Senftenberg,
25
September
2026
|
08:47
Europe/Amsterdam

Wenn das Herz wieder schlägt: Intensivmedizin wird zur entscheidenden Brücke

Von der Wiederbelebung bis zur spezialisierten Intensivmedizin in Senftenberg

Zusammenfassung
  • Schnelles Handeln und die Herzdruckmassage überbrücken die Zeit bis Rettungsdienst und Notarzt
  • Erfahrene Pflegekräfte und Ärzte stabilisieren Atmung, Kreislauf und Organe nach der Reanimation
  • Chest Pain Unit, 24/7-Herzkatheterversorgung, Rhythmologie und Intensivmedizin für sichere Herzen in der Niederlausitz

Ein Mensch bricht in Senftenberg zusammen. Vielleicht zu Hause. Vielleicht beim Einkauf. Oder auf dem Weg zur Arbeit. Er reagiert nicht. Er atmet nicht normal. Jemand sieht hin, wählt 112 und beginnt zu drücken. Der Rettungsdienst kann den Kreislauf wiederherstellen. Wenn der Patient wenig später im Krankenhaus Senftenberg eintrifft, ist ein erster lebensrettender Schritt gelungen. Doch die akute Gefahr ist nicht gebannt. Jetzt müssen erfahrene Pflegekräfte und Ärzte die Ursache finden und gleichzeitig Atmung, Kreislauf und Organe stabilisieren. Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung haben die Sana Kliniken Niederlausitz eine starke Botschaft: Erst das schnelle Handeln vor Ort gibt den Teams in der Klinik die Chance, die Rettungskette fortzusetzen. Deshalb lautet das Motto „Hinsehen. Handeln. Leben retten.“

Nach der Reanimation läuft die Zeit weiter

Die Übergabe des Patienten beginnt bereits vor der Ankunft in der Klinik. Der Rettungsdienst kündigt den Herznotfall an und übermittelt die wichtigsten Informationen. In der Zentralen Notaufnahme bereiten erfahrene Pflegekräfte und Ärzte den Behandlungsplatz und die Überwachung vor. Notfallmedizin, Kardiologie und Intensivmedizin stimmen die nächsten Schritte ab. Diese frühe Zusammenarbeit verhindert, dass nach der erfolgreichen Wiederbelebung wertvolle Zeit verloren geht. „Eine sichere Versorgung nach einem Herzstillstand beginnt nicht erst in der Klinik. Sie beginnt bei den Menschen, die hinsehen, 112 rufen und drücken. Wenn der Rettungsdienst einen Patienten bei uns ankündigt, bereiten wir alles für die bestmögliche Weiterversorgung vor. Nach einer erfolgreichen Reanimation ist der Kreislauf häufig noch instabil. Dann müssen Pflege und ärztliches Team Atmung, Kreislauf und Organfunktionen gleichzeitig sichern und die Ursache schnell behandeln“, erklärt Dr. Volkmar Hanisch, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentrums für interdisziplinäre Intensivmedizin und Anästhesie der Sana Kliniken Niederlausitz.

Herzkatheterlabor Senftenberg Prof. Guido Matschuck


Rund um die Uhr einsatzbereit für Lausitzer Herzen: das Team im Herzkatheterlabor Senftenberg.
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Herzstillstand ist ein Zustand - Herzinfarkt kann eine Ursache sein

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand pumpt das Herz kein Blut mehr durch den Körper. Die betroffene Person reagiert nicht und atmet nicht normal. Dann gilt: sofort 112 wählen und mit der Herzdruckmassage beginnen. Bei einem Herzinfarkt ist dagegen meist ein Herzkranzgefäß verschlossen, Betroffene können zunächst noch ansprechbar sein und atmen. Auch dann ist der Notruf 112 richtig. Denn ein Herzinfarkt kann schwere Rhythmusstörungen und in der Folge einen Herz-Kreislauf-Stillstand auslösen. In der Klinik muss deshalb schnell geklärt werden, welche Ursache behandelt werden muss.

Die Intensivmedizin hält die Versorgungskette zusammen

Auf der interdisziplinären Intensivstation der Sana Kliniken Niederlausitz stehen 14 Behandlungsplätze mit moderner Überwachungs-, Beatmungs- und Infusionstechnik zur Verfügung. Erfahrene und speziell qualifizierte Pflegekräfte und Ärzte sind rund um die Uhr im Dienst. Sie überwachen den Kreislauf engmaschig, passen Beatmung und Medikamente an, erkennen Veränderungen früh und koordinieren die Weiterbehandlung mit den beteiligten Fachbereichen. Für Patienten und Angehörige ist die Intensivstation damit die entscheidende Brücke zwischen Notfall, ursachenspezifischer Therapie und weiterer Genesung.

