Dahme-Spreewald,
22
Oktober
2026
|
09:53
Europe/Amsterdam

Kleine Patienten brauchen großes Vertrauen

Kinder- und Jugendmedizin des Klinikum Dahme-Spreewald erneut „Ausgezeichnet. FÜR KINDER.“

Zusammenfassung
  • Orientierung für Eltern: Qualitätssiegel bestätigt wichtige Voraussetzungen für eine medizinisch kompetente und kindgerechte stationäre Versorgung.
  • Verantwortung für die Region: Bei sich verändernden Versorgungsstrukturen und einem größeren Einzugsgebiet bleiben die Kinderkliniken wichtige Ansprechpartner für Familien und einweisende Ärzte.
  • Hilfe vom ersten Lebenstag an: Das Behandlungsspektrum reicht von der Versorgung Früh- und Neugeborener über akute Erkrankungen bis zur spezialisierten Abklärung anhaltender Beschwerden.

Ein Baby braucht nach der Geburt mehr Unterstützung als erwartet. Ein Kleinkind bekommt plötzlich schlecht Luft. Die Bauchschmerzen eines Schulkindes kehren immer wieder zurück, ohne dass die Ursache klar ist. Unterschiedliche Situationen, die Familien im Landkreis immer wieder vor dieselben Fragen stellen: Was fehlt unserem Kind? Wer kann uns helfen? Und wie geht es jetzt weiter? In der Kinder- und Jugendmedizin des Klinikum Dahme-Spreewald gehören Antworten auf genau diese Fragen zum Alltag. Im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen und in der Spreewaldklinik Lübben begleiten die pädiatrischen Teams junge Patienten und ihre Familien durch solche Momente. Die erneute Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ aus diesem Jahr bestätigt die wichtigen Voraussetzungen für diese Arbeit.

„Wenn ein Kind krank ist, gerät für eine Familie schnell der ganze Alltag aus dem Gleichgewicht. Zu den Beschwerden kommen Sorgen und die Unsicherheit, was als Nächstes passiert“, sagt Chefarzt Dr. Torsten Karsch aus jahrelanger Erfahrung. „Deshalb ist es für uns neben der medizinischen Behandlung besonders wichtig, verständlich zu erklären, aufmerksam zuzuhören und die Eltern einzubeziehen. Sie kennen ihr Kind am besten und sind für uns wichtige Partner.“

Auszeichnung macht Qualität und Versorgungsanspruch sichtbar

Für Eltern ist oft schwer zu beurteilen, woran sich eine gut aufgestellte Kinderklinik erkennen lässt. Das Qualitätssiegel „Ausgezeichnet. FÜR KINDER“ schafft seit dem Jahr 2009 dabei Orientierung. Geprüft wird unter anderem, ob ärztliches und pflegerisches Personal für die besonderen Anforderungen der Kinder- und Jugendmedizin qualifiziert ist, wie Familien unterstützt werden und ob bei speziellen Erkrankungen weitere Experten hinzugezogen werden können – im eigenen Haus oder über ein regionales Netzwerk.

Dahinter stehen Fragen, die im Krankenhausalltag unmittelbar wichtig werden: Wer erkennt, wenn sich der Zustand eines Säuglings verändert? Wie lässt sich eine Untersuchung möglichst schonend durchführen? Und wie können Eltern ihrem Kind während des Aufenthalts Halt geben? An beiden Standorten setzt die Kinder- und Jugendmedizin auf möglichst schmerzarme Untersuchungsmethoden und die Einbindung der Familie. Auch die Mitaufnahme einer Begleitperson ist möglich.

„Ein kleines Kind zeigt Beschwerden anders als ein Jugendlicher und braucht auch eine andere Ansprache. Darauf müssen wir medizinisch und menschlich eingehen“, erklärt Dr. Torsten Karsch. „Das unabhängig vergebene Siegel bestätigt die Voraussetzungen, die wir in der Klinik geschaffen haben. Mit Leben gefüllt werden sie aber jeden Tag von unseren Teams.“
 

Kinderklinik KDS


Wenn die Kleinsten besondere Unterstützung brauchen, zählt jeder Handgriff und das Zusammenspiel des Teams. Hebammen, Pflegefachkräfte und Kinderärzte begleiten Früh- und Neugeborene mit besonderer Aufmerksamkeit und medizinischer Kompetenz. Dafür wurde die Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dahme-Spreewald ausgezeichnet.
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Klinikum bleibt verlässlicher Ansprechpartner

Diese Verlässlichkeit gewinnt immer weiter an Bedeutung. Die medizinischen Versorgungsstrukturen in der Region verändern sich, das Einzugsgebiet der Kinder- und Jugendmedizin des Klinikum Dahme-Spreewald wird größer. Damit wächst gleichzeitig auch die Verantwortung für Familien, die über Königs Wusterhausen und Lübben hinaus auf pädiatrische Hilfe angewiesen sind.

„Für Eltern ist oft entscheidend, wohin sie sich wenden können, wenn ihr Kind Hilfe braucht. Auch niedergelassene Kinder- und Hausärzte benötigen verlässliche Ansprechpartner, wenn eine Untersuchung in der Klinik oder eine stationäre Behandlung notwendig wird“, sagt der Chefarzt. „Wir nehmen diese Verantwortung an beiden Standorten wahr und legen großen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit den einweisenden Kollegen.“

Bei akuten Beschwerden sind die Kindernotfallambulanzen an beiden Häusern Tag und Nacht fachärztlich und pflegerisch besetzt. Ist eine stationäre Behandlung planbar, wird sie mit den niedergelassenen Ärzten abgestimmt. Wenn weitere Fachkenntnisse benötigt werden, beziehen die Teams andere Spezialisten ein. So wird die Behandlung über den einzelnen Untersuchungstermin hinaus gemeinsam organisiert.

