Medizinische Schwerpunkte

Intensivmedizin

Informationen für Angehörige und Besucher der Intensivstation

Liebe Angehörige,

ein Aufenthalt auf der Intensivstation ist für Patientinnen und Patienten sowie für ihre Angehörigen eine belastende Ausnahmesituation. Auf unseren beiden Intensivstationen ist es uns daher wichtig, Sie als Angehörige zu begleiten, zu informieren und einzubeziehen. Wir verstehen Angehörige und weitere Bezugspersonen als wichtigen Teil des Behandlungsteams. Bitte sprechen Sie uns jederzeit an, wenn Sie Fragen oder Sorgen haben oder etwas nicht verstehen.

Unsere Stationen

Das Klinikum Coburg verfügt über zwei Intensivstationen für Erwachsene. Beide Stationen haben je 12 Behandlungsplätze mit modernster Überwachungs- und Beatmungstechnologie. Wir behandeln kritisch Kranke aller internistischen Fachbereiche auf Station 41 und aller operativen Fachbereiche auf Station 42. Hierfür stehen Ein- und Dreibettzimmer zur Verfügung, deren Belegung sich aus pflegerischen und medizinischen Notwendigkeiten ergibt. Wir sind ein Haus der Schwerpunktversorgung und können somit ein breites Spektrum an komplexen Behandlungsmöglichkeiten der modernen Intensivmedizin bieten.

Unser Team
Für eine optimale Versorung unserer Patientinnen und Patienten arbeiten verschiedene Berufsgruppen eng zusammen und beziehen auch die Angehörigen in den Genesungsprozess mit ein.

Pflegerisches Team
Mehr als 60 Pflegekräfte sorgen im Schichtdienst rund um die Uhr für die Grund- und Behandlungspflege sowie therapeutische Maßnahmen und assistieren bei ärztlichen Tätigkeiten. Unterstützt wird das Pflegeteam von Kolleginnen und Kollegen aus der Physiotherapie. Durch das Schichtsystem ergibt sich, dass die Betreuung eines Patienten nicht durchgängig von der selben Pflegekraft erbracht werden kann. Jede Pflegekraft versorgt zudem in aller Regel mehrere Patienten. Dennoch bemühen wir uns um eine größtmögliche Kontinuität in der Betreuung. Ärztliches Team Auf beiden Stationen stehen rund um die Uhr jeweils eine/ein Stationsärztin/-arzt sowie eine/ein zuständige/r Oberärztin/Oberarzt zur Verfügung. Dabei steht die Station 41 unter medizinischer Leitung der Kardiologie und die Station 42 der Anästhesiologie.

Auch Sie gehören dazu!
Als Angehörige und Bezugspersonen sind Sie wichtige Bindeglieder zwischen Patienten und Behandlungsteam. Wichtige Informationen wie z.B. Vorlieben, Abneigungen oder Handicaps können nur Sie uns geben. Sie möchten sich darüber hinaus noch mehr einbringen? Dann geben wir Ihnen gerne Hinweise, wie Sie sich an der Pflege beiteiligen und den Genesungsprozess unterstützen können.

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Besuche auf der Intensivstation

Unmittelbar vor den Intensivstationen befindet sich ein separater Wartebereich. Hier finden Sie ein Telefon, über das Sie bitte Ihren Besuch auf der jeweiligen Station anmelden - wir werden Sie schnellstmöglich abholen. Bitte haben Sie Verständnis, dass es aufgrund verschiedener Situationen zu kurzen Wartezeiten kommen kann.

Auch Ruhe ist wichtig - für die Patienten und Sie
Besuche sind ein wichtiger Part im Genesungsprozess. Bedenken Sie aber, dass gerade ein schwerkranker Mensch auch Ruhe braucht und Besuche schnell zu Stress führen können. Aus diesem Grund bitten wir Sie, maximal zu zweit zu kommen. Auch Sie selbst sollten auf sich achten, Ihre Kräfte einteilen und genügend Ruhezeiten einplanen. Nur so können Sie für Ihre/Ihren Angehörigen eine starke Stütze sein.

Kleine Besucher
Nach vorheriger Rücksprache mit dem Behandlungsteam sind auch Besuche durch Kinder möglich. Bitte beachten Sie, dass eine Intensivstation keine Station wie jede andere ist und eine sehr ungewohnte Umgebung zeigt. Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um den Besuch vorzubereiten.

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Besuchszeiten

Die Regelbesuchszeit ist im Zeitfenster 8:00 - 20:00 Uhr. Da vor allem am Vormittag viele ärztliche, pflegerische und diagnostische Maßnahmen stattfinden, empfehlen wir, Besuche auf den Nachmittag und frühen Abend (14:30 - 19:00 Uhr) zu legen. Ausnahmen von diesen Zeiten sind nach Rücksprache selbstverständlich immer möglich.

Häufig gestellte Fragen

Was benötigt mein Angehöriger?
Für den Aufenthalt auf unseren Stationen werden in erster Linie persönliche Hilfsmittel wie Brille, Hörgerät, Zahnprothese u.ä. benötigt. Sofern gewünscht, können auch Handy, Tablet oder ein Buch mitgebracht werden. Bringen Sie gerne auch Bilder von sich und Ihrem Zuhause mit oder auch Gegenstände, die an Zuhause erinnern. Alle anderen Dinge - insbesondere Taschen, Wertgegenstände und Bargeld - bitten wir Sie mit nach Hause zu nehmen.

Hat mein Angehöriger Schmerzen?
In jedem Fall können Sie sicher sein, dass wir uns um eine angemessene Schmerzbehandlung kümmern. Wache Patienten fragen wir mehrmals täglich, ob sie Schmerzen haben. Insbesondere bei bewusstlosen Patienten achten wir sorgfältig auf Anzeichen für Schmerzen, um gezielt gegenzusteuern. Mein Angehöriger ist bewusstlos.

