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Hernienchirurgie

Hernien, auch Bauchwandbrüche genannt, entstehen, wenn sich Gewebe oder Organe durch eine Schwachstelle oder Lücke in der Bauchwand beziehungsweise im umgebenden Gewebe vorwölben. Eine solche Schwachstelle kann bereits angelegt sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Je nach Lage und Art des Bruchs können unterschiedliche Beschwerden auftreten. Zu den häufigsten Hernien zählen Leisten-, Nabel- und Narbenbrüche.

Leistenbruch

Bei einem Leistenbruch wölbt sich Gewebe durch eine Schwachstelle im Bereich der Leiste vor. Typisch ist eine sicht- oder tastbare Vorwölbung, die mit Schmerzen oder einem Druckgefühl verbunden sein kann. Leistenbrüche treten bei Männern deutlich häufiger auf als bei Frauen.

Eine besondere Form ist der Schenkelbruch, der häufiger bei Frauen auftritt. Dabei liegt die Bruchlücke unterhalb des Leistenbandes. Zur Diagnose erfolgt zunächst eine körperliche Untersuchung. Bei Bedarf können ergänzend eine Ultraschalluntersuchung oder weitere bildgebende Verfahren eingesetzt werden.

Nabelbruch

Bei einem Nabelbruch tritt Gewebe durch eine Schwachstelle im Bereich des Bauchnabels hervor. Dadurch kann eine sicht- oder tastbare Vorwölbung entstehen. Ein Nabelbruch verursacht nicht immer Beschwerden, kann jedoch mit Schmerzen oder einem Druckgefühl verbunden sein.

Narbenbruch

Ein Narbenbruch kann im Bereich einer Operationsnarbe entstehen, wenn sich dort eine Schwachstelle in der Bauchwand entwickelt. Häufig zeigt sich eine Vorwölbung, die im Laufe der Zeit größer werden und Beschwerden verursachen kann.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung. Bei größeren oder unklaren Narbenbrüchen können ergänzend bildgebende Untersuchungen wie eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) erforderlich sein. Je nach Befund stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung.