Leben mit Parkinson
So unterstützt die Komplexbehandlung in den Sana Kliniken Niederlausitz Betroffene
- Höheres Lebensalter und Hirnschädigungen: Zahl der Parkinson-Patienten steigt in der Lausitz
- Interdisziplinär und multimodal: Klinik für Neurologie in Senftenberg setzt auf Komplexbehandlung mit Mix aus Therapie-Bausteinen
- Kostenfreier Infoabend am 1. Juli im Krankenhaus Senftenberg mit Leitender Oberärztin und Therapeuten-Team
Parkinson schleicht sich oft leise in das Leben der Betroffenen: Hände zittern, Schritte werden unsicher, Bewegungen und Reflexe langsamer – Einschränkungen, die Lebensqualität und Selbstständigkeit kosten. Mit der Parkinson-Komplexbehandlung bietet die Klinik für Neurologie der Sana Kliniken Niederlausitz Patienten eine intensive, interdisziplinäre Therapie, damit sie ihr Leben möglichst lange aktiv und selbstbestimmt meistern können. Bei einer kostenfreien Info-Veranstaltung am 1. Juli zeigt Aline Christen, Leitende Oberärztin, gemeinsam mit Therapeuten, wie das Konzept funktioniert und warum Betroffene die Behandlung regelmäßig wiederholen sollten.
Parkinson ist eine Erkrankung des Gehirns, die sich nicht aufhalten lässt. Verlangsamte Bewegungen, steife Muskeln, unkontrollierbares Zittern und instabile Reflexe, die Gleichgewicht und Haltung stören, gehören zu den stärksten motorischen Beeinträchtigungen. Zudem leiden Patienten häufig unter Schlaf- und Verdauungsstörungen, Angstzuständen sowie Schluckbeschwerden. Eine ganze Reihe von Symptomen, die den Alltag zur Herausforderung machen. Selbstständigkeit schwindet Stück für Stück. Lebensqualität geht verloren.
Patienten mit Parkinson wieder mehr Lebensqualität schenken - Aline Christen, Leitende Oberärztin der Klinik für Neurologie, und ein interdisziplinäres Team unterstützen mit gezielten Therapien Betroffene dabei, aktiv und selbstbestimmt zu bleiben.
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Komplexbehandlung besser früher starten
Die Zahl der Betroffenen nimmt auch in der Lausitz zu – zum einen, weil die Menschen immer älter werden und sich mit steigendem Lebensalter das Risiko für die Erkrankung erhöht. Zum anderen sind Hirnschädigungen ein großer Risikofaktor. „Wir können Parkinson-Patienten mit der Komplexbehandlung gezielt dabei unterstützen, ihren Alltag zu erleichtern“, sagt Aline Christen. Die Leitende Oberärztin in der Klinik für Neurologie im Krankenhaus Senftenberg behandelt seit vielen Jahren Parkinson-Patienten. „Das Problem ist: Viele Betroffene kommen zur Erstdiagnose zu uns und bleiben dann oft über Jahre in ambulanter Behandlung. Häufig kommen Patienten erst wieder ins Krankenhaus, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist. Dann ist es für eine Komplexbehandlung nicht selten zu spät“, betont die Fachärztin für Neurologie.
Interdisziplinäres Team. Mehrere Therapie-Bausteine.
Die intensive Therapie besteht aus mehreren Bausteinen und kann einmal im Jahr wahrgenommen werden. Während des mindestens zweiwöchigen stationären Aufenthaltes erhalten Betroffene einen speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Mix aus mehreren Therapieansätzen. „Bei der Parkinson-Komplexbehandlung setzen wir mit einem interdisziplinären, spezialisierten Team intensiv auf Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie und verschiedene ärztliche Therapien. Außerdem schauen wir uns sehr genau den Medikamentenplan an. Unser Ziel ist es immer, die Therapie so zu optimieren, dass im Tagesverlauf möglichst keine Schwankungen auftreten“, erklärt Aline Christen.
Die Leitende Oberärztin Aline Christen und das interdisziplinäre Therapeutenteam erklären in der kostenfreien Infoveranstaltung am 1. Juli wie die Parkinson-Komplexbehandlung dabei hilft, Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.
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Von der Anamnese bis zum Therapieplan
Damit die umfangreiche Therapie so effektiv wie möglich gestaltet werden kann, finden in der Senftenberger Klinik meist maximal zwei Komplexbehandlungen gleichzeitig statt. Die Patienten werden dafür von ihrem behandelnden Hausarzt oder ambulanten Neurologen eingewiesen. Manchmal kommen sie auch notfallmäßig bei einer Verschlechterung. „Wir führen zunächst eine umfangreiche Anamnese sowie klinische Untersuchungen durch. Außerdem gibt es bei Bedarf weitere Diagnostik, zum Beispiel bildgebende Verfahren zur Untersuchung des Gehirns“, erläutert die Leitende Oberärztin. Parallel prüfen die Therapeuten, welche Beeinträchtigungen therapierbar sind und klären in Abstimmung mit dem Patienten, was verbessert werden kann und soll. „Wir besprechen in unseren Teamsitzungen jeden Patienten sehr ausführlich und schauen, wie der Ist-Stand aussieht und welches Ziel erreicht werden soll. Genau daran wird der Therapieplan ausgerichtet, sodass jeder Patient möglichst gezielt gefördert und behandelt wird“, betont Aline Christen. Geballte Fachkompetenz und interdisziplinäre Teamarbeit für optimale Behandlungsergebnisse.
Kostenfreier Info-Abend am 1. Juli
Wie genau die Parkinson-Komplexbehandlung abläuft, welche Therapie-Bausteine zum Einsatz kommen und wie Patienten von dieser intensiven Behandlungsform profitieren. Aline Christen stellt das Konzept gemeinsam mit dem Therapeutenteam bei einer kostenfreien Info-Veranstaltung am 1. Juli vor. Im Anschluss bleibt viel Raum für einen angeregten Austausch und eine offene Diskussion, bei der Teilnehmende auch ihre individuellen Fragen stellen können.
Die Info-Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Barbara-Foyer im Krankenhaus Senftenberg. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.