Supportive TherapieUnser umfangreiches Leistungsspeaktrum

Bei bösartigen Erkrankungen kommt es durch den Tumor selbst oder die notwendigen Therapien wie Chemotherapien zu vielfältigen Beschwerden, welche durch gut ausgeführte unterstützende Therapien aufgefangen und behoben werden können.

Hierbei kommen den im folgenden aufgeführten Therapieformen eine wichtige Bedeutung zu, da sie das Allgemeinbefinden der Patienten und die Verträglichkeit der Therapien ausgeprägt zum Positiven beeinflußen können. Eine moderne onkologische Therapie ist in ihrer Komplexität ohne weitgreifende supportive Therapien gar nicht denkbar, weshalb im Ambulanten Onkologischen Zentrum und  gesamten Klinikum Offenbach größter Wert darauf gelegt werden und interdisziplinäre Zusammenarbeit groß geschrieben und gelebt wird.

Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit und Erbrechen waren früher die meist gefürchtetsten Nebenwirkungen bei Chemotherapie, treten jedoch auch nach Operationen oder Bestrahlungen auf. In den letzten Jahren konnten verschiedene Medikamente mit unterschiedlichen Angriffspunkten im Magen-Darmbereich und im zentralen Nervensystem entwickelt werden, so dass heutzutage eine gezielte und effektive Therapie dieser unangenehmen und sehr belastenden Nebenwirkung möglich ist.

Die Anfälligkeit für Übelkeit und Erbrechen unterscheidet sich von Patient zu Patient und kann auch im Verlauf einer Behandlung schwanken, weshalb eine standardisierte Therapie nur bedingt möglich und sinnvoll ist. Aus diesem Grund behandeln wir im Ambulanten Onkologischen Zentrum auf Grundlage anerkannter Standards, variieren die Therapie aber im Bezug auf jeden einzelnen Patienten, seine Beschwerden und seinen Wünschen, denn nur der Patient selbst spürt, wie es ihm/ihr geht.

Haarausfall

Haarausfall muss nicht sein

Durch eine Chemotherapie die Kopfhaare zu verlieren, war und ist für viele Krebspatienten eine besonders belastend, Angst auslösende Perspektive. Die neue Methode der „Kopfhautkühlung“ durch spezielle Kühlkappen macht es aber bei etwa 50 Prozent aller chemotherapeutischen Behandlungen möglich, Haarausfall zu vermeiden oder zu begrenzen. Jetzt bietet das Ambulante Onkologische Zentrum (AOZ) am Sana Klinikum Offenbach dieses Verfahren seinen Patienten als Zusatzleistung an.

Die in der Chemotherapie eingesetzten hochwirksamen Zytostatika werden über die Blutbahn weitergeleitet und zerstören nicht nur die Tumor­zellen, sondern greifen auch gesunde Zellen an, vor allem die schnell wachsenden, zu denen auch die sehr empfindlichen Haarwurzelzellen gehören. Die ausgefallenen Haare wachsen zunächst gar nicht und dann nur noch sehr langsam nach. Das Tragen einer Kühlkappe während der Chemotherapie führt dazu,  dass sich die Haar-Wurzelzellen verengen und dadurch weniger durchblutet werden. Damit gelangen weniger Zytostatika über die Blutbahn an die Haarwurzeln, sodass sie deutlich weniger geschädigt werden.

Ob ein Haarausfall über den Einsatz von Kühlkappen vermieden oder wenigstens verringert werden kann, hängt wesentlich von den eingesetzten Medikamenten ab. Die Experten am Sana Klinikum Offenbach beraten gerne, ob der Einsatz von Kühlkappen im individuellen Fall sinnvoll ist oder nicht. Interessierte Patienten können sich im AOZ telefonische melden (Telefon 069 8405-3231).

