Neues Gelenk – neue Beweglichkeit?!
Wie Rapid Recovery und Physiotherapie den Weg zurück in den Alltag unterstützen
- Kostenfreie Patientenveranstaltung am 7. Oktober um 17.30 Uhr in der Spreewaldklinik Lübben
- Endoprothetik-Zentrum und Therapiezentrum informieren über Behandlungswege rund um den Gelenkersatz für Knie und Hüfte
- Fragestunde mit Dr. Andreas Grundbichler, Leiter des Endoprothetik-Zentrums, und Yvonne Erler, Leiterin des Therapiezentrums
Wer sich für ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk entscheidet, der wünscht sich meist vor allem eines: Möglichst schnell und sicher auf eigenen Beinen stehen, um den Alltag wieder selbstbestimmt und mobil zu meistern. Welche Möglichkeiten es heute gibt, die Genesung gezielt zu unterstützen, erfahren Interessierte bei der kostenfreien Patientenveranstaltung „Neues Gelenk – neue Beweglichkeit?!“ am Mittwoch, 7. Oktober, um 17.30 Uhr in der Spreewaldklinik Lübben. Dr. Andreas Grundbichler und Yvonne Erler erläutern, wie das Rapid-Recovery-Konzept und eine gezielte physiotherapeutische Begleitung ineinandergreifen.
Ein künstliches Gelenk ist heute für viele Menschen eine Möglichkeit, Beweglichkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen. Bei fortgeschrittener Arthrose können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Alltag zunehmend bestimmen. Wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten wie Bewegungstraining, Schmerzmedikation oder Injektionen nicht mehr ausreichend helfen, kann ein Gelenkersatz für Knie oder Hüfte eine Option sein.
Doch der Weg zurück zur Beweglichkeit beginnt nicht erst mit der Operation. „Der Erfolg eines Gelenkersatzes hängt nicht nur von einer gelungenen Operation ab. Entscheidend ist das Zusammenspiel vieler einzelner Bausteine – von der guten Vorbereitung über moderne OP-Verfahren bis zur frühzeitigen Mobilisation und gezielten Nachbehandlung“, sagt Dr. Andreas Grundbichler, Leiter des Endoprothetik-Zentrums in der Spreewaldklinik Lübben. Die Einrichtung ist seit dem Jahr 2022 nach EndoCert, einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, zertifiziert. Es ist auf die Versorgung mit Knie- und Hüft-Endoprothesen sowie auf Revisionseingriffe an künstlichen Gelenken spezialisiert.
Spricht am 7. Oktober über die schnelle Genesung nach Gelenkersatz: Dr. Andreas Grundbichler, Leiter des Endoprothetik-Zentrums in der Spreewaldklinik Lübben.
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Rapid Recovery: Viele Schritte – ein Ziel
Um Patienten, die sich für eine Endoprothese entscheiden, optimal auf ihrem Behandlungsweg zu begleiten und eine rasche Genesung zu fördern, hat das Zentrum in den vergangenen Monaten das Rapid Recovery-Programm etabliert. Das Konzept umfasst mehrere Bausteine, die vor, während und nach der Operation zum Einsatz kommen. Die Patienten werden dabei intensiv und aktiv einbezogen: Von der umfassende Information und Vorbereitung auf den Eingriff bis zur frühzeitigen Mobilisation. „Hinzu kommen besonders schonende und blutungsarme OP-Verfahren und ein individualisiertes Schmerzmanagement“, erklärt der Zentrumsleiter. Studien zeigen, dass entsprechende Behandlungskonzepte unter anderem zu einer schnelleren Erholung und kürzeren Krankenhausaufenthalten beitragen können und das Risiko bestimmter Komplikationen reduzieren.
Bei der Patientenveranstaltung am 7. Oktober gibt Dr. Andreas Grundbichler einen Überblick über die wichtigsten Bausteine. Er erläutert unter anderem, welche Rolle eine gute Vorbereitung spielt, worauf es bei modernen und langlebigen Implantaten ankommt und wie sich operative Verfahren weiterentwickelt haben. Auch gewebeschonende Techniken und kleinere Zugänge werden Thema sein.
Yvonne Erler, Leiterin des Therapiezentrums im Klinikum Dahme-Spreewald erklärt, wie Physiotherapie dabei unterstützt, mit dem neuem Gelenk wieder mobil zu werden.
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Bewegung beginnt früh
Ein weiterer entscheidender Baustein auf dem Weg zur raschen Erholung ist die Physiotherapie. Bereits vor der Operation bekommen Patienten die Chance, mit professioneller Unterstützung bestimmte Bewegungsabläufe zu üben. „Wer versteht, wie er sich bewegt, hat mehr Vertrauen in den eigenen Körper. Das schafft Sicherheit – vor allem bei den ersten Schritten nach dem Eingriff“, sagt Yvonne Erler, Leiterin des Therapiezentrums im Klinikum Dahme-Spreewald. Mit ihrem Team ist sie auch nach der Operation an der Seite der Patienten. Bereits am Operationstag oder spätestens am folgenden Tag startet die Frühmobilisierung – in ganz individuellem Tempo. Vom ersten Aufsitzen im Bett über die ersten Schritte durchs Patientenzimmer. Die Therapeuten unterstützen motivierend und emphatisch dabei, Beweglichkeit und Sicherheit zurückzugewinnen. Ein Aktivitätspfad und markierte Gehstrecken auf dem Stationsflur machen dabei persönliche Fortschritte sichtbar und geben Orientierung. „Jeder Schritt zählt – das Tempo ist dabei weniger entscheidend“, betont Yvonne Erler, die im Rahmen der Patientenveranstaltung genauer vorstellen wird, wie Patienten physiotherapeutisch vor und nach dem Gelenkersatz begleitet werden.
Fragestunde mit Experten
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen mit Knie- oder Hüftbeschwerden, an Patienten, bei denen ein Gelenkersatz bevorsteht, sowie an Angehörige und alle Interessierten. Nach den Vorträgen besteht Gelegenheit, persönliche Gesundheitsfragen zum Thema zu stellen. Die Veranstaltung findet am 7. Oktober um 17.30 Uhr im Raum Lubin der Spreewaldklinik Lübben statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.