Pflegeexzellenz stärken: Sana setzt auf internationale Impulse
- Vertreterinnen von Sana Kliniken und RKU hospitierten in der Billings Clinic in Montana.
- Mitbestimmung, Personalentwicklung und digitale Innovationen stärken Pflegeexzellenz.
- Am 12. Mai 2026 findet der erste Exzellenzkongress in der Pflege- und Gesundheitsversorgung in Berlin statt.
Wie kann Pflegeexzellenz gelingen? Diese Frage führte Vertreterinnen der Universitäts‑ und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) und der Sana Kliniken AG in die Billings Clinic nach Montana (USA). Die renommierte Einrichtung gilt als Vorreiterin der Magnet®-Philosophie, einem international anerkannten Modell für Pflegequalität, Mitarbeiterbindung und Patientensicherheit. Die Hospitation wurde mit vier Stipendien durch die B. Braun Stiftung gefördert.
Im Rahmen der Hospitation erhielten Birgit Feil (Magnet Nursing Director, Neurology/Orthopaedics) und Carolin Gindele (Head of Quality- and Processmanagement, Orthopädische Universitätsklinik und Zentrum für Integrierte Rehabilitation) vom RKU sowie Theresa Machauer (Projektleitung, Sana Kliniken AG) wertvolle Einblicke in Strukturen, Führungsmodelle und Programme, die Pflegekräfte nachhaltig stärken.
Gemeinsam für Pflegeexzellenz
Inspiriert durch die internationalen Einblicke richtet Sana am 12. Mai 2026 den ersten Exzellenzkongress in der Pflege- und Gesundheitsversorgung in Berlin aus. Unter dem Motto „Gemeinsam für Pflegeexzellenz“ referieren Expertinnen und Experten zu zukunftsweisenden Themen.
Verantwortung und Beteiligung
Die Billings Clinic überzeugte durch eine klar strukturierte Pflegeorganisation, in der Verantwortung und Beteiligung aktiv gefördert werden. Über sogenannte Shared-Governance-Strukturen wirken Pflegende direkt an Entscheidungsprozessen und der Weiterentwicklung der Praxis mit. Kliniken mit Magnet-Status zeichnen sich durch exzellente Patientenergebnisse sowie eine hohe Zufriedenheit der Pflegefachpersonen aus. „Die Atmosphäre war geprägt von Wertschätzung und echter Partizipation“, betont Birgit Feil. „Pflege wird hier nicht nur ausgeführt, sondern gestaltet. Und genau das stärkt Qualität und Berufsstolz.“
Förderung von Kompetenz und Bindung
Ein besonderes Augenmerk lag auf den systematischen Programmen zur Personalentwicklung. Das Nurse Residency Program begleitet neue Pflegefachpersonen über ein Jahr hinweg mit praxisnahen Modulen, individueller Begleitung und kontinuierlicher Evaluation. Das ergänzende SOAR-Programm (Successful Orientation Aimed to Retention) sorgt für strukturierte Einarbeitung und langfristige Bindung.
Chief Operating Officer der Sana Kliniken AG Dr. Jens Schick sagt: „Der Weg zur Magnet-Zertifizierung bedeutet einen Kulturwandel. Der Fokus liegt auf Patientenorientierung und Beteiligung aller Berufsgruppen. Für das Wichtigste im Leben: Die Gesundheit jedes Einzelnen.“ „Die gezielte Förderung und Unterstützung des Pflegepersonals ist ein zentraler Erfolgsfaktor“, ergänzt Dr. Helene Maucher, Bereichsleitung Pflege der Sana Kliniken AG und Pflegedirektorin am RKU. „Exzellente Pflege entsteht bei den Menschen, nicht alleine in Strukturen.“
Digitale Innovationen und Pflegeforschung
Ein weiterer Schwerpunkt war die Integration digitaler Technologien. An der Billings Clinic übernimmt die Abteilung Nursing Informatics, geleitet von Pflegefachpersonen, eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung digitaler Arbeitsprozesse ein. Dazu gehören zum Beispiel KI-gestützte Dokumentation über Sprachsteuerung oder sensorische Systeme zur Sturzprävention.
Pflegeforschung ist in den USA längst gelebte Praxis. Pflegende werden ermutigt, eigene Studien und Projekte umzusetzen. Eine ausgeprägte Anerkennungskultur – beispielsweise durch den Daisy Award – macht Leistungen sichtbar und stärkt Identifikation. Für Sana ist dieses Verständnis ein zentraler Aspekt für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung in der Pflege.
Globale Perspektiven
Kurze Zeit nach der Hospitation nahm die Delegation an der „Magnet® und Pathway to Excellence® Conference“ 2025 in Atlanta teil. Gemeinsam mit über 10.000 Pflegeexpertinnen und -experten aus aller Welt. Unter dem Motto „Every nurse is a leader“ standen Themen wie Leadership, Digitalisierung und interprofessionelle Zusammenarbeit im Mittelpunkt. „Die Konferenz hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark Pflege weltweit vernetzt ist. Zum einen als Wissenschaft und Innovationstreiber, zum anderen als Leadership-Disziplin“, sagt Carolin Gindele. „Diese Dynamik wollen wir auch in Deutschland weitertragen.“
Pflegeexzellenz als gemeinsames Ziel
Die von der B. Braun Stiftung ermöglichte Hospitation war ein bedeutender Beitrag zum internationalen Wissenstransfer in der Pflege. Für das RKU, das als erste deutsche Klinik auf dem Weg zur Magnet-Zertifizierung ist, bot sie wertvolle Orientierung, insbesondere in Bezug auf Shared Governance, Führungskultur und klinische Forschung. Für die Sana Kliniken AG ergeben sich Impulse zur Stärkung pflegerischer Beteiligung an Digitalprojekten und zur Entwicklung strukturierter Programme für Nachwuchsführungskräfte. „Pflegeexzellenz entsteht dort, wo Kompetenz, Forschung, Digitalisierung und Wertschätzung in einer gemeinsamen Haltung verbunden werden“, fasst Theresa Machauer zusammen. „Diese Haltung möchten wir in unseren Einrichtungen nachhaltig verankern.“
Mit dem ersten Exzellenzkongress in der Pflege- und Gesundheitsversorgung in Berlin trägt Sana gemeinsam mit namhaften Expertinnen und Experten dazu bei, internationale Pflegeexzellenz nach Deutschland zu bringen.
Mehr Informationen: Magnetkrankenhaus: Qualitätsentwicklung in der Pflege
Vertreterinnen der Universitäts‑ und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) sowie der Sana Kliniken AG besuchten die Billings Clinic in Montana (USA).
Vertreterinnen der Universitäts‑ und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) sowie der Sana Kliniken AG nahmen an der „Magnet® und Pathway to Excellence® Conference“ 2025 in Atlanta teil.
Über die Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm
Die RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm sind Kliniken der Maximalversorgung mit den Schwerpunkten Orthopädie und Neurologie. Sie vereinen die Akutversorgung und die anschließende medizinische und berufliche Rehabilitation von Patienten in diesen Fachrichtungen unter einem gemeinsamen Dach.