Ambulante und stationäre TherapienUnser umfangreiches Leistungsspektrum

Im Klinikum Offenbach werden aktuell alle hämatologischen und onkologischen Erkrankungen ambulant und stationär behandelt. Alle modernen Therapieverfahren kommen nach kontinuierlich kontrollierten und weiterentwickelten Qualitätsstandards und den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Einsatz, so dass das Klinikum Offenbach seinen Patienten eine auf den einzelnen abgestimmte, hochmoderne, effektive und schonende Therapie anbieten kann.

Chirurgie

Die Chirurgische Klinik I unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Dietmar Lorenz betreut stationär und ambulant die Patienten, welche einen chirurgischen Eingriff bedürfen. Das Leistungsspektrum umfasst alle gängigen Verfahren. Spezielle Schwerpunkte liegen auf:

  • Onkologische Chirurgie (Krebschirurgie)
  • Minimal-invasive Chirurgie (Schlüsselloch-Chirurgie)
  • Chirurgie (Leber, Gallenblase und -wege, Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre, Refluxkrankheit, Magen, Dünn-, Dick- und Mastdarm)
  • Endokrine Chirurgie (Schild-, Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Thymus)
  • Thoraxchirurgie (Lunge, Brustkorbfell, Mittelfellraum)
  • Hernien Chirurgie (Leisten-, Nabel-, Narbenbrüche und andere Bauchwandbrüche)
  • Chirurgie von Inkontinenz und Enddarmerkrankungen
  • Portkatheter-Chirurg

Strahlentherapie, Brachytherapie

Die radioonkologische Klinik (Strahlentherapie) betreut stationär und ambulant die Patienten, welche  eine Strahlentherapie alleine oder in Kombination mit Chemotherapie benötigen. Zum Einsatz kommen moderne Therapieverfahren:

  • 3D-konformale, CT-basierte perkutane Strahlentherapie
  • simultane Radio-Chemo-Therapie
  • Brachytherapie
  • Durchführung supportiver Behandlungsmethoden inklusive Schmerztherapie

Ein spezieller Schwerpunkt liegt auf der interventionellen Strahlentherapie, der sogenannten Brachytherapie. Hierbei werden nach einer virtuellen Vorplanung ("preplaning-CT") spezielle Sonden CT-gestützt direkt in den Tumor unter Narkose eingebracht. Nach Erstellung des Bestrahlungsplanes können dann z.B. fraktioniert hohe Dosen appliziert werden, selbst, wenn diese Bereiche perkutan vorbestrahlt worden sind. Dieses Verfahren wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen alleine oder in Kombination mit einer perkutanen Bestrahlung oder einer Chemotherapie  eingesetzt.

Medikamentöse Therapie gegen Tumoren (z. B. Chemotherapie, Antikörpertherapie)

Bei einer Krebserkrankung sind verschiedene Therapien wie eine Operation, eine Bestrahlung, eine Bestrahlung in Kombination mit Chemotherapie, eine Chemotherapie, eine Immuntherapie oder eine molekular-zielgerichtete Therapie möglich und notwendig. Operationen erfolgen meist stationär in der hiesigen Chirurgischen Klinik I. Bestrahlungen können ambulant oder stationär in der Strahlentherapie des Klinikums erfolgen. Chemotherapien, Immuntherapien oder molekular-zielgerichtete Therapien werden ambulant im Ambulanten Onkologischen Zentrum durchgeführt oder stationär in der Medizinischen Klinik I (Kardiologie) oder Medizinischen Klinik II (Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie, Interventionelle Endoskopie), Medizinische Klinik IV (Hämatologie-Onkologie), Medizinische Klinik V (Pneumologie), der Urologie, der Neurochirurgie oder der Gynäkologie.

Nach medizinischer Notwendigkeit und Patientenwunsch wird gemeinsam entschieden, ob eine Therapie stationär oder ambulant verabreicht wird. 

Chemotherapie

Stets unter Berücksichtigung der Wünsche des Patienten, der Wirkungen und Nebenwirkungen werden im Klinikum Offenbach bewährte genauso wie die neuesten Chemotherapien eingesetzt und durch eine breite supportive Therapie möglichen Nebenwirkungen oder Komplikationen vorgebeugt, diese verhindert oder zumindest stark vermindert.

In interdisziplinären Tumorboards werden das optimale Vorgehen und die bestmöglichen Therapien zum Wohle der Patienten gemeinsam festgelegt, Daraufhin werden die Behandlungsschritte wie Operationen, Bestrahlungen oder eben Chemotherapien durch erfahrene Ärzte und Pflegekräfte durchgeführt. Für die Chemotherapien legt hier das AOZ wie auch bei einer stationären Verabreichung ein besonderes Augenmerk neben der Effektivität auf der Verträglichkeit der Therapien um mit einer breiten unterstützenden Therapie Nebenwirkungen und Komplikationen gar nicht aufkommen zu lassen und zu vermeiden.

