Videobrille Happymed

Kinoerlebnis statt VollnarkoseReduziertes Stresslevel mit der Videobrille HappyMed

Fast könnten Patienten vergessen, dass sie sich auf einem OP-Tisch befinden – und genau so soll es sein. Mit dem Videosystem HappyMed, das zurzeit in fünf Sana Kliniken zum Einsatz kommt, erhalten Patienten während ihrer Operation unter Regionalanästhesie ein Kino-Erlebnis. Eine Videobrille, ein Touchscreen und ein ergonomisch angepasster Surround-Kopfhörer machen es möglich. Der Effekt: ein deutlich reduziertes Stresslevel für die Patienten vor und während der OP und ein verminderter Einsatz an beruhigenden und belastenden Medikamenten.

„Bei einer Operation in Regionalanästhesie stellen sich bei vielen Patienten Ängste ein, etwa vor der ungewohnten Umgebung oder den Geräuschen während der OP. Sie fühlen sich gestresst“, weiß Professor Dr. Gisbert Knichwitz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln. Um die Patienten von diesen Ängsten abzulenken, setzt die Kölner Klinik bei Operationen ohne Vollnarkose bereits jetzt zusätzlich Kopfhörer und Musik ein, die von den Patienten selber mitgebracht werden kann. Mit HappyMed gibt es auch Filme dazu. „Das Videosystem von HappyMed bietet den Patienten während der OP eine optimale optische und akustische Ablenkung, wahlweise mit Dokumentationen, Hollywood- oder Kinderfilmen. Dadurch können wir den Stresspegel bei einer Operation in Regionalanästhesie enorm reduzieren“, so der Chefarzt. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass unsere Patienten entspannter und meist angstfrei durch eine Operation in Regionalanästhesie statt Vollnarkose kommen, ohne dass weitere Beruhigungsmittel eingesetzt werden müssen.“

Das System werde etwa bei Knie- oder Hüft-TEP Operationen eingesetzt. Gerade ältere Patienten greifen dabei auf das Angebot der Videobrille zurück. „Viele fürchten das Risiko, durch eine Vollnarkose Nebenwirkungen wie vorübergehende Verwirrtheit oder Desorientierung zu erleiden und eine längere Erholungszeit zu benötigen und lehnen eine Vollnarkose ab. Wir bieten mit der Regionalanästhesie mit Videobrille eine gute Alternative. Und die Rückmeldungen unserer Patienten sind sehr positiv, wer diese einmal in Anspruch genommen hat möchte sie immer wieder“, so Professor Dr. Gisbert Knichwitz. „Denn dank der Brille kann auch auf viele Medikamente verzichtet werden. Der Patient bekommt nur die Präparate im Rahmen seiner Behandlung, die er tatsächlich braucht.“ Bereits jetzt ließe sich nachvollziehen, dass der Bedarf an Beruhigungsmedikamenten bei Operationen mit der Videobrille geringer ist und Patienten entspannter sind.

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Prof. Dr. Gisbert Knichwitz

Prof. Dr. Gisbert Knichwitz

Chefarzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Sana Dreifaltigkeitskrankenhaus Köln

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