Sektorenübergreifender Fachdialog auf dem zweitem Sana-Symposion Wirbelsäule und Schulter: Früherer Bandscheiben-Patient nimmt an Ironmans und Ultramarathons teil
Etwa 80 interessierte Ärztinnen und Ärzte haben am Mittwoch (14. Oktober) in Köln am 2. Sana-Symposium zu modernen Therapiekonzepten bei Erkrankungen der Wirbelsäule und Schulter teilgenommen. Die Mediziner aus dem niedergelassenen und klinischen Bereich sowie Experten aus Physiotherapie und Rehabilitation waren der Einladung ins Ameron-Hotel am Melatengürtel gefolgt, um sich über aktuelle Entwicklungen und praxistaugliche Innovationen in beiden orthopädischen Bereichen auszutauschen.
Konzeptionell entwickelt wurde die Veranstaltung von Dr. med. Biren Desai (Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie am Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln), Prof. Dr. med. Thomas L. Schneider (Chefarzt der Schulterchirurgie am Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln) und Dr. med. Jens Kellinghaus (Chefarzt der Schulterchirurgie am Sana-Krankenhaus Hürth).
Enger Austausch zwischen niedergelassenen und klinisch tätigen Medizinern von großer Bedeutung
Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der beiden Fachabteilungen des Sana Dreifaltigkeits-Krankenhauses Köln (Sana DFK) bot den Gästen ein breites Spektrum an praxisnahen Themen – von bewährten Techniken bis hin zu modernen innovativen Ansätzen. Die Klinikärzte hoben dabei hervor, wie wichtig es auch für eine hochspezialisierte und führende Fachklinik für Orthopädie und Sporttraumatologie wie dem Sana DFK ist, den Kontakt mit den ambulanten Kolleginnen und Kollegen zu halten und auch auszubauen.
Bei ihren Fachvorträgen spannten die Chefärzte und Referenten einen weiten Bogen über die beiden Entitäten Wirbelsäule und Schulter. So berichtete Dr. Desai (Foto oben) detailreich aus der Praxis der Bandscheibenprothetik am Sana DFK, die seit 16 Jahren zum Einsatz kommt. Außerdem stellte der Wirbelsäulen-Experte chirurgische Verfahren bei Skoliose und ihren Symptomatiken vor.
Professor Schneider (Foto oben) und Dr. Kellinghaus blickten auf die medizinischen und medizintechnischen Entwicklungen in der Endoprothethik der Schulter in den vergangenen 25 Jahren zurück. Moderne Implantatdesigns, minimal-invasive Operationstechniken und innovative Technologien lassen dabei selbst komplexe Schultererkrankungen heutzutage schonend behandeln.
Dr. Kellinghaus (Foto oben) und Dr. Fabio Schmitt Sanchez verdeutlichten die Vorteile, die sich durch einen integrierten Ansatz aus ambulanter und stationärer Versorgung für die Patientinnen und Patienten ergeben. So bestehen ambulante Versorgungsoptionen im Schulterzentrum Rheinland von Sana und Med 360° bei Rotatorenmanschettenläsionen, dem Impingementsyndrom und Schulterinstabilitäten.
Weitere Vorträge im Bereich der Wirbelsäule hielten Dr. Daniel Boluki und Dr. Jonas Greive zur Wirbelkörperfraktur, der lumbalen Spinalkanalstenose und deren chirurgische beziehungsweise konservative Therapieoptionen oder der zeitgerechten Therapie von zervikalen Myelopathien.
Für die Schulter verfolgten die Teilnehmer Vorträge von Dr. Stephan Schnorbach und Dr. Saro Na über bewährte Verfahren und neue Konzepte bei subkapitalen und periprothetischen Frakturen sowie über Strategien bei der Digitalisierung und Implantatdesigns wie 3D-geplante Custom Made-Prothesen der inversen Schulterprothese. Dr. Daniela Wiefhoff unterstrich in ihrem Vortrag den Stellenwert der anatomischen Schulterprothese im Jahr 2026.
