Cottbus,
15
Oktober
2026
|
08:56
Europe/Amsterdam

Vier Minuten. Zwei Hände. Eine Chance.

Sana-Herzzentrum Cottbus zeigt, warum Wiederbelebung nicht erst mit dem Rettungsdienst beginnt

Zusammenfassung
  • World Restart A Heart Day - Internationaler Tag der Wiederbelebung am 16. Oktober
  • Sana Herzzentrum Cottbus erklärt die drei wichtigen Schritte
  • Ein Herzstillstand kann jeden treffen -  handeln in den ersten Minuten ist entscheidend

Vier Minuten – kaum länger als ein Lied. In Deutschland erleidet alle vier Minuten ein Mensch außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Plötzlich bricht jemand zusammen, reagiert nicht mehr und atmet nicht normal. Die wichtigste Hilfe ist dann häufig noch nicht mit Blaulicht unterwegs. Sie steht direkt daneben: Menschen, die den Notfall erkennen, die 112 wählen und mit der Wiederbelebung beginnen. Zum internationalen Wiederbelebungstag am 16. Oktober erinnert das Sana-Herzzentrum Cottbus deshalb an eine lebenswichtige Botschaft: Zwei Hände können im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.

Ersthelfende entscheidend für Chance zu überleben

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand pumpt das Herz kein Blut mehr durch den Körper. Gehirn und Organe erhalten nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Rettungsdienst und Notarzt können jedoch nicht innerhalb weniger Augenblicke überall sein. Die Zeit bis zu ihrem Eintreffen darf keine verlorene Zeit sein.

Eine sofort begonnene Herzdruckmassage hält einen minimalen Blutkreislauf aufrecht und versorgt vor allem das Gehirn weiter mit Sauerstoff. Ersthelfende überbrücken damit die entscheidenden Minuten. Je früher sie handeln, desto besser sind die Voraussetzungen für die weitere medizinische Versorgung.

Heart Day


Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Deshalb sollten möglichst viele Menschen die lebensrettenden Handgriffe regelmäßig trainieren.
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Mut wichtiger als Perfektion

Viele Menschen zögern aus Angst, etwas falsch zu machen. Doch es braucht weder medizinische Vorkenntnisse noch eine komplizierte Diagnose. Reagiert eine Person nicht und atmet sie nicht normal, gilt: 112 wählen und drücken. Auch eine unregelmäßige, schnappende Atmung ist keine normale Atmung.

Die Leitstelle bleibt am Telefon und führt Schritt für Schritt durch den Notfall. Wer allein ist, schaltet das Mobiltelefon auf Lautsprecher und beginnt mit der Herzdruckmassage. Sind mehrere Menschen vor Ort, übernimmt eine Person den Notruf, während eine andere drückt. Eine dritte kann einen automatisierten externen Defibrillator, kurz AED, holen. Niemand muss perfekte Handgriffe beherrschen. Wer den Brustkorb kräftig und regelmäßig drückt, handelt richtig. Das größte Risiko ist, aus Unsicherheit gar nichts zu tun.

Spezialisierte Herzmedizin

Während Ersthelfende drücken, setzt sich die Rettungskette in Bewegung. Rettungsdienst und Notarzt übernehmen die Reanimation und bringen die betroffene Person in eine geeignete Klinik. Dort beginnt die Suche nach der Ursache des Herzstillstands. Das Sana-Herzzentrum Cottbus steht seit mehr als 30 Jahren für hoch spezialisierte Herzmedizin. Kardiologie und Herzchirurgie arbeiten eng mit Anästhesie, Intensivmedizin, Pflege und Kardiotechnik zusammen. Je nach Ursache können Eingriffe im Herzkatheterlabor, die Behandlung schwerer Herzrhythmusstörungen oder herzchirurgische Operationen notwendig werden. Diese moderne Medizin baut auf den ersten Minuten vor der Kliniktür auf. Eine früh begonnene Herzdruckmassage schafft die Verbindung zur professionellen Versorgung.

Der Notfall geschieht meist mitten im Alltag

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann zu Hause, am Arbeitsplatz, beim Sport, im Verein oder auch direkt an der Supermarktkasse geschehen. Ersthelfende retten deshalb häufig keinen Fremden, sondern einen vertrauten Menschen. Umso wichtiger ist es, die entscheidenden Schritte zu kennen. Wiederbelebung beginnt nicht erst mit dem Eintreffen professioneller Helfer. Von jung bis alt gilt deshalb immer: Jeder kann sie erlernen.

So funktioniert die Herzdruckmassage

Schritt 1: Die Person laut ansprechen und vorsichtig an den Schultern berühren. Reagiert sie nicht, die Atmung kontrollieren. Dazu den Kopf leicht überstrecken – atmet sie nicht oder nicht normal, sofort die 112 wählen, das Telefon auf Lautsprecher stellen und den Anweisungen der Leitstelle folgen.

Schritt 2: Die betroffene Person in Rückenlage auf einen festen Untergrund legen. Neben dem Oberkörper knien und den Ballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs legen. Die zweite Hand darüber, die Finger verschränken und die Arme bewusst gestreckt halten.

Schritt 3: Den Brustkorb fünf bis sechs Zentimeter tief eindrücken – kräftig, gleichmäßig und mit 100 bis 120 Kompressionen pro Minute. Nach jedem Druck vollständig entlasten und Unterbrechungen möglichst vermeiden.
Ist ein Automatisierter-Externer-Defibrillator (AED) in der Nähe verfügbar, kann dieser zur Hilfe geholt und eingeschaltet werden. Das Gerät erklärt jeden Schritt und entscheidet selbstständig, ob ein Stromstoß nötig ist. Weiterdrücken, bis der Rettungsdienst übernimmt oder die Person wieder normal atmet. Der wichtigste Schritt bleibt der erste: Hingehen und anfangen. Denn zwei Hände können ein Leben retten.

Herzstillstand ist keine Frage des Alters

Ein Herzstillstand kann jeden treffen. Jederzeit. Überall. Dann gelten drei einfache Schritte, um Leben zu retten: Prüfen. Rufen. Drücken.

Über das Sana-Herzzentrum Cottbus

Das Sana-Herzzentrum Cottbus im Herzen der Lausitz bietet medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Qualitätslevel. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Seit der ersten Operation am offenen Herzen am 7. Juni 1995 erbringt ein interdisziplinäres Team Tag für Tag Herzmedizin auf europaweitem Spitzenniveau.

Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist nicht nur ein Krankenhaus in der Versorgungslandschaft. Es ist der Geburtsort der modernen Herzmedizin in Brandenburg. Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg am 7. Juni 1995 haben interdisziplinäre Teams tausenden Patienten geholfen. Mehr als 100.000 behandelte Patienten, eines der leistungsstärksten TAVI-Zentren in Europa, mehrfach ausgezeichnet als beste Kardiologie im Land Brandenburg, ausgezeichnet als beste Herzchirurgie in Deutschland, höchste Weiterempfehlungsquote aller Herzzentren. Alle diese Fakten stehen für die außergewöhnliche Leistung, die hier seit mehr als 30 Jahren erbracht wird.

Über die Sana Kliniken AG