Von der akuten Erkrankung bis zur Suche nach der Ursache

Die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin begleitet Patienten vom Säuglingsalter bis zum Jugendalter. Entsprechend vielfältig sind die Beschwerden, mit denen Familien in die Krankenhäuser nach Königs Wusterhausen und Lübben kommen. Neben der allgemeinen pädiatrischen Versorgung bietet das Klinikum weiterführende Untersuchungen für unterschiedliche Erkrankungen an.

Ein besonderer Schwerpunkt sind Atemwegserkrankungen und Allergien. Wenn Kinder beispielsweise immer wieder husten, bei Belastung schlecht Luft bekommen oder auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren, können gezielte Lungenfunktionsprüfungen und Allergietests helfen, den Beschwerden auf den Grund zu gehen. Je nach Befund wird die Behandlung darauf abgestimmt oder weitere spezialisierte Hilfe vermittelt.

Und auch bei Erkrankungen des Verdauungstrakts, Herzbeschwerden, Anfallsleiden sowie hormonelle oder rheumatologische Fragestellungen stehen moderne diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung. In Königs Wusterhausen gehören dazu unter anderem Herzultraschall und Langzeit-EKG, die Messung der Hirnströme mit einem EEG sowie Magen- und Darmspiegelungen. Welche Untersuchung auf der Suche nach einer gesicherten Diagnose sinnvoll einzusetzen ist, richtet sich immer nach den Beschwerden und der jeweiligen medizinischen Fragestellung. „Wiederkehrende Beschwerden können Kinder und Eltern sehr belasten – gerade dann, wenn noch keine Erklärung gefunden wurde“, berichtet Dr. Tosten Karsch. „Wir verstehen unsere Aufgabe darin, die Hinweise zusammenzuführen, gezielt zu untersuchen und mit der Familie einen nachvollziehbaren Weg für die weitere Behandlung zu entwickeln.“

Kinderklinik KDS


Chefarzt Dr. Torsten Karsch im fachlichen Austausch mit dem Team: Eine gute Versorgung von Kindern lebt vom Zusammenspiel der Berufsgruppen, dem gemeinsamen Blick auf den Patienten und einer abgestimmten Behandlung.
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Für die Jüngsten zählt das Zusammenspiel ab der Geburt

Manchmal beginnt dieser Weg bereits in den ersten Lebensminuten. Wenn ein Baby zu früh geboren wird oder nach der Geburt medizinische Unterstützung benötigt, arbeiten Geburtshilfe und Kinder- und Jugendmedizin eng zusammen. Beide Krankenhäuser verfügen über besondere Voraussetzungen für die Behandlung kranker Neugeborener. Dazu gehören Intensivbehandlungszimmer zur Versorgung von Frühgeborenen ab der vollendeten 33. Schwangerschaftswoche. Bei Risikogeburten ist im Klinikum Dahme-Spreewald immer ein Kinderarzt für die Erstversorgung anwesend.

Die weitere Betreuung nach der Geburt erfolgt im Zusammenspiel mit den Wochenstationen. Neben den Vorsorgeuntersuchungen U1 und U2 gehören Hüftultraschall sowie Stoffwechsel- und Hörscreening zum Leistungsspektrum der Abteilung. So können mögliche Auffälligkeiten früh erkannt und die erforderlichen nächsten Schritte eingeleitet werden.

„Wenn der Start ins Leben anders verläuft als erhofft, brauchen Eltern neben der medizinischen Hilfe für ihr Baby auch Orientierung“, erklärt der erfahrene Chefarzt der Abteilung. „Wir nehmen uns Zeit für Fragen und erklären, welche Unterstützung ein Kind benötigt. Die enge Abstimmung zwischen Kinderärzten, Geburtshilfe und Pflege ist dabei besonders wichtig.“

Erfahrung weitergeben, Versorgung mitgestalten

Damit Familien auch künftig auf diese Kompetenz zurückgreifen können, engagiert sich die Kinder- und Jugendmedizin auch in der ärztlichen Weiterbildung. Neben der Facharztweiterbildung bestehen Weiterbildungsbefugnisse für Allergologie und Kinder- und Jugendpneumologie sowie in Königs Wusterhausen für Neonatologie, die spezialisierte Versorgung von Neugeborenen. Junge Ärzte können damit breite pädiatrische Erfahrung sammeln und zugleich besondere Fachkenntnisse vertiefen.

„Wer Kinder gut versorgen will, muss Wissen und Erfahrung weitergeben“, sagt Dr. Torsten Karsch. „Dazu gehört auch, jungen Kollegen vorzuleben, wie wichtig ein verständliches Gespräch und ein offenes Ohr sind. Denn Familien sollen nach einer Behandlung bei uns mit einer klaren Vorstellung nach Hause gehen: Was hat unser Kind, was hilft ihm und worauf müssen wir jetzt achten?“

Über das Klinikum Dahme-Spreewald

Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 433 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.

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