Auf Wunsch bieten wir unseren Patienten den Einsatz von Kühlkappen während der Chemotherapie an. Studien zeigen, dass beim Einsatz bestimmter Medikamente die gezielte Kühlung der Kopfhaut das Risiko von Haarausfall deutlich reduzieren oder sogar ganz vermeiden kann.

Passive Immuntherapie (Antikörpertherapie)

In den letzten Jahren konnten herausragende Fortschritte in der Behandlung von Krebserkrankungen durch neu entwickelte Antikörper erzielt werden. Antikörper sind Eiweiße (Proteine), welche bekannte und genau definierte Oberflächenstrukturen auf Krebszellen oder im Körper vorhandenen Botenstoffe erkennen, sich daran binden und hierdurch die Funktion der Botenstoffe stören oder über verschiedene Mechanismen die Krebszellen am Wachsen hindern und abtöten. Antikörper sind aufgebaut wie körpereigene Eiweiße, weshalb sie meist sehr gut vertragen werden, und wirken wie vom Körper als Antwort auf Infektionen selbst hergestellte Eiweiße. Darum spricht man bei der Antikörpertherapie auch von passiver Immuntherapie, da sie dem Körper von außen zugeführt werden.

Beispiele für Antikörper sind zum einen der Antikörper Herceptin, welcher bei manchen Patienten mit Brustkrebs eingesetzt werden kann, oder der Antikörper Rituximab, welcher bei bestimmten Lymphomen eingesetzt werden kann.

Aktuell sind im Ambulanten Onkologischen Zentrum außerdem viele andere Antikörper, wie Bevacizumab (Avastin ®), Cetuximab (Erbitux ®), Panitumumab (Vectibix ®),  Alemtuzumab (MabCampath ®), u. a. schon im klinischen Einsatz oder in Entwicklung.

Antihormonelle Therapie

Als Paradebeispiel für bösartige Erkrankungen, welche in ihrer Entwicklung und dem Wachstum von körpereigenen Hormonen wie Östrogen, Progesteron oder Testosteron abhängen, gelten das Mammakarzinom (Brustkrebs) und das Prostatakarzinom. Bei beiden Erkrankungen kann sehr häufig eine antihormonelle Therapie angewandt werden, um ein Wiederauftreten oder Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Hierbei sind die antihormonellen Therapien - teils als Tabletten, teils als Injektionen – meist besser verträglich als eine Chemotherapie und genauso effektiv. Gelegentlich wird auch eine antihormonelle Therapie in Kombination mit einer Chemotherapie oder einer der anderen Therapieformen eingesetzt.

Die antihormonellen Therapieverfahren werden im Ambulanten Onkologischen Zentrum zum Vorteil unserer Patienten eingesetzt.

Molekular zielgerichtete Therapien

Durch die immer genauere Erforschung der Mechanismen, welche einer bösartigen Erkrankung zu Grunde liegen, konnten in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Medikamente  gefunden werden, welche zielgerichtet die Funktion wichtiger „Schalter“ in Zellen stilllegen.

Diese Schalter, meist so genannte Tyrosinkinasen, sind in bösärtigen Zellen verändert und führen dazu, dass Stoffwechselwege, welche in normalen Zellen streng kontrolliert werden, dauerhaft aktiv sind und hierdurch das bösartige Wachstum der Tumorzellen auslösen und/oder vorantreiben. Wenn jetzt solch ein Stoffwechselweg nicht mehr aktiv ist, da der "Schalter" durch ein Medikament stillgelegt ist, werden die Tumorzellen am Wachsen gehindert und sterben ab, da auch die Gefäßversorgung unterbrochen wird.

Im Ambulanten Onkologischen Zentrum kommen sämtliche zugelassenen molekularen Therapien zum Einsatz. Besondere Schwerpunkte sind hier unter anderem:

  • die chronisch myeloische Leukämie mit Imatinib (Glivec ®), Nilotinib (Tasigna ®) und Dasatinib
    (Sprycel ®)
  • das Nierenzellkarzinom mit Sunitinib (Sutent ®), Sorafenib (Nexavar ®), Temsirolimus (Torisel ®) und Bevacizumab (Avastin ®)
  • das Mammakarziniom mit Lapatinib (Tyverb ®)
  • das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) mit Erlotinib (Tarceva ®)
  • das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) mit Erlotinib (Tarceva ®) und Gemcitabin
  • das Hepatozelluläre Karzinom (primärer Leberkrebs) mit Sorafenib (Nexavar ®)
  • der Gastrointestinale Stromatumor (GIST) mit Imatinib (Glivec ®) und Sunitinib (Sutent ®)