Sieben neue Lausitzer auf einen Streich
Geburtshilfe Lauchhammer zeigt, wie sich Sicherheit und Nähe anfühlen
- Sieben Geburten an einem Tag in der Sana-Geburtshilfe Lauchhammer
- Familienorientierte Begleitung mit Stillrate deutlich über dem Bundesdurchschnitt
- Sichere Versorgung auch bei Frühgeburten ab der 32. Schwangerschaftswoche
Es gibt Tage im Kreißsaal, die verlaufen ruhig und planbar. Und es gibt Tage, an denen ein neues Leben auf das nächste folgt. Am Donnerstag (16. April 2026) war so ein Tag in Lauchhammer. Kaum ist in einem Kreißsaal das erste Kind geboren, wird im anderen schon wieder leise gesprochen, begleitet, unterstützt. Türen gehen auf und zu, leise Schritte auf dem Flur, konzentrierte Blicke – und mittendrin immer wieder dieser eine besondere Moment: Ein erster Atemzug. Ein erster Schrei. Jede Menge Emotionen.
Alizia Ruth ist am Donnerstag als erstes geboren worden. Kurz danach Livia. Später dann Gustav, Oskar Carl, Lion, Adjifac und Miro Lasse. Sieben Kinder. Sieben Anfänge. Und für jede Familie der wichtigste und bedeutsamste Moment. Für das Team der Geburtshilfe in den Sana Kliniken Niederlausitz ist es ein Tag, der alles abverlangt – und gleichzeitig eindrucksvoll zeigt, worum es hier geht. „Man kann so einen Tag nicht planen“, sagt Dipl.-Med. Maher El Kaissi, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Aber man kann sich darauf vorbereiten. Mit Erfahrung, mit klaren Abläufen und mit einem Team, das sich aufeinander verlassen kann. Tage wie solche zeigen, dass unsere Arbeit ankommt. Dass Eltern uns vertrauen. Und dass wir als Team genau das leisten, was Familien in diesem Moment brauchen.“
Sieben kleine Menschen. Sieben Geschichten, die am selben Tag begonnen haben - möglich durch ein starkes Geburtshilfeteam, das Hand in Hand zusammen arbeitet.
Wenn jemand einfach da ist
Eine Geburt braucht keinen festen Ablauf, darin ist sich das gesamte Geburtshilfeteam in den Sana Klinken Niederlausitz einig. Sie braucht Menschen, die fachkompetent begleiten. Nähe und Sicherheit geben. In Lauchhammer erleben werdende Eltern genau das: Ein Team aus Hebammen und Fachärzten, das Zeit gibt, zuhört, Ängste nimmt. Genau deshalb sind beispielweise Begleitpersonen selbstverständlich im Kreißsaal immer willkommen. Entscheidungen werden hier nicht aus fachlicher Sicht vorgegeben, sondern gemeinsam mit den Familien getroffen. Vor allem zeichnet die Klinik jedoch eines aus - jemand bleibt an der Seite. Oft über viele Stunden hinweg. „Wir wechseln nicht einfach durch oder verbreiten Hektik – wir bleiben bei den Frauen und sind für sie da“, sagt Hebamme Sarah Hebestreit. Sie hat im Tagdienst die ersten Kinder auf die Welt begleitet. „Aus der Erfahrung merkt man irgendwann, wann jemand Sicherheit braucht, wann Ruhe – und wann einfach nur eine Hand, die da ist.“ Das elfköpfige Hebammenteam im Kreißsaal in Lauchhammer ist das Rückgrat dieser Begleitung. Es sorgt dafür, dass aus einem medizinischen Prozess ein persönlicher Weg wird.
Sicherheit, die man nicht erklären muss
Während im Vordergrund begleitet wird, ist im Hintergrund alles vorbereitet. In Lauchhammer können Kinder bereits ab der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt gebracht werden. Die Wege sind kurz, die Abstimmung klar. Wenn es notwendig wird, ist das Team der Pädiatrie und Neonatologie unter Leitung von Chefärztin Dr. Carolin Stegemann direkt eingebunden. Geburts- und Kinderklinik arbeiten Seite an Seite – auch räumlich. Denn die direkt benachbarten Stationen erreichen die Kreißsäle über einen direkten Zugang. Für viele Eltern ist genau das entscheidend: nicht darüber nachdenken zu müssen, was passiert, wenn etwas anders läuft als geplant.
Sicher und geborgen ins Leben gestartet - sieben Babys haben am Donnerstag das Licht der Welt im Kreißsaal in Lauchhammer erblickt.
Die ersten Stunden danach
Und nach der Geburt wird es leiser. Zurück auf der Station beginnt eine besondere Phase. Ankommen. Kennenlernen. Unsicher sein. Fragen stellen. Hier zeigt sich, wie wichtig Zeit und Begleitung auch nach der Geburt sind. Das engagierte und kompetente Hebammenteam unterstützt beim Stillen, gibt Orientierung und nimmt sich die Momente, die im Alltag oft zu kurz kommen. Die hohe Stillrate in Lauchhammer kommt nicht von ungefähr. Sie ist das Ergebnis dieser ruhigen, zugewandten Begleitung. „Die Geburt ist nur der Anfang“, sagt Maher El Kaissi aus jahrzehntelanger Erfahrung. „Entscheidend ist, wie es danach weitergeht und wie individuell die Begleitung erfolgt.“
Wer sich auf die Suche nach einem Geburtsort macht, sucht selten nach Zahlen. Es geht um ein Gefühl. Um Vertrauen. Um die Frage: Wo bin ich gut aufgehoben? In Lauchhammer entsteht diese Antwort nicht in Broschüren und Flyern. Sie entsteht in genau solchen Tagen. Wenn Alizia Ruth, Livia, Gustav, Oskar Carl, Lio, Adjifac und Miro Lasse zur Welt kommen – und jede Familie das Gefühl hat, individuell betreut und begleitet zu werden. Dann wird aus einem Geburtsort mehr als ein Kreißsaal. Dann wird er zu einem Ausgangspunkt für die Zukunft einer ganzen Region.