Ein Schwergewicht in Kompetenz und Erfahrung
Gefäßmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz entwickelt sich vom Pionier zu einer der wichtigsten Anlaufstellen bei kranken Gefäßen
- Klinik für Gefäßchirurgie der Sana Kliniken Niederlausitz sichert seit 30 Jahren wohnortnahe Versorgung auf höchstem Niveau
- Steigende Zahl an chronischen Gefäßerkrankungen in der Niederlausitz
- Patienten profitieren von innovativer Medizintechnik, schonenden Therapieverfahren und Expertise des Teams
Gefäßmedizin spielt heute eine der Hauptrollen in der Gesundheitsversorgung, denn immer mehr Menschen leiden an chronisch kranken Gefäßen. Mit der Gründung der Klinik für Gefäßchirurgie, die heute Teil des Sana Gefäßzentrum Lausitz ist, haben die Sana Kliniken Niederlausitz bereits vor 30 Jahren die Weichen für eine spezialisierte, wohnortnahe Versorgung gestellt. Dank fachlicher Expertise, innovativer Medizintechnik und neuer Therapieverfahren bekommen heute sogar Risikopatienten die Chance auf neue Lebensqualität.
Lange Zeit galt die Gefäßchirurgie als ein Randgebiet in der Medizin. Heute ist sie einer der Schlüsselbereiche in der medizinischen Versorgung - mit beispielhaften Fortschritten bei Behandlungsverfahren und innovativer Medizintechnik. „Gefäßerkrankungen sind Alterserkrankungen. Je älter die Menschen werden, desto stärker ist auch die Anzahl der Patienten mit Gefäßerkrankungen“, sagt Tom Hammermüller, Chefarzt des Sana Gefäßzentrums Lausitz. Die Spezialabteilung, zu der die Klinik für Gefäßchirurgie gehört, betreut jährlich tausende Patienten aus dem gesamten Süden Brandenburgs und Nordsachsen. Viele von ihnen sind hochbetagt und haben häufig nicht nur kranke Gefäße, sondern meist noch weitere chronische Erkrankungen. Vor allem für Lausitzer Patienten mit Diabetes, peripherer Arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und Aneurysmen bildet das Sana Gefäßzentrum eine wichtige Anlaufstelle bei der Früherkennung, Verlaufskontrolle und Behandlung.
Chefarzt Tom Hammermüller leitet das Sana Gefäßzentrum Lausitz. Hier werden jährlich tausende Patienten aus Süden Brandenburgs und Norden Sachsens betreut.
Risikoreiche Eingriffe
„Aufgrund der Vielzahl an älteren, multimorbiden Patienten gehört die Gefäßchirurgie zu den Bereichen in der Medizin, in der die risikoreichsten Eingriffe vorgenommen werden“, erklärt Tom Hammermüller und ist dankbar für die weitreichende Weiterentwicklung in Diagnostik und Therapie. „Der Fortschritt ist sagenhaft. Wir haben Dank der Entwicklung der interventionellen Chirurgie viele Möglichkeiten, um Patienten heute mit schonenden Verfahren zu behandeln. Damit gewinnen Betroffene neue Lebensqualität, für die es bis vor wenigen Jahren kaum Behandlungsmöglichkeiten gab“, betont der Chefarzt.
Innovative Diagnostik
Einen gravierenden Beitrag dazu hat die Weiterentwicklung der Diagnostik geleistet. „In den vergangenen 15 bis 20 Jahren hat sich die Qualität bildgebender Verfahren spürbar verbessert. Ultraschall liefert heute als nicht-invasives Verfahren in vielen Fällen sehr gute Untersuchungsergebnisse“, betont Tom Hammermüller. Ergänzend sorgen Computertomografie und Magnetresonanz-Angiographie dafür, Risiken besser abschätzen und Therapien optimaler planen zu können. In Senftenberg trägt dazu auch die hochmoderne Angiographie-Anlage bei, die die Sana Kliniken Niederlausitz erst vor rund einem halben Jahr in Betrieb genommen haben. Sie erlaubt Untersuchungen und Behandlungen ohne schädliche Kontrastmittel und arbeitet stattdessen mit Kohlenstoffdioxid, das problemlos vom Körper abgebaut werden kann. „Viele ältere Patienten haben Nierenerkrankungen – für sie wären herkömmliche Kontrastmittel viel zu riskant“, betont Tom Hammermüller.
Rasanter Fortschritt: Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten In der Gefäßmedizin haben sich in den vergangenen Jahren mit hohem Tempo weiterentwickelt. Ein Beispiel dafür ist die hochmoderne Angiographie-Anlage, die seit wenigen Monaten im Krankenhaus Senftenberg im Einsatz ist. Sie macht feinste Gefäße sichtbar und behandelbar.
Schonende Therapieverfahren
Neben hochmodernen bildgebenden Verfahren können die Senftenberger Spezialisten heute auch innovative Therapieverfahren anwenden, die schonendere Eingriffe ermöglichen „Es gibt inzwischen keine Operation mehr, die nicht mit einer Intervention kombiniert wird. Operationen mit großen Schnitten werden immer seltener, weil man inzwischen vieles mit kleinen Eingriffen über Drähte und Katheter lösen kann“, erklärt der Chefarzt. Seit den 2000er-Jahren sind endovaskuläre Therapien auf dem Vormarsch. Dank zunehmend filigraner werdender Medizinprodukte sind Stents und Ballondilatationen heute auch in feinsten Gefäßen möglich und erlauben die minimalinvasive Therapie von Erkrankungen wie Aortenaneurysmen und pAVK.
Neue Lebensqualität
Mit dem medizinischen Fortschritt hat sich auch das Durchschnittsalter der Patienten verändert. „Früher wurde beispielsweise nahezu keine Carotis-Chirurgie, also Operationen der Halsschlagader, bei über 80-Jährigen durchgeführt“, blickt Tom Hammermüller zurück. Vor 30 Jahren lag das Durchschnittsalter der Gefäßpatienten, die behandelt wurden, bei 60 bis 70 Jahren. Heute sind die meisten 80 Jahre und älter. „Die Menschen erleben zwar durch ein höheres Lebensalter mehr Krankheiten, können aber dank moderner Medizin auch immer besser behandelt werden. Wir können Durchblutungsstörungen heute noch immer nicht heilen. Aber mit Hilfe modernster Verfahren ist es glücklicherweise möglich, Patienten über einen langen Zeitraum zu versorgen und so ihre Lebensqualität zu verbessern“, ist der Chefarzt froh über die enormen Fortschritte, die sein Fachgebiet in den vergangenen 30 Jahren vorangebracht haben. Die Sana Klinken Niederlausitz haben diese Weiterentwicklung mitgetragen und konsequent in moderne Medizintechnik sowie Kompetenz investiert - für eine wohnortnahe, patientenorientierte Versorgung auf höchstem Niveau.