PflegekonzepteDemenz

Aufgrund des demographischen Wandels steigt  die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen. Im Landkreis Biberach, mit seinen rund 200.000 Einwohnern, gibt es derzeit etwa 2.500 Betroffene, im Jahr 2030 werden es schätzungsweise 3.500 sein. 

Viele ältere Menschen kommen mit akuten Erkrankungen in Kliniken, z. B. Knochenbrüche als Folge von Stürzen oder wegen internistischer Grunderkrankungen. Jeder Fünfte leidet zusätzlich an der Nebendiagnose Demenz. Dabei ist für Demenzkranke ein Krankenhausaufenthalt oft eine große Herausforderung: Ein unbekanntes Umfeld, fremde Menschen und ungewohnte Tagesabläufe führen nicht selten zu einer Verschlechterung der gesundheitlichen Gesamtsituation. In dieser Situation sind  Angehörige mehr denn je wichtige Bezugspersonen für den Erkrankten. Sie sind Fürsprecher und gleichzeitig zentraler Ansprechpartner für Ärzte und Pflegepersonal und können so maßgeblich dazu beitragen, die Situation für den Patienten etwas zu erleichtern. Damit gehen jedoch oftmals eigene Unsicherheiten einher, gleichzeitig kommen Sorgen um den Angehörigen und zahlreiche Fragen auf, während und nach dem Krankenhausaufenthalt. In diesem Falle sind unsere Stationsteams sehr gerne persönlich für Sie da - sprechen Sie uns an! 

Unsere Gesundheits- und Krankenpfleger sind speziell im Umgang mit Menschen mit Demenz geschult. Diese „Demenz-Lotsen+“ fungieren gleichzeitig als Multiplikatoren auf den Stationen, sensibilisieren die Kolleginnen und Kollegen auf die besonderen Anforderungen und erleichtern und verbessern so den Beziehungsaufbau zwischen Patienten und Pflegepersonal . Es ist uns dabei besonders wichtig, den Betroffenen Sicherheit zu vermitteln. So kann die Durchführung notwendiger Pflegemaßnahmen – unter Einbeziehung der Angehörigen – letztendlich harmonischer erfolgen.