Cham,
08
Dezember
2025
|
11:57
Europe/Amsterdam

Herzwochen 2025 im Landkreis Cham

Das Herz im Mittelpunkt

Unser Herz arbeitet unermüdlich – Tag für Tag, ein Leben lang. Doch viele Risiken für Herz und Gefäße bleiben lange unbemerkt: Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte oder Diabetes verursachen oft keine Beschwerden, können aber schwere Folgen haben. Dabei ist das Herzinfarktrisiko in vielen Fällen vermeidbar – durch Aufmerksamkeit, Wissen und einen bewussten Lebensstil. Die bundesweiten Herzwochen 2025 widmen sich deshalb der Frage, wie wir Herz- und Gefäßerkrankungen früh erkennen, wirksam behandeln und vor allem vorbeugen können. Am diesjährigen Vortragsabend im Rahmen der Herzwochen 2025 beteiligten sich die Sana Kliniken des Landkreises Cham wieder gemeinsam mit der Bayerwald Klinik und gaben den zahlreichen Gästen wertvolle Einblicke in die verschiedenen Aspekte dieser Erkrankung.

In anschaulichen und allgemeinverständlichen Vorträgen referierten Prof. Dr. Stefan Buchner (Chefarzt der Abteilung für Interventionelle Kardiologie), Dr. Susanne Prem (Oberärztin der Abteilung für Kardiologie) und Dr. Andreas Rieger (Oberarzt der Abteilung für Interventionelle Kardiologie) von den Sana Kliniken des Landkreises Cham sowie MUDr. Pavol Rakický (Chefarzt für Kardiologie) von der Bayerwald-Klinik. Die vier erfahrenen Kardiologen widmeten sich aus jeweils unterschiedlicher Perspektive den Themen „Gesunde Gefäße – gesundes HERZ - Den Herzinfarkt vermeiden“.

Alles beginnt mit Ablagerungen an den Gefäßwänden

Dr. Andras Rieger eröffnete den Abend mit einem umfassenden Vortrag über die Entstehung von koronaren Herzerkrankungen. Eine typische KHK entwickelt sich, indem sich in den Herzkranzgefäßen Plaques bilden und wachsen. Plaques sind Ablagerungen an den Innenwänden der Arterien, die hauptsächlich aus Fett, Cholesterin, entzündlichen Zellen, Bindegewebe und Kalzium (Kalk) bestehen. Es entsteht die sogenannte Atherosklerose, die mit typischen Engstellen einhergeht, umgangssprachlich oft „Gefäßverkalkung“ genannt. Anschließend trat Prof. Dr. Stefan Buchner ans Mikrofon, um auf den Notfall Herzinfarkt, der Symptome sowie den Behandlungsmöglichkeiten näher einzugehen. „Der Herzinfarkt gilt als typische Männerkrankheit. Deshalb erkennen Frauen, aber auch ihre behandelnden Ärzte, die Gefahr häufig deutlich später – auch deshalb, weil bei ihnen die Symptome weniger eindeutig sind als bei Männern“, referiert Frau Dr. Prem im Anschluss und gibt Einblick in die geschlechtsspezifischen Unterschiede eines Herzinfarktes. Ein Herzinfarkt trifft tatsächlich vermehrt Männer als Frauen. Dennoch gehört der Herzinfarkt auch bei Frauen zu den häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr sterben in Deutschland knapp 19.000 Frauen daran – und nicht nur das: Sie haben nach einem Herzinfarkt auch schlechtere Chancen auf Genesung als Männer, wie Studien und Statistiken zeigen. Die Erkrankung tritt bei Frauen statistisch gesehen allerdings später auf: erst zehn Jahre nach der Menopause (Wechseljahre). Das große Problem: Erleiden Frauen einen Herzinfarkt, handeln sie häufig nicht schnell genug. Bei einem Herzinfarkt entscheidet jede Minute über Leben oder Tod. Doch gerade Frauen nehmen ihre Symptome häufig nicht ernst, verdrängen sie oder sprechen ihre Beschwerden erst auf Nachfrage laut aus. Häufig heißt es: Ich will doch keine Umstände machen! Doch genau das ist ein großer Fehler. Vor allem im höheren Alter sollten Frauen immer auch die Gefahr eines Herzinfarkts im Kopf haben – auch wenn die Symptome unspezifisch sind und für Zweifel sorgen. Doch auch jüngere Frauen sollten die Möglichkeit eines Herzinfarkts nicht verdrängen. Den Abschluss bildete MUDr. Pavol Rakicky, der über präventive Maßnahmen sprach, die helfen, Herz und Gefäße dauerhaft gesund zu halten.

Die Referenten standen allen Interessierten im Anschluss an die Vorträge für Fragen zur Verfügung; eine Möglichkeit, die rege genutzt wurde. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Constanze Kumpf, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Sana Kliniken des Landkreises Cham. Zu guter Letzt konnten die Besucher sich bei Robert Feiertag, ehrenamtlicher Beauftragter der Deutschen Herzstiftung e.V., Informationsmaterialen rund ums „Herzerl“ holen sowie bei Renate Berzl über die kardiologische Selbsthilfegruppe „Pumperl gsund“ informieren, denn Unterstützung durch Angehörige und Selbsthilfegruppen kann ungemein hilfreich sein, um mit den emotionalen und physischen Belastungen umzugehen.

Herzwochen 2025

Ein Team fürs Herz, v.l. Robert Feiertag, Dr. Andreas Rieger, Dr. Pavol Rakicky, Renate Berzl, Dr. Susanne Prem und Prof. Dr. Stefan Buchner

 

 

 

Über die Sana Kliniken des Landkreises Cham

Die Sana Kliniken des Landkreises Cham sind eine Einrichtung der Sana Kliniken AG und sie engagieren sich im Landkreis Cham vor allem für das Wohl der Patienten. Daneben fühlen wir uns aber auch unseren Mitarbeitern verpflichtet. Und nicht zuletzt haben wir gegenüber unseren Gesellschaftern die Verantwortung zu einer wirtschaftlichen Unternehmensführung. Das alles haben wir in unserem Leitbild verankert, wobei es sich inhaltlich am Leitbild des Sana Konzerns orientiert. Allerdings kann das Leitbild nicht die gewünschte Wirklichkeit herstellen. Es ist vielmehr ein Aufruf, in Ergänzung zum Verhaltenskodex die eigene Verantwortung wahrzunehmen.

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