Ismaning,
11
Juni
2026
|
14:44
Europe/Amsterdam

Klaus Holetschek: Krankenhäuser wie die Sana Kliniken sind Rückgrat und Stabilitätsanker

Krankenhausreform

Zusammenfassung

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Sana Kliniken AG äußert sich Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, im Interview zu aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitspolitik und den Zukunftsaussichten für die Patientenversorgung. 

Hinweis: Das Interview erschien erstmals im Frühjahr 2026 im Jubiläums-Buch der Sana Kliniken. Es spiegelt den Stand der Gesundheitspolitik gegen Ende des Jahres 2025 wider.

Im Gespräch mit Sana-CEO Thomas Lemke betont Klaus Holetschek die zentrale Rolle privater Klinikträger für eine verlässliche, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Seine zentrale Aussage: „Entscheidend ist die Qualität der Versorgung, nicht die Trägerform. Viele private Häuser – auch Sana – leisten hervorragende Arbeit, investieren in Infrastruktur, Digitalisierung und Personalentwicklung. Sie sind Rückgrat und Stabilitätsanker.“ 

Er fordert praxisnahe Reformen, weniger Bürokratie und mehr Investitionen in Resilienz, Digitalisierung und Kindergesundheit – mit klarer Unterstützung für föderale Planung und regionale Stärke.
 

Krankenhausreform pragmatisch neu ausrichten

Die Krankenhausreform der Ampelregierung bewertet Holetschek als „kalten Strukturwandel“, der Kliniken – insbesondere im ländlichen Raum – faktisch in die Insolvenz gedrängt habe. Gefordert seien nun zügige, praktikable Lösungen mit starker Länderbeteiligung, eine ehrliche Überprüfung der Vorhaltevergütung und sofortige Schritte zum Bürokratieabbau, um Planungssicherheit für die Häuser herzustellen.
 

Föderal, regional und krisenfest planen

Krankenhausplanung müsse Ländersache bleiben, weil nur die Länder den regionalen Bedarf realistisch einschätzen könnten. Kliniken seien Teil der nationalen Sicherheitsarchitektur. Notwendig seien klare gesetzliche Standards und gezielte Investitionen in Resilienz, etwa Bevorratung und Krisenlogistik – inklusive einer systematischen Einbindung leistungsfähiger privater Träger in Katastrophenschutzkonzepte. 
 

Versorgungslücken schließen: Land, Kinder, Pflege 

Zur Fachkräftesicherung setzt Holetschek auf mehr Studienplätze, Landarztquote, Niederlassungsprämien und EU-Stipendien mit Bindung an Bayern. Kindergesundheit definiert er als Zukunftsvorsorge: mehr Prävention, Gesundheitsbildung, Bewegung, psychologische Angebote und eine bedarfsgerechte Honoraranpassung – auch durch Korrekturen bei Hybrid-DRGs. In der Pflege plädiert er für verlässliche Dienstpläne, Digitalisierung, gezielte Fachkräftegewinnung und Modelle wie Springerpools zur Eindämmung von Leiharbeit. 
 

Finanzielle Nachhaltigkeit der Solidarsysteme sichern

Um die GKV zukunftsfest zu machen, müssen Sozialabgaben stabil gehalten, Effizienzreserven gehoben, Doppelstrukturen abgebaut und Digitalisierung vorangetrieben werden. Versicherungsfremde Leistungen gehörten in den Bundeshaushalt, um Beitragszahler zu entlasten; zugleich seien verlässliche Bundeszuschüsse und Priorisierung in der Politik nötig, damit das Leistungsversprechen dauerhaft eingelöst werden kann. 

Das gesamte Interview können Sie im untenstehenden pdf-Dokument nachlesen. Das Interview erschien erstmals im Frühjahr 2026 im Jubiläums-Buch der Sana Kliniken. Es spiegelt den Stand der Gesundheitspolitik gegen Ende des Jahres 2025 wider.

Cover Jubiläumsbuch

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