Coburg,
25
September
2026
|
13:48
Europe/Amsterdam

Sana Klinikum Coburg richtet Perinatalversorgung ab Q1 2027 neu aus

Versorgung bleibt wohnortnah und stark

Zusammenfassung
  • Ab Q1 2027 richtet das Sana Klinikum Coburg die Perinatalversorgung als Versorgungsstufe III aus: eine wohnortnahe, sichere Betreuung für Reifgeborene und späte Frühgeborene (≥ 32+0 SSW, ≥ 1.500 g) sowie definierte Risikoschwangerschaften bleibt dabei verlässlich am Standort erhalten.
  • Die Umstellung betrifft nur sehr wenige, seltene Hochrisikofälle; Fortschritte in der Geburtshilfe und ein starkes Versorgungsnetzwerk machen extrem frühe Frühgeburten rar. Das Klinikum orientiert sein Angebot konsequent am Bedarf und gewährleistet bei notwendigen Verlegungen nahtlose Übergänge im starken Netzwerk.
  • Kinderklinik und Neonatologie bleiben leistungsfähig: die pädiatrische Akut‑ und Intensivmedizin wird fortgeführt; auch komplexere Behandlungen über 1.500 g sind möglich. 

Das Sana Klinikum Coburg stellt sein Perinatalzentrum ab Q1 2027 auf Versorgungsstufe III (PNZ Level 3) um und hält damit die Betreuung für werdende Eltern in der Region weiterhin wohnortnah und sicher vor. Künftig stehen die Fälle im Fokus, die den aller größten Teil der Versorgung ausmachen: Reifgeborene und späte Frühgeborene ab 32+0 Schwangerschaftswochen und mit einem Geburtsgewicht ab 1.500 Gramm. Weiterhin versorgt werden Risikoschwangere, etwa mit Zervixinsuffizienz, Mehrlingsschwangerschaften, fetaler Wachstumsrestriktion sowie insulinpflichtiger Schwangerschaftsdiabetes - sofern keine Kriterien für eine höhere Versorgungsstufe vorliegen.

Hintergrund der Neuordnung sind sehr hohe Vorhaltekosten für die inzwischen äußerst seltenen Fälle ganz früher Frühgeburten bei gleichzeitig sinkenden Geburtenzahlen insgesamt. „Dass diese Fälle heute so selten sind, ist eine gute Nachricht: Es ist eine Errungenschaft der modernen Geburtshilfe und der vernetzten Versorgungsstruktur in unserer Region – gemeinsam mit den niedergelassenen Praxen –, dass Geburten in schwierigen Situationen immer häufiger hinausgezögert werden können und sich näher an den errechneten Termin annähern. In Coburg betrifft die Umstellung daher nur eine sehr geringe Zahl von Fällen“, ordnet die Geschäftsführerin des Sana Klinikums Coburg, Melanie John, ein.

Das Klinikum richtet sein Leistungsspektrum konsequent am Bedarf der Patientinnen und Kinder aus. „Wir orientieren uns an den Bedarfen der Menschen in unserer Region. Für die überwältigende Mehrheit der werdenden Eltern ändert sich nichts: Sie sind in Coburg weiterhin gut und sicher versorgt. Für die sehr wenigen Fälle, die eine höherstufige Behandlung benötigen, stellen wir über unser starkes Netzwerk eine nahtlose Weiterbehandlung sicher – ohne Versorgungsbrüche und mit klaren Pfaden“, stellt die Geschäftsführerin weiterhin klar.

Für Patientinnen bleibt das Sana Klinikum Coburg die erste Anlaufstelle – auch bei Risikoschwangerschaften. Im Regelfall erfolgt auch deren Betreuung am Standort. In komplexeren Situationen wird frühzeitig das Netzwerk im Perinatalzentrum Nordfranken eingebunden. Mit den Partnerkliniken in Bamberg, Bayreuth, Schweinfurt und Erlangen arbeitet das Klinikum eng zusammen, unter anderem über strukturierte Fallkonferenzen und Videosprechstunden. Wenn medizinisch notwendig und sinnvoll, kann eine Verlegung in ein Zentrum höherer Versorgungsstufe nahtlos organisiert werden.

Auch die Kinderklinik bleibt ein leistungsfähiger Schwerpunkt des Sana Klinikums Coburg. Die pädiatrische Akut- und Intensivmedizin für Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird – unabhängig von der geburtshilflichen Einstufung – fortgeführt und weiterentwickelt. Auch komplexere Behandlungsfälle über 1.500 Gramm Geburtsgewicht können weiterhin am Standort versorgt werden, einschließlich intensivmedizinischer Maßnahmen, wenn dies medizinisch angezeigt ist.

Die Neonatologie, also die Versorgung, Behandlung und medizinischen Betreuung von Frühgeborenen sowie kranken Neugeborenen bleibt am Standort erhalten. „Somit bietet das Sana Klinikum Coburg von der Erstversorgung im Kreißsaal über eine engmaschige Überwachung für Frühchen und kranke Neugeborene bis hin zu notwendiger Atemunterstützung, weiterhin ein hohes Maß an Sicherheit für werdende Eltern und junge Familien“, erläutert Melanie John.

Mit der Neuordnung stellen sich die Sana Kliniken Oberfranken zugleich zukunftsfest auf. Durch die Verlagerung der Geburtshilfe und der stationären Gynäkologie am Standort Lichtenfels werden Kompetenzen und Strukturen sinnvoll gebündelt.

Sana Klinikum Coburg

Bild: Außenaufnahme des Sana Klinikums Coburg (Copyright: SKOF)