Senftenberg,
30
September
2026
|
08:44
Europe/Amsterdam

Endometriose - mehr als Regelschmerz

Info-Abend mit Vortrag und Fragestunde im Krankenhaus Lauchhammer

Zusammenfassung

Zusammenfassung

  • Kostenfreier Info-Abend am 14. Oktober im Krankenhaus Lauchhammer
  • Ärztinnen der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe informieren über diagnostische Möglichkeiten und individualisierte Behandlungswege
  • Fragestunde nach dem Vortrag

Bis zu 15 Prozent aller Frauen in Deutschland leiden an Endometriose. Die chronische Erkrankung verursacht oft starke Schmerzen und ist in vielen Fällen auch Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch. Bei der Infoveranstaltung „Endometriose – mehr als nur Regelschmerz“ informieren Dr. Carola Mendel und Alzzahraa Issa von der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am 14. Oktober darüber, wie die Erkrankung sicher diagnostiziert werden kann und wie individuell sich Therapien heute gestalten lassen.

„Endometriose gilt als das Chamäleon in der Gynäkologie. Denn zum einen sind die Symptome sehr vielfältig und zum anderen hängt die Stärke der Beschwerden nicht mit der Ausdehnung der Erkrankung zusammen. Das führt dazu, dass manche Patientinnen sehr starke Beschwerden haben, während andere Frauen kaum Einschränkungen spüren“, erklärt Dr. Carola Mendel, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Lauchhammeraner Klinik begleitet Frauen in allen Lebensphasen – von der Geburt bis ins hohe Alter, von der Schwangerschaft bis zu gynäkologischen Erkrankungen. Einen Schwerpunkt bildet dabei auch die Diagnose und Therapie von Endometriose. Bei dieser gutartigen Erkrankung siedelt sich gebärmutterähnliches Gewebe im Bauchraum an und führt teilweise zu Verwachsungen. Neben Eierstöcken und Eileitern können auch Harnwege, Darm, Becken und sehr selten auch andere Organe betroffen sein.

Symbolbild Endometriose


Bei einer Ultraschall-Untersuchung können Gynäkologen oft schon sehen, ob und wie stark die Endometriose ausgeprägt ist.  
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Von Regelschmerz bis unerfülltem Kinderwunsch

„Die Beschwerden bei Endometriose sind sehr unterschiedlich. Das breite Spektrum reicht von sehr starken Regelschmerzen über chronische Unterleibsschmerzen, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und Probleme beim Stuhlgang oder Wasserlassen bis hin zu Zyklusstörungen. Nicht selten ist Endometriose auch der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch“, zählt Alzzahraa Issa auf, die derzeit in der Klinik ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe absolviert.

Vielfältige Beschwerden, präzise Diagnostik

Bei dem kostenfreien Info-Abend am 14. Oktober gehen die beiden Ärztinnen nicht nur näher auf die unterschiedlichen Symptome der Erkrankung ein, sondern zeigen auch, wie Endometriose zweifelsfrei diagnostiziert werden kann. „Viele Frauen haben einen langen Leidensweg hinter sich. Im Gespräch nehmen wir uns Zeit, Beschwerden abzuklären und Therapieansätze zu finden, die auf die jeweilige Lebenssituation angepasst sind“, sagt Dr. Carola Mendel. Bei der gynäkologischen Untersuchung können die Ärzte mit Hilfe von Ultraschall oft bereits sehr gut feststellen, ob und in welchem Ausmaß die Endometriose ausgeprägt ist. „Ultraschalluntersuchungen ersetzen mittlerweile oftmals die Bauchspiegelung (Laparoskopie) in der Diagnostik. Entscheidet sich die Patientin doch für eine Bauchspiegelung, kann auch intraoperativ eine Therapie erfolgen“, so die Fachärztin.

Versierter Operateur

Wie auch bei vielen anderen gynäkologischen Eingriffen setzt das Team um den erfahrenen Operateur und Chefarzt Dipl.-Med. Maher El Kaissi in Lauchhammer auf minimalinvasive Verfahren. Diese Schlüsselloch-Chirurgie ermöglicht besonders schonende Operationen und hat den Vorteil, dass sich die Patientinnen in der Regel nach dem Eingriff rascher erholen. Wann immer möglich, wird Endometriose laparoskopisch behandelt. Dabei geht das OP-Team mit wenigen kleinen Schnitten durch die Bauchdecke. Eine Spezialkamera liefert präzise Bilder aus dem Bauchraum und mit Hilfe sehr feiner Instrumente können die erfahrenen Ärzte Endometrioseherde und eventuelle Verwachsungen präzise entfernen.

Individuelle Behandlungswege

In welchen Fällen eine Operation wirklich notwendig ist, welche alternativen Verfahren es gibt und wann medikamentöse Therapien sinnvoll sind, erklären die Ärztinnen in ihrem Vortrag. „Wie der Behandlungsweg aussieht, richtet sich nach der aktuellen Lebenssituation der Patientin. Im Fokus steht für uns immer: Wie stark sind die Beschwerden? Wie sehr leidet die Lebensqualität? Besteht ein Kinderwunsch? Wie groß sind die Einschränkungen im Alltag? All das wird berücksichtigt, wenn wir gemeinsam mit der Patientin die Therapieoptionen besprechen“, betont Dr. Carola Mendel.

Zeit für Fragen

Nach dem Vortrag stehen die beiden Ärztinnen für individuelle Gesundheitsfragen zum Thema zur Verfügung. Der Info-Abend beginnt am 14. Oktober, um 17 Uhr, in der Alten Cafeteria im Krankenhaus Lauchhammer. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine vorherige Anmeldung nicht notwendig.