Coburg,
11
März
2026
|
13:29
Europe/Amsterdam

Modernste Medizintechnik für präzisere Diagnostik

Sana Klinikum Coburg weiht 3-Tesla-MRT und hochmodernes Herzkatheterlabor ein

Zusammenfassung
  • Modernisierung für 1,8 Millionen Euro: Das Sana Klinikum Coburg hat ein 3-Tesla-MRT und ein neues Herzkatheterlabor in Betrieb genommen. Der Umbau erfolgte in rekordverdächtigen drei Wochen – inklusive Demontage, Renovierung und Installation beider Systeme.
  • 3-Tesla-MRT mit KI-Unterstützung: Das neue MRT liefert deutlich schärfere und schnellere Aufnahmen, besonders für neurologische Diagnostik. Es bietet KI-gestützte Bildauswertung, verbesserten Patientenkomfort durch Musik und geringere Lautstärke sowie kürzere Wartezeiten.
  • Modernes Herzkatheterlabor: Das neue HKL ermöglicht das gesamte Spektrum kardiologischer Eingriffe und elektrophysiologischer Untersuchungen auf neuestem Stand. Es arbeitet mit deutlich reduzierter Strahlendosis und geringerem Energieverbrauch.

Das Sana Klinikum Coburg hat jüngst zwei zentrale Bereiche seiner medizinischen Infrastruktur auf den neuesten Stand der Technik gebracht: Ein komplett modernisiertes 3-Tesla-Magnetresonanztomographie-Gerät (MRT) und ein neues Herzkatheterlabor wurden in der vergangenen Woche offiziell in Betrieb genommen. Bereits am Tag der Einweihung fanden die ersten Untersuchungen statt. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,8 Millionen Euro und wurde mit Unterstützung der Sana Kliniken AG realisiert.

Rekordverdächtiger Umbau in nur drei Wochen

In bemerkenswerter Geschwindigkeit wurden die Arbeiten realisiert: Innerhalb von nur drei Wochen wurden die Altgeräte demontiert, beide Räume renoviert – inklusive einer neuen Regelungseinheit für die Lüftungsanlagen – und die neuen Systeme installiert, erprobt und in Betrieb genommen. Neu sind unter anderem auch die getrennten Schalträume für beide Anlagen, was die Arbeitsabläufe für das medizinische Personal optimiert.

„Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zu medizinischer Exzellenz und zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Versorgungsqualität", betont Cluster-Geschäftsführerin Melanie John. „Mit der Modernisierung schaffen wir die technischen Voraussetzungen, um auch künftig auf höchstem Niveau diagnostizieren und behandeln zu können. Dass wir dieses ambitionierte Projekt in so kurzer Zeit realisieren konnten, zeigt die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten."

3-Tesla-MRT: Höchste Bildqualität für neurologische Spitzenmedizin

Die hohe Feldstärke von drei Tesla und die neueste Software ermöglichen deutlich schärfere und detailreichere Aufnahmen als herkömmliche Systeme – ein entscheidender Vorteil insbesondere in der neurologischen Diagnostik. Zudem können die Bilder deutlich schneller erstellt werden – ein entscheidender Vorteil insbesondere in der Notfalldiagnostik.

„Die Bildqualität, die wir mit diesem Gerät erzielen, ist beeindruckend", erklärt Dr. Rudolf Bartunek, Chefarzt der Radiologie. „Feinste anatomische Strukturen, kleinste Läsionen oder Gefäßveränderungen werden mit einer Präzision dargestellt, die uns diagnostische Sicherheit auf höchstem Niveau gibt. Das kommt allen unseren Patienten zugute – vom orthopädischen bis zum onkologischen Fall."

Die Modernisierung ist auch eine strategische Reaktion auf die erfolgreiche Integration der Neuroradiologie im Sommer 2024 und der Neurochirurgie im Dezember 2025. Das 3-Tesla-MRT erfüllt die hohen Anforderungen dieser neurologischen Fachrichtungen an Bildqualität und Detailauflösung und ermöglicht beispielsweise präzise Darstellungen von Nervenbahnen, Hirntumoren oder Wirbelsäulenstrukturen.

Innovative Features: KI-Unterstützung und Patientenkomfort

Ein weiteres technisches Highlight ist die integrierte Schnittstelle zur KI-gestützten Bildauswertung. Künstliche Intelligenz ermöglicht schnellere und schärfere Bilder und trägt so zu noch präziseren Diagnosen bei.

Auch der Patientenkomfort wurde deutlich verbessert: Während der Untersuchung können Patienten nun Musik hören – ein kleines, aber wirkungsvolles Detail, das die oft als unangenehm empfundene MRT-Untersuchung spürbar angenehmer gestaltet. Das neue System ist deutlich leiser als das frühere Modell. Zudem ermöglicht das modernisierte System eine höhere Untersuchungskapazität und damit kürzere Wartezeiten.

Neues Herzkatheterlabor: Präzision für Herz und Rhythmus

Das komplett neue Herzkatheterlabor (HKL) erweitert die Möglichkeiten der Kardiologie erheblich. Es dient nicht nur für klassische Herzkatheter-Eingriffe wie Koronarangiographien oder Stent-Implantationen, sondern wird auch als elektrophysiologisches Labor (EPU) genutzt – für die Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

„Mit diesem hochmodernen Labor können wir das gesamte Spektrum invasiver kardiologischer Diagnostik und Therapie auf neuestem technischen Niveau anbieten", erläutert PD Dr. Mohammed Saad, Chefarzt der Kardiologie. „Von der Akutversorgung ein einem Herzinfarkt über komplexe Interventionen bis hin zu elektrophysiologischen Untersuchungen und Ablationen – wir sind optimal aufgestellt."

Die Verantwortung für die elektrophysiologischen Untersuchungen liegt bei Oberarzt Dr. Mathias Forkmann, der das neue Labor federführend betreut.

Strahlenschutz und Nachhaltigkeit im Fokus

Ein wichtiger Fortschritt betrifft den Strahlenschutz: Das neue Herzkatheterlabor arbeitet mit einer deutlich niedrigeren Strahlendosis als das Vorgängergerät – ein Gewinn sowohl für Patienten als auch für das medizinische Personal, das täglich mit der Technik arbeitet. Zugleich ist der Energieverbrauch geringer, was zur Nachhaltigkeitsstrategie des Klinikums beiträgt.

Zukunftsfähige Infrastruktur für die Region

Die Modernisierung von MRT und Herzkatheterlabor ist ein weiterer Baustein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Sana Klinikums Coburg. Mit den neuen Geräten und der erweiterten Expertise in Kardiologie, Neurologie, Neuroradiologie und Neurochirurgie festigt das Klinikum seine Position als leistungsstarkes Zentrum der medizinischen Versorgung in der Region.

„Wir investieren konsequent in modernste Medizintechnik, weil wir überzeugt sind: Unsere Patienten haben Anspruch auf das Beste", so Cluster-Geschäftsführerin Melanie John. „Diese Investition ist ein Investment in Gesundheit, Sicherheit und Zukunft.”

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Bild (von links): Dr. Rudolf Bartunek, Projektleiterin Kerstin Hofmann, Cluster-Geschäftsführerin Melanie John, Dr. Constantin J. Zühlke und Klinikmanager Marco Zipfel anlässlich der Einweihung des neuen MRT-Geräts (Copyright: SKOF)