Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Warum MRgFUS nur im Team funktioniert
Die Einführung des Magnetresonanz-gesteuerten fokussierten Ultraschalls, kurz MRgFUS, zur Behandlung von Patienten mit essenziellem Tremor, eröffnet nicht nur neue Therapiemöglichkeiten, sondern verändert auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen. Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie bilden das interdisziplinäre Team. Unterstützt werden sie durch die Kollegen der Anästhesie.
Bei der Behandlung mit MRgFUS – einer modernen, nicht-invasiven Methode zur Therapie ausgewählter Patienten mit essenziellem Tremor – arbeiten mehrere Fachrichtungen eng zusammen. Das bedeutet für die Patienten eine optimale Planung und eine umfassende Betreuung aus verschiedenen fachlichen Perspektiven.
Neurologie: Erste Anlaufstelle
Zu Beginn stellen sich die Patienten in der Neurologie vor. Die Fachärzte fragen die Beschwerden ab, führen Untersuchungen durch und prüfen, ob die Behandlung mit MRgFUS für den individuellen Fall die richtige Therapie ist. MRgFUS eignet sich für Patienten mit ausgeprägtem Tremor trotz Medikamenten und als Alternative zur tiefen Hirnstimulation. Die Neurologen begleiten die Patienten meist während des gesamten Prozesses.
Neurochirurgie: Durchführung des Eingriffs
Auch wenn MRgFUS keine Operation im klassischen Sinne ist, handelt es sich doch um einen neurochirurgischen Eingriff im Gehirn. Die Neurochirurgen definieren die zu behandelnde Stelle im Gehirn und leiten die Behandlung.
Neuroradiologie: Exakte Bildgebung
Der Eingriff ist nur mithilfe der MRT-Bilder aus der Neuroradiologie durchführbar. Die Spezialisten für die Bildgebung sorgen so dafür, den richtigen Bereich im Gehirn zu identifizieren. So können die Neurochirurgen den Eingriff auf den Millimeter genau durchführen.
Eingriff als Teamleistung
In der Praxis entsteht ein eng abgestimmter Arbeitsablauf, denn MRgFUS verlangt nicht nur Austausch, sondern klar definierte Prozesse. Auf eine gemeinsame Fallbesprechung folgt die präzise Planung, der eigentliche Eingriff wird im Team durchgeführt und die Nachsorge erfolgt erneut unter gemeinsamer Beobachtung. Jede Entscheidung wird im interdisziplinären Dialog getroffen. Damit erhalten die Patienten nicht nur eine innovative Therapie, sondern auch die optimale Betreuung mehrerer Fachrichtungen „aus einer Hand“.
Erstgespräch vereinbaren!
Sind Sie selbst oder ein Angehöriger von einem essenziellen Tremor betroffen und interessieren sich für die MRgFUS-Therapie?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir beraten Sie, ob die Behandlung für Sie in Frage kommt. E-Mail: MRgFUS@sana.de
Aufgrund der großen Nachfrage kann die Beantwortung der Anfragen aktuell etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und melden uns so bald wie möglich bei Ihnen!
Mehr Informationen:
Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie: Tremor
Die Behandlung mit MRgFUS erfordert Teamarbeit zwischen Spezialisten aus Neurologie, Neuroradiologie und Neurochirurgie der Sana Kliniken Duisburg.