Ist da ein Besuch überhaupt sinnvoll?
Auch sedierte, bewusstlose Patienten nehmen wahr, wenn jemand mit ihnen spricht und sie berührt. Dazu möchten wir Sie ausdrücklich ermutigen. Erzählen Sie zum Beispiel von Ihrem Tag, vom Wetter oder den Enkelkindern. Intensivpatienten fehlt aufgrund der starken Schmerzmittel oder einer Bewusstlosigkeit mitunter die eigene Erinnerung an die gesamte Behandlungszeit. Vielleicht möchten Sie daher einige Erinnerungen oder Meilensteine schriftlich für sie/ihn festhalten?

Warum ist er/sie an so viele Geräte angeschlossen?
Wir erklären Ihnen gerne die Funktionen der einzelnen Geräte und wofür sie nötig sind. Sprechen Sie uns auch gerne aktiv darauf an.

Warum wirkt mein Angehöriger so verändert?
Durch verschiedene Faktoren kann Ihr Angehöriger auf einer Intensivstation anders auf Sie wirken als gewohnt. Einige Patienten sind verändert im Bewusstseinszustand oder auch desorientiert. Wir arbeiten stets mit verschiedenen Maßnahmen daran, den Zustand Ihres Angehörigen zu verbessern. Auch Sie können dabei mitwirken - auf Wunsch geben wir Ihnen gerne Hinweise, was Sie tun können. Sprechen Sie uns auch jederzeit an, wenn Sie Fragen haben oder verunsichert sind.

Was ist noch zu beachten?

Vor dem Betreten der Intensivstation melden Sie sich am Eingang über die Rufanlage an. Durch die intensive Betreuung der Patienten können hier zeitweise Wartezeiten entstehen. Bitte haben Sie etwas Geduld. Bei längeren Wartezeiten haben Sie die Möglichkeit, sich in der Cafeteria aufzuhalten. Nach Ihrer Rückkehr sollten Sie sich nochmals über die Rufanlage melden. Aus Gründen der Hygiene dürfen keine Pflanzen auf die Intensivstation mitgebracht werden. Bringen Sie lieber Ihrem Angehörigen kleinere, für ihn oder sie wichtige persönliche Gegenstände wie Fotos, Walkman mit Kopfhörer und der Lieblingsmusik des Patienten oder der Patientin mit. Da wir Patienten häufig kurzfristig verlegen und die Möglichkeiten, Wertsachen einzuschließen, begrenzt sind, bitten wir um Ihr Verständnis, möglichst keine Wertgegenstände, Schmuck oder größere Summen Bargeld mitzubringen. Für Wertgegenstände kann prinzipiell keine Haftung übernommen werden. Handtücher und Waschlappen werden von uns gestellt - es genügt also ein Kulturbeutel mit Toilettenartikeln und ggf. bei Männern ein Elektrorasierer.

Telefonische Erreichbarkeit

Für einen gut funktionierenden Informationsaustausch ist es wichtig, dass aus dem Kreis der Angehörigen/ Bezugspersonen eine Person als Hauptansprechpartner benannt wird. So stellen wir sicher das stets über eine Person die aktuellen Informationen korrekt vermittelt werden und Sie können untereinander im Austausch bleiben.

Sie erreichen uns rund um die Uhr unter diesen speziell für Sie eingerichteten Telefonnummern:

• Internistische Intensivstation - Station 41: Telefon 09561 22-6481
• Operative Intensivstation - Station 42 Telefon: 09561 22-6482

Sofern möglich reichen wir das Telefon gerne weiter, sodass Sie selbst mit Ihrem/Ihrer Angehörigen sprechen können. Selbstverständlich können Sie ihn/sie auch direkt auf dem eigenen Handy anrufen. Bitte denken Sie daran, dass die Versorgung unserer Patienten immer Vorrang hat. Sofern wir bei Ihrem Anruf eine Frage nicht direkt und sofort beantworten können, rufen wir Sie gerne zurück, sobald es die Zeit erlaubt (bevorzugt den benannten Ansprechpartner). Gleiches gilt, wenn Sie eine Ärztin/ einen Arzt telefonisch sprechen möchten. Um unsere Schweigepflicht nicht zu gefährden, empfehlen wir Ihnen, konkrete Fragen lieber persönlich bei einem Besuch zu klären. Gerne rufen wir auch den uns benannten Ansprechpartner zurück oder erfragen in Einzelfällen ein zuvor vereinbartes Codewort.

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Wichtige Hinweise

  • Bitte desinfizieren Sie sich vor Betreten und nach Verlassen der Intensivstation gründlich die Hände.
  • Sie sind erkältet oder haben Anzeichen einer Infektionskrankheit? Dann besprechen Sie dies bitte vor Ihrem Besuch mit dem Behandlungsteam. Eventuell sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich, um Ihren Angehörigen nicht zu gefährden. Sofern Sie sich richtig krank fühlen oder Fieber haben, sollten Sie auf einen Besuch lieber verzichten.
  • Ohne Rücksprache mit dem Behandlungsteam sollten Sie dem Patienten keine Getränke und Speisen geben. Unter Umständen gibt es hierfür Einschränkungen, die im Sinne des Behandlungserfolges beachten werden müssen.
  • Aus hygienischen Gründen sind auf einer Intensivstation Blumen oder Topfpflanzen leider nicht gestattet.
  • Sollte Ihr Angehöriger eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung ausgestellt haben, so legen Sie uns diese bitte möglichst umgehend vor.