Cottbus,
10
September
2026
|
11:07
Europe/Amsterdam

Patientensicherheit - von Anfang an

Mit Sicherheit gut versorgt im Sana-Herzzentrum Cottbus

Zusammenfassung

Zusammenfassung

  • Welttag der Patientensicherheit am 17. September: Sana-Herzzentrum Cottbus setzt orangene Zeichen
  • Teamarbeit mit Sicherheit: So sorgt die Spezialklinik für die Sicherheit ihrer Patienten
  • Risikomanagement: Interne Tests und externe Audits für konsequente Qualitätskontrolle

Das Sana-Herzzentrum Cottbus gehört zu den besten Krankenhäusern Deutschlands. Hinter diesem Spitzenplatz stecken nicht allein medizinische Höchstleistungen, sondern das überdurchschnittliche Engagement eines ganzen Teams und ein konsequentes Qualitäts- und Risikomanagement. Tag für Tag. Rund um die Uhr. Ein Beispiel dafür sind die hohen Standards bei der Patientensicherheit – vom ersten „Willkommen“ über tägliche Check-ups bis zum Team-Time-Out im OP.

Die Patienten im Sana-Herzzentrum Cottbus sind häufig hochbetagt, gesundheitlich besonders belastet und stehen vor komplexen Behandlungen oder großen Operationen. Gerade in dieser Situation können kleine Fehler schwerwiegende Folgen haben. Da zählen Sicherheit, gelebte Verantwortung und das Versprechen, in guten Händen zu sein – von Anfang an. Genau deswegen werden Patienten mit größter Aufmerksamkeit durch ihren Aufenthalt in der Spezialklinik begleitet. „Viele Sicherheitsmaßnahmen sind nicht von uns selbst erfunden. Sie ergeben sich aus gesetzlichen Vorgaben, fachlichen Leitlinien und anerkannten Standards, die wir in unsere täglichen Abläufe integriert haben und deren Umsetzung wir regelmäßig überprüfen“, erklärt Nadine Nowka. Die examinierte Krankenschwester kennt die Klinik und ihre Abläufe aus langjähriger eigener Erfahrung. Seit 1999 ist sie dort tätig, seit 2012 im Qualitäts- und Risikomanagement, wo sie eng mit der Pflegedirektorin und Qualitätsmanagementbeauftragten Manuela Lehmann zusammenarbeitet.

Patientensicherheit


Die Sicherheit der Patienten ist im Sana-Herzzentrum Cottbus Teamaufgabe. Nadine Nowka ist deshalb regelmäßig mit Mitarbeitenden aus allen Fachbereichen im Gespräch.

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Sicher – von der Aufnahme bis zur Entlassung

Patientensicherheit beginnt bereits bei der Aufnahme. Nach der Begrüßung werden die persönlichen Daten des Patienten anhand des Personalausweises oder der Gesundheitskarte überprüft. Anschließend wird das Patientenarmband angelegt. Es enthält wichtige Angaben wie Name, Geburtsdatum und Patientennummer und dient während des gesamten Aufenthalts der sicheren Identifikation. „Das Armband bleibt während des gesamten Aufenthalts am Handgelenk. Es ermöglicht den Datenabgleich vor invasiven Maßnahmen und ist besonders wichtig, wenn ein Patient vorübergehend nicht selbst Auskunft geben kann“, erklärt Nadine Nowka. An jeder Schnittstelle – zum Beispiel, wenn ein Patient von der Station zum Herzkatheterlabor oder in den OP gebracht wird, werden Name und Geburtsdatum abgefragt und mit dem Armband und der Patientenakte abgeglichen. „Manche wundern sich, warum wir das immer wieder und wieder wissen wollen, aber das ist die sicherste Art, um Patienten zu identifizieren und dafür zu sorgen, dass es nicht zu Verwechslungen kommt“, sagt sie.

Mehrmals täglich Technik-Checks

Patientensicherheit ist im Cottbuser Herzzentrum Teamaufgabe und beginnt mit vielen Kontrollen im Hintergrund. Wenn die Kardiotechniker ihren Dienst beginnen, bereiten sie die Herz-Lungen-Maschinen für die anstehenden Operationen vor. Dazu gehört eine festgelegte Sicherheitskontrolle, bei der unter anderem die Funktionen der Maschine, die Überwachungssysteme, der Oxygenator und das benötigte Material überprüft werden. Denn während der Operation übernimmt die Herz-Lungen-Maschine vorübergehend die Funktion von Herz und Lunge. Umso wichtiger ist es, dass sie zuverlässig arbeitet.

