Ismaning,
17
Oktober
2025
|
12:00
Europe/Amsterdam

Sana setzt sich für uneingeschränkten Zugang zu medizinischen Leistungen ein

Zusammenfassung

Ein eingeschränkter Zugang zu Gesundheitsleistungen in Deutschland kann und darf nicht unser Ziel sein. Die Diskussion der vergangenen Wochen hat gezeigt, wie wichtig ein offener und respektvoller Dialog über die Zukunft unseres Gesundheitswesens ist. Klar ist: nur gemeinsam werden Politik, Leistungserbringer und Kostenträger eine verlässliche Versorgung für jeden Einzelnen in Deutschland sichern können. 

Wer sich intensiver mit der Sicht von Sana CEO Thomas Lemke auf die Herausforderungen in unserem Gesundheitssystem beschäftigen möchte, findet hier das aktuelle Capital-Interview (Bezahlschranke):

Gesundheitssystem: Chef von Klinikbetreiber Sana warnt vor Kollaps - Capital.de

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In einem Podcast im September hatte Sana CEO Thomas Lemke die Frage aufgeworfen, wie wir in einer älter werdenden Gesellschaft mit begrenzten Ressourcen umgehen – insbesondere mit der seit Jahren unzureichenden Finanzierung durch Bund und Länder sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung. 

Im Fokus: Wollen wir den Menschen in Deutschland auch künftig einen uneingeschränkten Zugang zu medizinischen Leistungen garantieren? 

Unsere Position ist klar: Ja! Notwendige Behandlungen gehören selbstverständlich zur Versorgung und ermöglichen ein beschwerdefreies Leben, unabhängig vom Alter. Maßstab bleiben allein die medizinische Indikation und das Wohlergehen jedes einzelnen Menschen, nicht das Geburtsdatum. Damit dieses Versorgungsniveau langfristig erhalten bleibt, müssen jedoch alle Akteure handeln – Kostenträger, Leistungserbringer und vor allem die Politik. Erforderlich sind jetzt ein stabiler Finanzierungsrahmen, spürbar weniger Bürokratie und echte Freiräume. 

Limitierte Zugänge zu medizinischen Leistungen sind nicht hinnehmbar

Der uneingeschränkte Zugang zu medizinischen Leistungen ist in Deutschland ein hohes Gut und gesamtgesellschaftliches Verständnis. Dafür stehen die Sana Kliniken und dafür setzt sich unser CEO Thomas Lemke seit vielen Jahren ein. Limitierte Zugänge zum Gesundheitswesen, wie es sie in anderen Ländern wie der Schweiz oder in Großbritannien mit jahrelangen Wartezeiten für Operationen gibt, können wir in Deutschland nicht hinnehmen. Um unser Gesundheitssystem jedoch auch weiterhin leistungsfähig zu halten und gleichzeitig den politisch gewollten Umbau der Krankenhauslandschaft in Deutschland voranzutreiben, sind jetzt dringend Reformen und insbesondere eine auskömmliche Finanzierung der Kliniken notwendig.

Kliniken in Not

Seit 2022 erleben wir hierzulande eine Insolvenzwelle unter Kliniken sondergleichen, weil die Politik dramatisch gestiegene Kosten für beispielsweise Energie, Bau, IT, Lebensmittel und Medizinprodukte nicht annähernd ausgleicht. Zudem kommen Bund und Länder seit langem ihrer grundgesetzlichen Verpflichtung nicht nach, Betriebskosten und notwendige Investitionen der Kliniken ausreichend zu finanzieren. Dies gilt für alle Krankenhäuser in Deutschland – kommunale, freigemeinnützige, konfessionelle und private Einrichtungen. Die Defizite deutscher Kliniken belaufen sich inzwischen auf mehr als 10 Milliarden Euro.

Paradigmenwechsel ist notwendig

Darüber hinaus verbringen Pflegekräfte und Ärzte heute bis zu drei Stunden täglich mit Dokumentationsaufgaben auf Grund regulatorischer Vorgaben. Deren Nutzen sind oftmals nicht nachgewiesen. Tendenz steigend durch zusätzliche regulatorische Vorgaben seitens der Politik! Diese Zeit fehlt dem Klinikpersonal für den Patienten. Daher ist - neben der ausreichenden Finanzierung - ein dramatischer Bürokratieabbau als weiterer Reformschwerpunkt zwingend notwendig. Wir benötigen einen Paradigmenwechsel im deutschen Gesundheitswesen: statt Kliniken oder Patienten mit immer neuen Sanktionen und Vorgaben zu belegen, würden Anreize und Freiräume viel schneller notwendige Veränderungen im Gesundheitssystem nach sich ziehen und die Suche nach innovativen Lösungen für das Gesundheitswesen der Zukunft beschleunigen. Dies käme der Gesundheitsversorgung nicht nur in Großstädten zu Gute, sondern gerade auch der Versorgung im ländlichen Raum, die Sana ganz besonders am Herzen liegt.