Medizinische Schwerpunkte

Intensivmedizin

Intensivmedizin

Liebe Angehörige,

ein Aufenthalt auf der Intensivstation ist für Patientinnen und Patienten sowie für ihre Angehörigen eine belastende Ausnahmesituation. Auf unseren beiden Intensivstationen ist es uns daher wichtig, Sie als Angehörige zu begleiten, zu informieren und einzubeziehen. Wir verstehen Angehörige und weitere Bezugspersonen als wichtigen Teil des Behandlungsteams. Bitte sprechen Sie uns jederzeit an, wenn Sie Fragen oder Sorgen haben oder etwas nicht verstehen.

Unsere Stationen:
Das Klinikum Coburg verfügt über zwei Intensivstationen für Erwachsene. Beide Stationen haben je 12 Behandlungsplätze mit modernster Überwachungs- und Beatmungstechnologie. Wir behandeln kritisch Kranke aller internistischen Fachbereiche auf Station 41 und aller operativen Fachbereiche auf Station 42. Hierfür stehen Ein- und Dreibettzimmer zur Verfügung, deren Belegung sich aus pflegerischen und medizinischen Notwendigkeiten ergibt. Wir sind ein Haus der Schwerpunktversorgung und können somit ein breites Spektrum an komplexen Behandlungsmöglichkeiten der modernen Intensivmedizin bieten.

 

Unsere 8 Schwerpunkte

1. Akute kardiale Erkrankungen
  • akuter Myokardinfarkt: Akut-PCI, Stentimplantation
  • kardiogener Schock: differenziertes hämodynamisches Monitoring, differenzierte Therapie mit positiv inotropen Substanzen, intraaortale Ballonpumpentherapie (IABP), Implantation von assist devices
  • akute kardiale Insuffizienz bei entzündlichen und nicht-entzündlichen Klappen- und Herzmuskelerkrankungen
  • medikamentöse und katheterablative Therapie aller Arten von Herzrhythmusstörungen
  • passagere Herzschrittmacheranlage
2. Schwere Sepsis, septischer Schock mit Multiorganversagen
  • differenziertes hämodynamisches Monitoring, PICCO-System, Rechtsherzkatheter  
  • zielgerichtete antimikrobielle Therapie  
  • moderne supportive Therapie gemäß den Richtlinien der Sepsis-Gesellschaft
3. Erkrankungen des Lungenkreislaufes
  • Patienten mit akuter Lungenembolie: Lysetherapie, inhalative Therapie mit Vasodilatantien, Akutthrombektomie
  • Patienten mit dekompensierter pulmonalarterieller Hypertonie
4. Akutes schweres Lungenversagen
  • Patienten mit akuter respiratorischer Insuffizienz (ARDS, ALI) bei Pneumonie, Sepsis, toxischer Schädigung und anderer Genese
  • Konventionelle protektive Beatmung 
  • Kinetische Therapie: Bauchlagerung und Rotationsbetten
  • Inhalative Therapie mit Vasodilatantien: Stickstoffmonoxid (NO) und Prostacyclin
  • Punktionstracheotomie
  • Alle gängigen invasiven und nicht-invasiven Beatmungsformen
5. Gastroenterologische Krankheitsbilder

(in enger Zusammenarbeit mit der Gastroenterologie)

  • Patienten mit schweren Blutungen des Verdauungstraktes
  • Notfall-Endoskopie nach höchstem medizinischen Standard (GA)
  • Behandlung akuter Erkrankungen der Pankreas in der Akutphase
6. Akuter Schlaganfall

(in enger Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik)

  • neurologisches Monitoring in enger Zusammenarbeit mit neurologischen Fachärzten
  • akute Schlaganfall-Lyse (systemisch und lokal)
  • 2 Betten im Rahmen der Stroke Unit
  • aktivierende Pflege nach Bobath
7. Patienten nach Reanimation
  • Übernahme des „Reanimationsdienstes der Medizinischen Kliniken“ (Notfalltelefon)
  • Hypothermiebehandlung
8. Akutes Nierenversagen und Intoxikationen

(in enger Zusammenarbeit mit der Nephrologie)

  • Nierenersatztherapie: intermittierende und kontinuierliche Nierenersatzverfahren
  • Akutplasmapherese
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Informationen für Angehörige und Besucher der Intensivstation