weg in die Zukunft: Stabile Strukturen und anstehende Großprojekte
Für das kommende Jahr hat Melanie John klare Prioritäten: „Nun gilt es, in den gefestigten Strukturen anzukommen und gemeinsam weitere Veränderungen anzugehen.“ Zentrale Projekte werden dabei der Austausch weiterer medizintechnischer Großgeräte und der Roll-out der elektronischen Patientendokumentation, im Sinne einer bestmöglichen Versorgung auf definiertem Qualitätsniveau, sein. Weiterhin gilt es mit den Veränderungen, welche die Krankenhausreform bringen wird, umzugehen und die Unternehmensbereiche nachhaltig an die sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Ambulantisierung, neue Patientenpfade und telemedizinische Versorgungskonzepte sind dabei erwähnenswerte Kernelemente.
„Es ist eine Stärke des Sana-Konzerns, dass wir nach der Insolvenz wieder in die Strukturen unserer Häuser und Praxen investieren können, um für Patienten und Mitarbeiter wieder attraktiver zu werden“, erklärt John. Trotz großer Unterstützung des Sana-Konzerns bleibt es eine Herausforderung, die Erlösstruktur der Einrichtungen in Coburg, Lichtenfels und Neustadt in Einklang mit den Ausgaben zu bringen. „Das Konzernergebnis der Sana Kliniken Oberfranken liegt derzeit noch im roten Bereich“, bekennt Melanie John. „Aber wir streben eine kontinuierliche Reduktion des Defizits an und sehen bereits für 2025 einen positiven Trend hinsichtlich der Leistungs- und Ergebnisentwicklung.“
Neubau und Investitionen – Auch in den Bestand wird weiter investiert
Parallel zum kontinuierlichen Ausbau der medizinischen Versorgung wird das Neubauvorhaben in Coburg vorangetrieben. Die Förderzusage des Freistaats Bayern hat ungeachtet des Trägerwechsels Bestand, was Planungssicherheit für Sana als neuen Bauherren bedeutet. „Die Beauftragung des Generalplaners ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen“, so John.
„Aber auch im Bestand investieren wir weiterhin – Stillstand ist keine Option. Insbesondere investieren wir, um die Versorgung unserer Patienten und unsere eigenen Prozesse zu verbessern.“ Da der Neubau erst in einigen Jahren in Betrieb gehen kann, werden bestehende Einrichtungen modernisiert und aufgewertet, um eine zukunftsfähige Patientenversorgung sicherzustellen.
Sana Medical School: Fachliche Ausweitung und Vernetzung
Die Sana Medical School profitiert ebenfalls von der Anbindung an die Konzernstrukturen. Bereits über 40 Mediziner aus ganz Deutschland haben sich als Dozenten gemeldet, was das fachliche Spektrum der Medical School deutlich erweitert. Zudem wird über Studienpraktika an anderen Sana-Standorten nachgedacht, um den Studierenden ein noch breiteres Netzwerk und mehr praktische Erfahrungen zu bieten.
Die Medical School, die ursprünglich als regionales Modellprojekt zur Gewinnung von Nachwuchsmedizinern ins Leben gerufen wurde, ist mittlerweile fest in den Sana Strukturen angekommen. Auch die Partnerschaften mit kroatischen Institutionen werden aktiv gepflegt und der weitere Ausbau des Angebots steht auf der Agenda.
Ausblick auf 2025 – Gemeinsam in eine starke Zukunft
„Das vergangene Jahr war ein entscheidender Schritt für die Sana Kliniken Oberfranken. Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben“, schließt Melanie John. „Im kommenden Jahr werden wir weiterhin auf Stabilität, Investitionen in die Infrastruktur und die Verbesserung von Versorgungsstrukturen und Arbeitsbereichen setzen. Wir sind überzeugt, dass wir den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen und unsere Ziele erreichen werden.“
Bild: Cluster-Geschäftsführerin Melanie John (Copyright: SKOF)