Wenn spezialisierte Herzmedizin übernimmt: Kardiologie und Herzchirurgie im Team
Von der 24/7-Herzkatheterversorgung bis zur einzigen Herzchirurgie in Südbrandenburg
- schnelles Handeln von Ersthelfenden gewinnt die Zeit, in der Rettungsdienst und Klinik weiterversorgen können
- erfahrenes Herzkatheterteam steht in Cottbus rund um die Uhr für die Akutversorgung bereit
- Kardiologie und die einzige Herzchirurgie in Südbrandenburg entscheiden gemeinsam über interventionelle und operative Verfahren
Ein Mensch bricht in Cottbus oder irgendwo in Südbrandenburg zusammen. Er reagiert nicht. Er atmet nicht normal. Ersthelfende sehen hin, rufen 112 und beginnen mit der Herzdruckmassage. Der Rettungsdienst stabilisiert den Kreislauf. Zeigen die ersten Untersuchungen, dass das Herz schwer erkrankt ist und spezialisierte Herzmedizin notwendig wird, beginnt im Sana-Herzzentrum Cottbus die nächste Phase. Reicht eine Behandlung über den Herzkatheter? Ist eine Herzklappe betroffen? Oder wird eine Operation notwendig? Für den Patienten und seine Angehörigen sind das bange Fragen. Im Rahmen der Woche der Wiederbelebung hat das Sana-Herzzentrum Cottbus eine starke Botschaft: Das schnelle Handeln einzelner Menschen gewinnt die Zeit, in der ein erfahrenes Herzteam gezielt weiterbehandeln kann. Denn mit jeder Minute ohne Reanimation durch Umstehende, sinkt die Chance zu überleben um 10 Prozent. Deshalb lautet das Motto „Hinsehen. Handeln. Leben retten.“
Nicht jeder Herzstillstand hat dieselbe Ursache
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand pumpt das Herz kein Blut mehr durch den Körper. Die betroffene Person reagiert nicht und atmet nicht normal. Ein Herzinfarkt ist eine mögliche Ursache: Dabei verschließt sich meist ein Herzkranzgefäß und der Herzmuskel wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Auch schwere Rhythmusstörungen, ausgeprägte Herzklappenerkrankungen oder andere akute Ereignisse können zu einem Kreislaufstillstand beitragen. Deshalb beginnt spezialisierte Herzmedizin immer mit der Frage nach der konkreten Ursache.
Rund um die Uhr einsatzbereit. Im Herzkatheterlabor des Sana-Herzzentrum Cottbus kann kann das erfahrene Team jederzeit Verschlüsse im Herzen feststellen und direkt behandeln.
Download und Copyright
Herzkathetermedizin kann einen Verschluss direkt behandeln
In der Klinik für Kardiologie des Cottbuser Herzzentrums steht ein modernes Herzkatheterlabor mit 24-Stunden-Bereitschaft zur Verfügung. Erfahrene Pflegekräfte und Ärzte bereiten Material, Medikamente und Überwachung vor, sichern Kreislauf und Atmung und arbeiten während der Untersuchung eng zusammen. Zeigt sich ein akuter Verschluss, kann das Team abhängig vom Befund unmittelbar behandeln. „Wenn ein verschlossenes Herzkranzgefäß den Kreislaufstillstand ausgelöst hat, kann eine Herzkatheteruntersuchung lebensrettend sein. In Cottbus halten wir das Herzkatheterlabor und ein erfahrenes Team rund um die Uhr bereit. Über ein Gefäß am Handgelenk oder in der Leiste führen wir einen dünnen Katheter bis zum Herzen. Finden wir einen Verschluss, können wir ihn mit Ballon und Stent behandeln. Entscheidend ist, die Ursache schnell zu erkennen und die passende Behandlung einzuleiten“, erklärt Dr. Axel Harnath, Chefarzt der Klinik für Kardiologie im Sana-Herzzentrum Cottbus.
Die Katheterbehandlung ist jedoch kein Automatismus nach jeder Reanimation. Erst EKG, Bildgebung, Laborwerte und der klinische Zustand ergeben zusammen ein Bild. Das erfahrene Behandlungsteam entscheidet auf dieser Grundlage, welche Therapie medizinisch sinnvoll ist und wie dringlich sie erfolgen muss.