Wirbelsäulen-Patient nimmt nach Bandscheiben-Operation wieder an Ultramarathons und Triathlon-Wettkämpfen teil
Ein Höhepunkt des 2. Sana-Symposiums war der Vortrag eines ehemaligen Patienten. Er verkörperte im sprichwörtlichen Sinn, welche Möglichkeiten die moderne Wirbelsäulenchirurgie eröffnen kann. Als ambitionierter Leistungssportler musste er aufgrund erheblicher Rückenschmerzen und einer deutlichen funktionellen Einschränkung seinen Sport vor der Operation aufgeben. Im Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus wurde bei ihm eine lumbale Bandscheibenprothese implantiert. Die Operation markierte einen entscheidenden Wendepunkt: Nach dem Eingriff war der Patient beschwerdefrei und konnte schrittweise in den Leistungssport zurückkehren. Anschaulich schilderte er in seinem Vortrag sowohl die belastende Zeit vor der Operation als auch den Weg zurück in ein aktives und leistungsorientiertes Leben. Nach der Operation konnte der Patient nicht nur wieder an seine frühere sportliche Leistungsfähigkeit anknüpfen, sondern sogar vier „Ironman“-Triathlonwettbewerbe sowie mehrere Ultramarathons erfolgreich absolvieren – und das nach eigenen Angaben schmerzfrei.
Diese Patientengeschichte verdeutlicht, welches Potenzial in der modernen Wirbelsäulenchirurgie liegt. Bei sorgfältiger Diagnostik, einer individuell abgestimmten Therapie und einer entsprechenden Indikationsstellung können gute bis hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Für bestimmte Patientinnen und Patienten kann dies bedeuten, nicht nur Schmerzen zu lindern, sondern auch Lebensqualität, Mobilität und die Möglichkeit zur Ausübung anspruchsvoller sportlicher Aktivitäten zurückzugewinnen. Rückenschmerzen müssen also nicht zwangsläufig das Ende eines aktiven Lebens bedeuten. Moderne Behandlungsmöglichkeiten können neue Perspektiven eröffnen und Hoffnung geben, wenn sie gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden.
(Die Referentin und die Referenten v.l.n.r.: Stephan Schnorbach, Oberarzt im Sana-Krankenhaus Hürth; Dr. Jonas Greive, Sana DFK; Dr. Daniel Boluki, Oberarzt im Sana DFK; Dr. Saro Na, Oberarzt im Sana DFK; die Chefärzte Dr. Biren Desai, Professor Dr. Thomas L. Schneider und Dr. Jens Kellinghaus; Dr. Fabio Schmitt Sanchez, Facharzt bei Med 360°; Dr. Daniela Wiefhoff, Sana DFK | Foto: Laura Zurybida)
“Medizinischer Qualitätsanspruch und partnerschaftlicher Dialog”
Das anschließende "Come Together" bei Fingerfood und Kölsch bot den passenden Rahmen für vertiefende Gespräche zwischen den klinischen Experten und ihren niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. „Der exzellente Austausch zwischen unseren Krankenhaus-Teams und den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen ist ein wichtiger Baustein für eine erstklassige Patientenversorgung“, betont Hannah Kador, Geschäftsführerin des Sana Dreifaltigkeits-Krankenhauses Köln und des Sana-Krankenhauses Hürth, den für sie wichtigsten Ertrag der Veranstaltung. „Die Resonanz mit rund 80 Teilnehmenden zeigt auf, dass wir mit unserem medizinischen Qualitätsanspruch und dem partnerschaftlichen, direkten Dialog mit den Zuweisern auf dem richtigen Weg sind“, sagt Kador. Die Ärztekammer Nordrhein hat das Symposium wie im vergangenen Jahr mit fünf Fortbildungspunkten (CME) zertifiziert.
Hier steht eine Bildbeschreibung in kursiv
Hier den Link zum entsprechenden Bild im Asset Manager einfügen: Download und Copyright
Über das Sana-Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln
Als Fachklinik für Orthopädie und Sporttraumatologie mit angeschlossenem Medizinischen Rehabilitationszentrum bieten wir unseren Patienten eine hochspezialisierte Behandlung in den Bereichen Wirbelsäule, Schulter, Knie und Hüfte, Fuß und Sprunggelenk sowie in der speziellen Sporttraumatologie. Dabei steht das Wohl unserer Patienten für uns an erster Stelle und ist Leitgedanke unseres täglichen Handelns. Mit Qualität, Menschlichkeit, Vertrauen und der Nähe zu unseren Patienten sorgen wir ebenso für eine Wohlfühlatmosphäre wie mit dem modernen und freundlichen Ambiente unserer Klinik.