Auch auf den Stationen und in den Funktionsbereichen gehört die Kontrolle der Medizintechnik zum Beginn jeder Schicht. Überprüft werden unter anderem die Einstellungen der Monitore, die Infusionstechnik und weitere für die Patientenversorgung wichtige Geräte. Besonders umfangreich ist die technische Ausstattung auf der Intensivstation. Hier kommen zusätzlich Geräte zum Einsatz, die bei Bedarf lebenswichtige Funktionen von Herz, Lunge oder Nieren unterstützen oder übernehmen. Auch die Notfallausrüstung wird in den patientennahen Bereichen täglich kontrolliert. Im Alltag sind diese Kontrollen Routine. Im Ernstfall können sie entscheidend sein.

Patientensicherheit


Bereits bei der Aufnahme erhält jeder Patient ein Armband, auf dem die wichtigsten Daten festgehalten sind. Download und Copyright

Ein Fall – viele Experten

Patientensicherheit heißt im Sana-Herzzentrum Cottbus nicht nur Kontrolle, sondern auch Kommunikation. Täglich stimmen sich Herzchirurgen, Kardiologen, Kardioanästhesisten, Intensivmediziner, Pflegekräfte und Spezialisten der Funktionsbereiche miteinander ab, diskutieren Befunde, Risiken und Therapieoptionen. Gebündeltes Expertenwissen für das, was wirklich zählt: Das Leben jedes einzelnen Patienten.

Starker Teamgeist, höchste Professionalität, überdurchschnittliches Engagement und größtes Verantwortungsbewusstsein: All das spüren die Menschen, die sich in der Spezialklinik behandeln lassen – und all das spiegelt sich in internen und externen Bewertungen wider. In der aktuellen Studie „Deutschlands beste Krankenhäuser“ des F.A.Z.-Instituts und ServiceValue erreicht das Sana-Herzzentrum Cottbus den Spitzenplatz als bestes Krankenhaus Deutschlands in der Kategorie 50 bis unter 150 Betten. Die Fachabteilungen Herzchirurgie und Kardiologie erreichen parallel Spitzenplätze in den jeweiligen Abteilungsrankings und werden Sieger.

Routinierte Kommunikation

Diese Auszeichnungen sind kein zufälliger Erfolg, sondern das Ergebnis vieler einzelner Bausteine, auf die das Herzzentrum seit mehr als 30 Jahren setzt.

Dazu gehören auch klar strukturierte Abläufe an besonders sensiblen Stellen. Das Vier-Augen-Prinzip beim Stellen der Medikamente gehört ebenso dazu wie die Call-Recall-Methode, etwa bei der Verabreichung von intravenösen Medikamenten. „Der Arzt gibt die Medikamentenmenge vor. Die Pflegekraft wiederholt die Anweisung laut und verabreicht das Medikament erst, wenn der Arzt die Angabe noch einmal bestätigt hat“, erklärt Nadine Nowka. Gerade in Notfallsituationen, in denen es schnell gehen muss, geben solche festgelegten Abläufe zusätzliche Sicherheit.

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Beim Stellen der Medikamente gilt das Vier-Augen-Prinzip und auch bei der Lagerung von Arzneimitteln gelten im SHC besondere Sicherheitsvorkehrungen.
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Auf Nummer sicher im OP

Auf Nummer sicher gehen auch die Mitarbeitenden im OP. Von der Vorbereitung des Eingriffs bis zur Übergabe des Patienten an das Intensivteam sind wichtige Abläufe klar festgelegt. Schon vor der Operation sorgt die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte dafür, dass die benötigten Instrumente hygienisch aufbereitet und funktionstüchtig sind. Direkt vor dem Eingriff folgt am OP-Tisch das Team-Time-Out. „Der Operateur benennt noch einmal, welcher Patient operiert wird und welcher Eingriff geplant ist. Außerdem wird geprüft, ob alle benötigten Instrumente und Implantate vorhanden sind, die Medizintechnik gecheckt wurde und das gesamte Team für den Eingriff bereit ist“, erklärt Nadine Nowka. Doch die Sicherheitskontrollen enden nicht mit dem Beginn der Operation. Zum Ende des Eingriffs wird anhand eines festgelegten Zählverfahrens kontrolliert, ob alle während der Operation verwendeten Materialien wieder vollständig vorhanden sind. Dazu gehören beispielsweise Tupfer, Nadeln oder Bauchtücher. „Damit stellt das OP-Team sicher, dass nichts im Körper des Patienten zurückbleibt, was dort nicht hingehört“, erläutert sie.

Auch für den Fall, dass bei dieser Kontrolle etwas fehlt, gibt es klare Abläufe. OP-Tupfer und Bauchtücher sind beispielsweise mit einem röntgendichten Markierungsfaden versehen. So kann im Bedarfsfall noch während der Operation mithilfe einer Röntgenaufnahme überprüft werden, ob sich ein solches Material noch im Körper des Patienten befindet.