Transfusionen

Durch Blutverluste bei Operationen und durch den Tumor, durch Blutbildungsstörungen durch den Tumor (bei Befall des Knochenmarks), die medikamentöse Therapie oder die Bestrahlung, durch immunologische und andere Phänomene des Tumors und als Reaktion des Körpers auf den Tumor kann es zu einer Blutarmut kommen. Diese führt zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Atemnot, Herzklopfen, schlechterer Verträglichkeit der Therapien und noch einigen anderen Problemen. Neben der Möglichkeit einer Therapie mit Wachstumsfaktoren kann hier schnell Abhilfe mittels einer Transfusion roter Blutkörperchen (sogenannte Erythrozytenkonzentrate, EK) geschaffen werden. Sollten Blutplättchen (Thrombozyten) fehlen, können auch diese transfundiert werden.

Selbstverständlich werden alle gesetzliche Vorschriften zur maximalen Sicherheit der Transfusionen eingehalten und die Patienten während und nach der Transfusionen engmaschig überwacht.

Bisphosphonate

Bisphosphonate sind Medikamente, welche die Knochenstruktur stärken und hierdurch nachgewiesenermaßen verhindern können, dass es zu Knochenschmerzen kommt bzw. diese reduzieren und Knochenbrüche verhindern. Diese Medikamente können bei Knochenschwund (Osteoporose) aber auch bei Befall von Knochen durch die bösartige Erkrankung, teils als Tabletten teils als Infusionen, eingesetzt werden und verursachen relativ geringe Nebenwirkungen. Auf Grund der langjährigen Erfahrung mit Bisphosphonaten setzen wir diese Medikamente gezielt und gekonnt ein, um unsere Patienten zu behandeln, ihre Lebensqualität zu sichern und Komplikationen vorzubeugen.

Schmerztherapie

Schmerzen sind sehr belastend und verhindern normale Lebensabläufe in einer extremen Art und Weise. Daher kommt der Behandlung von Schmerzen eine zentrale Rolle in der Behandlung im Ambulanten Onkologischen Zentrum zu. Diese Behandlung erfolgt in enger Kooperation mit der Abteilung für Schmerzmedizin unter Leitung von Herrn Dr. Haitham Mutlak der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerzmedizin.

In Abhängigkeit vom Entstehungsmechanismus, der Lokalisation und vielen anderen Faktoren wird für jeden einzelnen Patienten eine maßgeschneiderte Schmerztherapie (analgetische Therapie) auf der Grundlage von nationalen und internationalen Richtlinien entwickelt und fortlaufend angepasst.

Ernährungstherapie

Nahrung und Flüssigkeit sind, wie die Redewendung „das tägliche Brot“  für jeden Menschen überlebenswichtig. Bei Kranken wiederum ist die richtige Ernährung ein grundlegender Baustein, der zur Genesung, besseren Verträglichkeit und Rehabilitation substanziell beiträgt.

So wird eine Chemotherapie besser vertragen, verursacht weniger Nebenwirkungen und erreicht bessere Ergebnisse, wenn das Körpergewicht unter Therapie mindestens gehalten wird. Aus diesem Grund arbeiten wir im Ambulanten Onkologischen Zentrum eng mit der hiesigen Abteilung für Ernährungsmedizin zusammen, um durch Ergänzungen der Ernährung Defizite auszugleichen und bestmögliche Resultate für unsere Patienten zu erreichen.

Psychoonkologie und seelsorgerische Betreuung

Eine Krebserkrankung ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, durch welche sich existenzielle Ängste und Sinnfragen aufwerfen, durch welche Depressionen und Ängste ausgelöst werden und durch welche extreme Belastungen im täglichen Leben  der Erkrankten und ihrer Familien auftreten.

Als besonderes Angebot besteht hier im Ambulanten Onkologischen Zentrum und dem Klinikum Offenbach für unsere Patienten und ihre Angehörigen die Möglichkeit, durch unser Team speziell ausgebildeter Psychoonkologen eine fundierte Unterstützung und Therapie zu erhalten. Dies kann sowohl psychologische Gesprächstherapien wie auch medikamentöse Therapien umfassen und ist in jedem Einzelfall auf den Patienten in seiner/ihrer speziellen Situation angepasst.

Zudem besteht hier am Klinikum Offenbach die Möglichkeit der Betreuung durch evangelische oder katholische SeelsorgerInnen, welche für ein Gespräch, zum Zuhören oder gemeinsamen gebet gerne zur Verfügung stehen.