Dresden,
09
Dezember
2024
|
17:45
Europe/Amsterdam

1.000 Jugendliche setzen sich mit Drogenmissbrauch auseinander

Prävention im Fokus

Tausend Schüler setzen sich in dieser Woche mit dem brisanten Thema „Drogenalarm – Legale und illegale Suchtmittel“ auseinander. Die Schüler-Informationswoche der Klinik für Herzchirurgie des Herzzentrums Dresden Universitätsklinik findet bereits zum 15. Mal im Deutschen Hygienemuseum statt und bietet noch bis zum 12. Dezember Raum für intensive Auseinandersetzungen mit den gesundheitlichen, sozialen und rechtlichen Folgen von Drogenkonsum.

Die Resonanz ist überwältigend: Insgesamt nehmen 1.000 Schülerinnen und Schüler aus neun Gymnasien Dresdens und der Umgebung teil. Viele der Plätze waren bereits vergeben, bevor die offiziellen Einladungen versandt wurden. „Es zeigt, wie dringend der Bedarf nach Aufklärung zu diesem Thema ist“, erklärt Prof. Dr. Klaus Matschke, Direktor der Klinik für Herzchirurgie. „Unser Ziel ist es, nicht nur medizinisch zu behandeln, sondern auch präventiv einen Beitrag zu leisten.“

Medizinische Einblicke in die Folgen des Drogenkonsums

Prof. Matschke und sein Kollege Ali Waghefi veranschaulichen den Jugendlichen anhand eines realen Falls, welche Schäden durch Drogenmissbrauch entstehen können. Insbesondere die Auswirkungen auf das Herz standen im Fokus – bis hin zur Tragik, dass Patienten durch ihren Konsum von einer dringend notwendigen Herztransplantation ausgeschlossen werden müssen.

Theater, Bewegung und echte Einblicke

Die Veranstaltung setzt auf einen interaktiven Ansatz: Die Darsteller des Theaterpädagogischen Zentrums Sachsen regen mit einem eindrucksvollen Theaterstück und anschließenden Rollenspielen dazu an, sich intensiv mit den persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Drogen auseinanderzusetzen.

In den Pausen bringen Spieler der Dresden Titans Bewegung und Dynamik in den Saal und sorgen für eine kurze Auszeit vom ernsten Thema.

Yago, der tierische Experte

Absoluter Stargast jeden Tag ist aber jemand anderes: Yago. Der anderthalbjährige belgische Schäferhund ist ausgebildeter Drogenspürhund der Polizei Sachsen. Sein tägliches Training absolviert er in dieser Woche im Hygienemuseum und zeigt den Jugendlichen dabei, wie einfach es für ihn ist, auch kleinste Mengen an Kokain, Heroin, Crystal oder Ecstasy zu finden. „Das Tolle ist: für Polizei und Staatsanwaltschaft ist es super nützlich und für die Hunde ein großer Spaß. Denn bei deren Ausbildung werden Drogen und Spielzeug verknüpft, sodass die Drogensuche für den Hund immer ein Spiel ist“, erklärt Thomas Hellmich, Ministerialrat und Staatsanwalt a.D., der sich viele Jahre in der Abteilung für organisierte Kriminalität und Drogenhandel der Bekämpfung von Drogendelikten widmete.

Er spricht über die rechtlichen Konsequenzen von Drogenbesitz und -konsum. Neben seinen Einblicken in die juristischen Folgen klärt Hellmich zudem über die Unterschiede verschiedener Substanzen auf, von Cannabis über Opiate bis hin zu synthetischen Rauschmitteln.

Ein Leuchtturmprojekt für Prävention

Die Schüler-Informationswoche, die vor über 15 Jahren mit einer einzelnen 90-minütigen Vorlesung begann, ist mittlerweile eine feste Größe im Lehrplan vieler Schulen der Region und ein Herzstück des Engagements des Herzzentrums Dresden. „Wir möchten junge Menschen für die Risiken von Drogen sensibilisieren und ihnen die Möglichkeit geben, in einem geschützten Rahmen Fragen zu stellen und sich umfassend zu informieren. Und wir sind stolz darauf, jedes Jahr so viele Schülerinnen und Schüler zu erreichen“, betont Prof. Matschke.

Herzchirurg Ali Waghefi spricht über die Auswirkungen von Drogen auf das Herz

Herzchirurg Ali Waghefi vom Herzzentrum Dresden spricht über die Auswirkungen von Drogen auf das Herz bei der 15. Schülerwoche des Herzzentrums Dresden.

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Polizeihundeführer und Rüde Yago

Star des Tages: Schäferhundrüde Yago zeigt sein Können bei der Suche nach diversen Drogen. Der Drogenspürhund wird von Jörg Siebert trainiert, der Ausbilder an der Diensthundeschule der Sächsischen Polizei.

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Darsteller des Theaterpädagogischen Zentrums Sachsen bei der Schülerwoche des Herzzentrums Dresden

Darsteller des Theaterpädagogischen Zentrums Sachsen zeigen mit einem Theaterstück, wie Jugendliche in den Drogenstrudel geraten.

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Volker Schmidt erklärt Herz-Lungenmaschine

Kardiotechniker Volker Schmidt vom Herzzentrum Dresden erklärt Schülern des Gymnasiums Klotzsche die Herz-Lungenmaschine, die bei Herz-Operationen zum Einsatz kommt.

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Anke Hennig zeigt einen typischen Instrumententisch im OP des Herzzentrums Dresden

OP-Pflegerin Anke Hennig (re.) vom Herzzentrum Dresden zeigt einen typischen Instrumententisch im OP des Herzzentrums Dresden.

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Dresden Titans

Aaron Kayser (li.) und Koen Sapwell vom Basketballteam  Dresden Titans sorgen in der Pause der Schülerwoche des Herzzentrums Dresden für einen sportlichen Ausgleich.

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Staatsanwalt Thomas Hellmich bei der Schülerwoche des Herzzentrums Dresden

Ministerialrat und Staatsanwalt a.D. Thomas Hellmich spricht über die rechtlichen Auswirkungen von Drogenbesitz.

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Über das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik 

Das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik, ein Krankenhaus der Sana Kliniken AG, ist ein Fachkrankenhaus der Maximalversorgung mit 220 Planbetten und ca. 800 Mitarbeitern. Insgesamt werden in den Kliniken für Herzchirurgie sowie Innere Medizin und Kardiologie jährlich rund 15.000 Patienten ambulant und ca. 10.000 Patienten stationär behandelt.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.