Pflegekräfte und Ärzte arbeiten dabei nicht nacheinander, sondern gleichzeitig: Während diagnostische Befunde bewertet werden, laufen Überwachung, Medikamentengabe, Beatmung und die Vorbereitung möglicher Eingriffe weiter. Strukturierte Übergaben sorgen dafür, dass wichtige Informationen vom Rettungsdienst über Notaufnahme und Funktionsbereiche bis auf die Intensivstation erhalten bleiben.

Chest Pain Unit, Herzkatheter und Rhythmologie behandeln die Ursache

Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt, ermöglicht die zertifizierte Chest Pain Unit eine strukturierte kardiologische Akutdiagnostik. EKG, Labor und Bildgebung führen zur Entscheidung, ob das Herzkatheterlabor aktiviert werden muss. Das Katheterteam steht in Senftenberg seit August 2022 rund um die Uhr bereit und kann verschlossene Herzkranzgefäße darstellen und - wenn medizinisch angezeigt - mit Ballon und Stent behandeln. Liegt eine Herzrhythmusstörung zugrunde, ergänzt die spezialisierte Rhythmologie den Behandlungspfad. „In Senftenberg halten wir eine durchgängige Versorgungskette für Herznotfälle vor. Ein Herzkatheterlabor allein macht noch keine sichere Herzversorgung. Entscheidend sind erfahrene Teams in Notaufnahme, Chest Pain Unit, Katheterlabor, Rhythmologie, Pflege und Intensivmedizin, die ihre Abläufe kennen und gemeinsam handeln. Die Zeit, die Ersthelfende draußen gewinnen, setzen wir hier gemeinsam in gezielte Behandlung um“, sagt Prof. Dr. Guido Matschuck, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie und erfahrener Notfallmediziner.

Team ITS

Hand in Hand für schwerkranke Patienten: Dr. Volkmar Hanisch, Chefarzt des Zentrums für interdisziplinäre Intensivmedizin und Anästhesie, und das starke Pflege- und Ärzteteam der Intensivstation.
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Neue Anerkennung stärkt Qualität und Weiterbildung

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat die Sana Kliniken Niederlausitz erst vor kurzem als Stätte der Zusatzqualifikation „Interventionelle Kardiologie“ anerkannt. Damit ist bestätigt, dass die strukturierte Weiterbildung in diesem Spezialgebiet nach den Kriterien der Fachgesellschaft am Standort möglich ist. Die Anerkennung ergänzt die bestehenden Qualitätsnachweise unter anderem für die Chest Pain Unit, Herzinsuffizienz und Spezielle Rhythmologie. Für die Menschen in der Niederlausitz ist das mehr als ein Zertifikat: Fachliche Qualität, Nachwuchsentwicklung und verlässliche Abläufe werden direkt am Standort gesichert. So sichern die Sana Kliniken Niederlausitz auch in Zukunft die Ausbildung hochspezialisierter Herzmediziner, die im Ernstfall mit Fachkompetenz und Erfahrung Niederlausitzer Herzen retten können.

Wohnortnah versorgen, Spezialisierung gezielt ergänzen

Die Sana Kliniken Niederlausitz bilden in Senftenberg einen durchgängigen lokalen Behandlungsweg vom ersten Kontakt in der Notaufnahme bis zur spezialisierten Intensivmedizin. Werden nach der Stabilisierung herzchirurgische oder besonders komplexe interventionelle Verfahren notwendig, greifen abgestimmte Wege zum Sana-Herzzentrum Cottbus. Nach der spezialisierten Zentrumsbehandlung schließen die wohnortnahe Weiterbehandlung, ambulante Begleitung und Nachsorge wieder in der Niederlausitz an.

In der Woche der Wiederbelebung erinnern die Sana Klinken in Südbrandenburg daran, dass diese Versorgungskette nicht beim Rettungsdienst oder im Krankenhaus beginnt. Wer eine bewusstlose Person ohne normale Atmung vorfindet, soll prüfen, 112 rufen und drücken. Die zentrale Kampagnenseite, die die Sana Kliniken in Südbrandenburg eingerichtet haben, zeigt die Versorgung in der Region und stellt eine kompakte Merkkarte zum Download bereit.

www.sana.de/wdw2026