Welt-Sepsistag 2024
Besser Skepsis statt Sepsis
- Der Welt-Sepsis-Tag findet am 13. September 2024 statt.
- Aktionstag zur Sepsis Prävention am Sana Klinikum Lichtenberg.
- Eine Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Zustand und erfordert sofortiges Handeln.
Sepsis kurz erklärt
Die Sepsis wird umgangssprachlich auch als Blutvergiftung bezeichnet. Mehr als 230.000 Menschen, davon über 10.000 Kinder, erkranken jedes Jahr in Deutschland an einer Sepsis, mindestens 85.000 sterben sogar daran. Weltweit sind fast 50 Millionen Menschen betroffen und rund 11 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Sepsis bekannt.
Auslöser einer Sepsis ist häufig eine lokale Infektion, die zunächst unbedenklich erscheint. Unser Immunsystem ist ständig mit der Abwehr von unerwünschten Eindringlingen, wie Bakterien oder Viren, beschäftigt. Daher bemerken wir die Abwehrvorgänge in unserem Körper normalerweise nicht. Ist das Immunsystem bei der Eindämmung einer lokalen Infektion überfordert, breiten sich die Erreger ungehindert aus. Steffi Acksen, Leiterin der Sepsisgruppe am Sana Klinikum Lichtenberg erklärt: „Die ersten Krankheitsanzeichen oft unspezifisch, es kann zum Beispiel zu Verwirrtheit, Fieber, einer beschleunigten Atmung oder Kreislaufproblemen kommen. Die Symptome können sich im Verlauf verstärken, es kann zum Beispiel zu einem nie gekannten Krankheitsgefühl kommen. Im schlimmsten Fall kommt es zum septischen Schock mit Organversagen. Das gilt es zu vermeiden.“
Risikofaktoren
Prinzipiell kann eine Sepsis jeden treffen, es gibt aber einige Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko einhergehen. Dazu gehören zum Beispiel chronische Erkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, eine kürzlich durchgeführte Operation, Schwangerschaft, Mangelernährung sowie Drogenabhängigkeit. „Wenn diese Krankheitszeichen auftreten sollte man sich dringend ärztlich vorstellen und fragen „Könnte es eine Sepsis sein?““, sagt Steffi Acksen, Leiterin der Sepsisgruppe am Sana Klinikum Lichtenberg.
Sepsis ist ein akuter Notfall
Bei einer Sepsis handelt es sich um einen akuten Notfall, bei dem jede Minute zählt. Zur Erkennung einer Sepsis stellt die Kampagne "Deutschland erkennt Sepsis" auf ihrer Homepage eine umfangreiche Checkliste zur Verfügung. Wer Symptome erkennt, kann sich mit dem Sepsis-Check absichern. Bei Verdacht ist der Notruf 112 oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zu kontaktieren.
Früherkennung ist das A und O
Da es sich bei einer Sepsis um einen lebensgefährlichen Zustand handelt, hat die Früherkennung und sofortige Therapie bei Sana oberste Priorität. Sana engagiert sich schon seit vielen Jahren für Früherkennung sowie Therapie und wurde dafür bereits mit dem Best-Abstract-Preis der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V. ausgezeichnet. Prämiert wurde die Sepsis-Initiative, deren Kernstück der Sana Sepsis Pathway ist. Schwerpunkt des Programms ist die Umsetzung eines standardisierten Prozesses für die Erkennung, Diagnose und Therapie in allen Sana-Kliniken.
Steffi Acksen erläutert: „Der Sana Sepsis Pathway ist eine Anleitung für unsere Mitarbeitenden, wie sie die Erkrankung früh erkennen und behandeln können. Wir haben bei uns auf den Stationen das Flussdiagramm mit den wichtigsten Informationen zur Beurteilung von Infektionszeichen und Risikofaktoren aufgehängt und somit jederzeit vor Augen.“
Der Sepsis Pathway wird kontinuierlich weiterentwickelt und bringt etablierte Maßnahmen zur Vermeidung der lebensbedrohlichen Erkrankung zu unseren Patienten „ans Bett“. Damit der Ernstfall erst gar nicht eintritt.
Unser Sepsis Team am Sana Klinikum Lichtenberg
Über das Sana Klinikum Lichtenberg
Das Sana Klinikum Lichtenberg in der Trägerschaft der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin und ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit aktuell 661 Betten. Es verfügt über eine Notaufnahme, die Fachabteilungen Innere Medizin (Gastroenterologie, Kardiologie und Geriatrie), Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Brustzentrum, Anästhesiologie und Intensivmedizin, Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Institut für Pathologie sowie Institut für Radiologie.
Über die Sana Kliniken AG
Die Sana Kliniken AG ist führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Neben B2B-Services in Einkauf und Logistik bietet Sana Beratung, Implementierung und Instandhaltung in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte sowie Managementleistungen für externe Kliniken an. 2022 erwirtschafteten die rund 34.500 Beschäftigten einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Zur Sana Kliniken AG zählen mehr als 120 Gesundheitseinrichtungen, darunter Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 44 Krankenhäuser, in denen jährlich rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten behandelt werden, sowie mehr als 50 Sanitätshäuser. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 private Krankenversicherungen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Ismaning bei München.