Fokussierter Ultraschall: Nach 60 Jahren endlich beschwerdefrei
Sechs Jahrzehnte lang litt Brigitte F. unter unkontrollierbarem Zittern unklarer Ursache. Mediziner sprechen von essenziellem Tremor. Dank einer neuartigen, besonders schonenden Behandlung an den Sana Kliniken Duisburg ist sie heute nahezu beschwerdefrei.
Fast ihr ganzes Leben begleitete Brigitte F. ein Zittern, das sie nie kontrollieren konnte. Was mit 19 Jahren begann, entwickelte sich über sechs Jahrzehnte hinweg zu einer immer größeren Belastung. Die Hände zitterten unaufhörlich und auch am Kopf zeigten sich die Symptome. Ursache dafür war wahrscheinlich eine genetische Veranlagung, denn schon die Mutter der Patientin sowie ihre Geschwister und deren Mutter litten an einem Tremor. Für Brigitte F. bedeutete die Diagnose vor allem eines: zunehmende Einschränkung im Alltag.
Einfache Dinge werden zur Herausforderung
Mit den Jahren wurde das Zittern stärker. Besonders die linke Hand machte ihr zunehmend zu schaffen. „Ich konnte in den letzten Monaten kaum ein Glas halten, geschweige denn daraus trinken, ohne alles zu verschütten“, erinnert sich die heute 80-Jährige. Für eine Frau, die allein lebt und deren Kinder weit weg in Amerika leben, wurde selbst das scheinbar Selbstverständliche zur täglichen Herausforderung. Über viele Jahre hinweg versuchte die Patientin, mit Medikamenten wie Primidon Linderung zu finden, doch der Erfolg blieb aus. Nach mehr als 20 Jahren Therapie hatte sie sich schließlich damit abgefunden, dass sich ihr Zustand wohl nicht mehr verbessern würde.
Wendepunkt durch fokussierte Ultraschall-Behandlung
Dann kam der Wendepunkt – eher zufällig. In der Zeitung las Brigitte F. von einer neuartigen, besonders schonenden Behandlungsmethode: dem Magnetresonanz-gesteuerten fokussierten Ultraschall, kurz MRgFUS. Ihr Neurologe, Privatdozent Dr. med. Martin Winterholler vom Sana Krankenhaus Rummelsberg, organisierte zeitnah die Überweisung zu den Spezialisten der Sana Kliniken Duisburg. Mitte November 2025 war es schließlich so weit. Sie machte sich auf den Weg von ihrem Heimatort Nürnberg zur Therapie nach Duisburg.
Plötzlich wieder Ruhe in den Händen
Angst oder Sorgen hatte Brigitte F. nicht. „Ich hatte vollstes Vertrauen zu den Ärzten“, sagt sie. “Ich wurde über alle Schritte genau informiert, es war eine sehr gute Erfahrung mit dem Team der Sana Kliniken Duisburg. Wir haben sogar gelacht, während mir die Kanülen gesetzt wurden. Ich habe sehr schwer zu findende Venen, das weiß ich.” Daraufhin folgte die Therapie im MRT und das Vertrauen wurde belohnt.
“Obwohl sich alles sehr ungewohnt angefühlt und vier Stunden gedauert hat, hatte ich keinerlei Schmerzen oder Unwohlsein. Ich war die ganze Zeit wach und musste zum Beispiel mit der linken Hand Kreise malen. Zu Beginn habe ich gezittert wie immer, nach und nach wurde es besser und am Ende der Prozedur konnte ich ohne den Tremor mehrere große Kreise hintereinander zeichnen. Da lag ich noch in der Röhre. Danach wurde ich auf den Gang gebracht, die Experten standen um mich herum und wir haben zusammen geklatscht, weil alle sehr glücklich über den tollen Erfolg waren. Sogar das Zittern am Kopf wurde besser, wobei das Ziel der Therapie ja die linke Hand war”, berichtet Brigitte F. Nach Jahrzehnten des Zitterns plötzlich wieder Ruhe in der linken Hand und am Kopf, ein unglaubliches Gefühl nach so langer Zeit.
Die MRgFUS-Therapie gilt als besonders schonend und wird derzeit nur an wenigen Kliniken in Deutschland durchgeführt. Für Brigitte F. bedeutete sie nicht nur medizinischen Fortschritt, sondern vor allem ein neues Stück Lebensqualität im Alltag. Nach 60 Jahren Zittern kann sie heute wieder normal aus einem Glas trinken.
Vor der Therapie ist das Zittern beim Zeichnen der Linie sehr deutlich. Nach der Behandlung mit MRgFUS an den Sana Kliniken Duisburg kann die Patientin die Spirale mit ruhiger Hand zeichnen.