Remscheid,
05
August
2026
|
11:09
Europe/Amsterdam

Sana-Klinikum Remscheid stellt stationäre HNO-Versorgung zum 30. September 2026 ein — Prüfung einer Weiterentwicklung läuft

Klinikum prüft mögliche Optionen für eine HNO-Versorgung am Standort.

Dabei ziehen Sana-Klinikum, Stadt und Kassenärztliche Vereinigung an einem Strang. 

Das Sana-Klinikum Remscheid wird die stationäre Hals-Nasen-Ohren-Versorgung zum 30. September 2026 einstellen. Die Entscheidung trägt einer strukturellen Entwicklung im Krankenhauswesen Rechnung, die stationäre HNO-Kapazitäten in der bisherigen Form zunehmend infrage stellt. Unabhängig davon prüft das Klinikum derzeit, ob und in welcher Form eine HNO-Versorgung am Standort langfristig erhalten werden kann.

Die stationäre HNO-Medizin hat sich grundlegend gewandelt. Ein wachsender Anteil der Behandlungen wird heute ambulant durchgeführt, während sich die Rahmenbedingungen für kleinere stationäre Fachabteilungen zunehmend verschärfen. Das Klinikum reagiert auf diese Entwicklung mit der Einstellung der stationären HNO-Versorgung zum 30. September 2026. „Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht. Sie ist die Konsequenz aus einer Entwicklung, die viele Krankenhäuser in Deutschland betrifft. Gleichzeitig prüfen wir intensiv, ob wir die HNO-Versorgung für Remscheid in einer neuen Form erhalten können", erklärt Janine Bender, Geschäftsführerin am Sana-Klinikum Remscheid.

Prüfung einer möglichen Weiterentwicklung

Parallel zur Einstellung der stationären Versorgung prüft das Sana-Klinikum gemeinsam mit niedergelassenen HNO-Fachärzten in der Region, ob eine HNO-Versorgung am Standort in neuer Form — etwa als Belegabteilung — langfristig möglich ist. Eine solche Lösung würde es niedergelassenen Spezialisten erlauben, ihre Patienten bei Bedarf stationär im Klinikum zu behandeln. Die Prüfung steht am Anfang; ein Ergebnis ist offen.

Dabei ziehen Sana-Klinikum, Stadt und Kassenärztliche Vereinigung an einem Strang. Thomas Neuhaus, Gesundheitsdezernent der Stadt Remscheid, betont die Bedeutung einer dauerhaften Lösung: „Die Stadt Remscheid steht in engem Austausch mit dem Klinikum und der ärztlichen Selbstverwaltung. Uns ist wichtig, dass die HNO-Versorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger erhalten bleibt — in welcher Form auch immer. Wir begleiten den Prüfprozess konstruktiv." Auch die Kassenärztliche Vereinigung sieht sich in der Pflicht: „Wir nehmen die Sorgen der Remscheider Bevölkerung sehr ernst. Gemeinsam mit dem Sana-Klinikum und den niedergelassenen HNO-Ärztinnen und -Ärzten werden wir in den kommenden Wochen Optionen evaluieren, wie eine wohnortnahe HNO-Versorgung dauerhaft gesichert werden kann", erklärt Dr. med. Bettina Stiel-Theben, Vorsitzende der KV-Kreisstelle Remscheid.

Über das Sana-Klinikum Remscheid GmbH

Die Sana-Klinikum Remscheid GmbH ist mit 506 Planbetten eines der größten Häuser unter den Kliniken der Sana Kliniken AG – einer der großen privaten Krankenhausträger Deutschlands. Für die Bürger in Remscheid und der gesamten Region ist das Sana Klinikum Remscheid erste Anlaufstelle für akute und chronische Erkrankungen. Fachübergreifend gewährleisten 14 Abteilungen und acht interdisziplinäre Zentren eine exzellente medizinische Behandlung. Das breite und spezialisierte Spektrum an qualifizierten Leistungen bietet Patienten eine qualitativ hochwertige, umfassende Generationenmedizin von Schwangerschaft und Geburt über Kinder- und Jugendmedizin bis hin zur Medizin des erwachsenen und auch älteren Menschen – und das alles unter einem Dach. Mehr als 1.000 Mitarbeiter arbeiten an zwei Standorten (Klinikum in der Burger Straße Remscheid und Tagesklinik und Psychiatrische Institutsambulanz Wuppertal) Hand in Hand für die Gesundheit und das Wohl der jährlich etwa 24.000 stationären und 45.000 ambulanten Patienten.

Über die Sana Kliniken AG