Sicherheitsvorkehrungen gibt es auch bei der Lagerung von Medikamenten. Arzneimittel, die sich in Aussehen oder Verpackung sehr ähnlich sind, werden beispielsweise getrennt gelagert oder durch zusätzliche Kennzeichnungen eindeutig voneinander unterschieden. Viele dieser Maßnahmen wirken im Alltag unspektakulär. Genau das macht sie allerdings so wichtig: Sie helfen dabei, Fehler zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen.

Kontinuierliche Kontrolle

All das zeigt: Patientensicherheit ist im Cottbuser Herzzentrum kein einmaliges Projekt, sondern Teil des täglichen Qualitäts- und Risikomanagements. Rund 250 Kriterien umfasst der Sana-Präventionskatalog. Er vereint internationale Behandlungsstandards, Vorgaben verschiedener Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Erkenntnisse aus Schadensfällen und Beinahe-Ereignissen, die in Kliniken gemacht wurden. Das Team des Sana-Herzzentrums wird regelmäßig zu verschiedenen Schwerpunkten geschult. Gleichzeitig führt Nadine Nowka interne Kontrollen in den einzelnen Bereichen durch. „Dabei schauen wir genau hin: Wurde in der jeweiligen Situation richtig gehandelt oder gibt es Verbesserungsbedarf?“, erklärt die QM-Mitarbeiterin. Auch von außen wird die Qualität regelmäßig überprüft. Das Sana-Herzzentrum Cottbus stellt sich regelmäßig externen Audits und Zertifizierungen. Zweimal jährlich kommen zudem Qualitätsmanager aus den Sana-Häusern bundesweit zu QM-Konferenzen zusammen. Dort geht es um neue Anforderungen, aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen aus der Praxis. Am Ende geht es immer um dasselbe Ziel: Risiken frühzeitig zu erkennen, aus Fehlern zu lernen und die Sicherheit der Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Patientensicherheit

Schon während der Ausbildung werden Nachwuchskräfte für Patientensicherheit sensibilisiert.

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Aktionen zum Tag der Patientensicherheit

Zum Welttag der Patientensicherheit am 17. September wird das Thema auch im Sana-Herzzentrum Cottbus sichtbar. Das Team SHC trägt orangefarbene Buttons und setzt damit ein Zeichen für Patientensicherheit.

Gleichzeitig können Mitarbeitende im „Room of Error“ ihr Wissen praktisch anwenden: In einem eigens vorbereiteten Patientenzimmer gilt es, mögliche Fehlerquellen und Risiken zu entdecken. Zwei Infostände im Foyer informieren Mitarbeitende und Patienten zudem über verschiedene Aspekte der Patientensicherheit und das Thema Hygiene.

Beim Aktionstag erhält das QM-Team mit Manuela Lehmann und Nadine Nowka Unterstützung von den Auszubildenden und ihren Praxisanleitern. Auch die Hygienefachkraft Katja Rähder ist dabei und setzt einen Schwerpunkt auf das Thema Händehygiene. Gerade für die Auszubildenden bietet der Aktionstag die Möglichkeit, sich frühzeitig mit dem Thema Patientensicherheit auseinanderzusetzen. „Man kann nicht früh genug damit anfangen, Risiken zu erkennen und zu wissen, wie man angemessen darauf reagiert“, sagt Manuela Lehmann. Der sichere Umgang mit Risiken will gelernt sein. Deshalb ist es wichtig, Patientensicherheit bereits in der Ausbildung ganz selbstverständlich mitzudenken. Was heute gelernt und eingeübt wird, wird morgen zur Routine im Arbeitsalltag.

 

 

Über das Sana-Herzzentrum Cottbus

Das Sana-Herzzentrum Cottbus im Herzen der Lausitz bietet medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Qualitätslevel. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Seit der ersten Operation am offenen Herzen am 7. Juni 1995 erbringt ein interdisziplinäres Team Tag für Tag Herzmedizin auf europaweitem Spitzenniveau.

Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist nicht nur ein Krankenhaus in der Versorgungslandschaft. Es ist der Geburtsort der modernen Herzmedizin in Brandenburg. Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg am 7. Juni 1995 haben interdisziplinäre Teams tausenden Patienten geholfen. Mehr als 100.000 behandelte Patienten, eines der leistungsstärksten TAVI-Zentren in Europa, mehrfach ausgezeichnet als beste Kardiologie im Land Brandenburg, ausgezeichnet als beste Herzchirurgie in Deutschland, höchste Weiterempfehlungsquote aller Herzzentren. Alle diese Fakten stehen für die außergewöhnliche Leistung, die hier seit mehr als 30 Jahren erbracht wird.

Über die Sana Kliniken AG