Hearteam entscheidet zwischen Intervention und Operation
Im Sana-Herzzentrum Cottbus arbeiten Kardiologie und die einzige Herzchirurgie in Südbrandenburg eng zusammen. Sind mehrere Herzkranzgefäße komplex betroffen, kann eine Bypassoperation die geeignete Behandlung sein. Bei schweren Herzklappenerkrankungen kommen - abhängig von Befund, Alter, Begleiterkrankungen und individuellem Risiko - kathetergestützte Verfahren wie TAVI oder eine operative Klappenversorgung infrage. Kardiologie und Herzchirurgie bewerten diese Möglichkeiten gemeinsam. Anästhesie, Intensivmedizin, Pflege, Kardiotechnik und weitere Berufsgruppen tragen die Entscheidung und Behandlung mit.
„Eine Operation ist nach einer Reanimation kein Automatismus. Sie kann aber notwendig werden, wenn eine Gefäß- oder Klappenerkrankung nicht ausreichend interventionell behandelbar ist. Unsere Herzchirurgie ist 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Als einzige Herzchirurgie in Südbrandenburg tragen wir eine besondere Verantwortung für die Menschen in der Region. Entscheidend bleibt die gemeinsame Entscheidung im Hearteam: Welches Verfahren passt zu diesem Patienten in genau dieser Situation?“, sagt Prof. Dr. Dirk Fritzsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie.
Wenn eine Operation nach einem Herzstillstand notwendig ist, stehen die einzige Herzchirurgie in Südbrandenburg und das SHC-Team 24/7 bereit, um den lebensrettenden Eingriff vorzunehmen.
Download und Copyright
Intensivmedizin begleitet die hochkritische Phase
Nach Kathetereingriff oder Operation setzt sich die Versorgung auf der Intensivstation fort. Dort überwachen speziell ausgebildete Pflegekräfte und Ärzte Atmung, Kreislauf und Organfunktionen, passen Medikamente und Beatmung fortlaufend an und bereiten die nächsten Behandlungsschritte vor. Zugleich begleiten sie Angehörige in einer Situation, in der medizinische Entscheidungen und menschliche Zuwendung gleichermaßen wichtig sind.
Spezialisierung ergänzt die wohnortnahe Versorgung
Das Sana-Herzzentrum Cottbus bildet den spezialisierten interventionellen und herzchirurgischen Abschnitt der regionalen Sana-Versorgungskette. Das Klinikum Dahme-Spreewald mit den Standorten Lübben und Königs Wusterhausen sowie die Sana Kliniken Niederlausitz in Senftenberg sichern wichtige wohnortnahe Abschnitte dieser Kette. Wenn ein komplexer Eingriff notwendig wird, übernimmt das Herzzentrum gezielt. Nach der spezialisierten Behandlung schließen je nach Verlauf Weiterbehandlung, Rehabilitation und wohnortnahe Nachsorge an.
In der Woche der Wiederbelebung erinnern die Sana Kliniken Südbrandenburg daran, dass auch die hoch spezialisierte Herzmedizin nur an eine Rettungskette anschließen kann, die außerhalb der Klinik begonnen hat. Wer eine bewusstlose Person ohne normale Atmung vorfindet, soll prüfen, 112 rufen und drücken. Die zentrale Kampagnenseite, die die Sana Kliniken in Südbrandenburg eingerichtet haben, zeigt die Versorgung in der Region und stellt eine kompakte Merkkarte zum Download bereit.
Über das Sana-Herzzentrum Cottbus
Das Sana-Herzzentrum Cottbus im Herzen der Lausitz bietet medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Qualitätslevel. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Seit der ersten Operation am offenen Herzen am 7. Juni 1995 erbringt ein interdisziplinäres Team Tag für Tag Herzmedizin auf europaweitem Spitzenniveau.
Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist nicht nur ein Krankenhaus in der Versorgungslandschaft. Es ist der Geburtsort der modernen Herzmedizin in Brandenburg. Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg am 7. Juni 1995 haben interdisziplinäre Teams tausenden Patienten geholfen. Mehr als 100.000 behandelte Patienten, eines der leistungsstärksten TAVI-Zentren in Europa, mehrfach ausgezeichnet als beste Kardiologie im Land Brandenburg, ausgezeichnet als beste Herzchirurgie in Deutschland, höchste Weiterempfehlungsquote aller Herzzentren. Alle diese Fakten stehen für die außergewöhnliche Leistung, die hier seit mehr als 30 Jahren erbracht wird.