Klumpfuß ade: Krankenhaus Rummelsberg schenkt Gabriel neue Bewegungsfreiheit
Elfjähriger Junge aus Angola wurde gratis behandelt – Kontakt entstand über das Friedensdorf International in Dinslaken – Kostenpunkt: 25.000 Euro
Wie sehr sich die Verantwortlichen am Krankenhaus Rummelsberg für Kinder einsetzen, zeigt ein aktueller Fall: Dr. Michael Wachowsky, Chefarzt der Klinik für Kinder-, Jugend- und Neuroorthopädie, und Klinik-Geschäftsführer Frank Stauch ermöglichten einem elfjährigen Jungen aus Angola eine abschließende Operation am Klumpfuß – pro bono. Nach einjähriger Vorbereitung wurde der Eingriff nun in Rummelsberg durchgeführt. Anschließend erhielt der Junge individuell angepasste Orthesen. Die Behandlung hat einen Wert von rund 25.000 Euro.
Vier ambulante Behandlungstermine und drei Operationen später kann Gabriel wieder strahlen: Sein linker Fuß ist korrigiert, der Klumpfuß gehört der Vergangenheit an. Damit ist der elfjährige Junge seinem großen Traum, Fußballer zu werden, wieder ein Stück näher. Über das Friedensdorf International in Dinslaken erreichte die Verantwortlichen am Krankenhaus Rummelsberg im September 2025 die Anfrage, ob Gabriel in der Klinik behandelt werden könne. Geschäftsführer Frank Stauch zögerte nicht und sicherte die kostenfreie Behandlung zu.
In mehreren ambulanten Terminen wurde zunächst ein Ponseti-Gips angelegt, um den angeborenen Klumpfuß, medizinisch „Pes equinovarus congenitus“, schonend zu korrigieren. Anschließend waren mehrere operative Eingriffe notwendig. „Es folgten unter anderem eine Verlängerung der Achillessehne, eine Arthrolyse des oberen Sprunggelenks, eine Fußkorrektur, eine Sehnenverlagerung und eine Unterschenkelosteotomie“, erläutert Chefarzt Dr. Michael Wachowsky, der die Behandlung des elfjährigen Jungen persönlich übernommen hat.
Für die anschließende Versorgung mit einer Lauforthese, einer Nachtorthese und speziellen Orthesenschuhen zeichnete die OrthoTechnik Rummelsberg verantwortlich, die seit Jahren eng und unkompliziert mit der Kinder-, Jugend- und Neuroorthopädie zusammenarbeitet und auch sämtliche Sanitätshaus-Artikel bereit stellt. Orthopädietechniker Sebastian Grasruck fertigte die Hilfsmittel individuell für Gabriel an. Die Kosten von rund 5.000 Euro übernimmt die OrthoTechnik Rummelsberg für Gabriel und das Friedensdorf.
Korrektur sorgt für Normalität
Für Gabriel ist die kostenfreie Behandlung ein Glücksfall – und ein wichtiger Schritt zurück zu Normalität, die er bislang nicht kannte. Schließlich wurde er mit Klumpfüßen geboren. Bereits im vergangenen Jahr war sein rechtes Bein korrigiert worden. Nun sind beide Beine chirurgisch behandelt. „Es fühlt sich gut an“, sagt der Elfjährige.
Schon bald kehrt Gabriel zu seiner Familie nach Angola zurück. Besonders freut er sich darauf, Mama und Papa sein korrigiertes Bein zu zeigen. In Angola besucht er die dritte Klasse. Auch auf den Sportunterricht freut er sich bereits, denn: „Schmerzen habe ich keine.“
Noch ist Gabriel mit Gehhilfen unterwegs. Doch schon bald kann er darauf verzichten – und dann steht auch sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege. Sein großes Vorbild ist Fußballstar Kylian Mbappé: „Ich mag ihn, er ist ein guter Fußballer.“ Und Gabriel hat ein klares Ziel vor Augen: Eines Tages möchte er nach Paris reisen – dorthin, wo sein Fußballidol bereits deutliche Spuren hinterlassen hat.
Sebastian Grasruck von der OrthoTechnik Rummelsberg (links) und Chefarzt Dr. Michael Wachowsky (rechts) zusammen mit Gabriel (Bildmitte) nach Abschluss der Behandlung am Krankenhaus Rummelsberg.
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Über das Krankenhaus Rummelsberg
Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 350 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Geriatrische Rehabilitation weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 13.500 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 140 Millionen Euro wird teilweise durch den Freistaat Bayern gefördert.
Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de.