24/7: Lebensretter mit Herz
Kardiologen-Alltag zwischen Patientenbett, Schreibtisch und Katheterlabor in Sana Kliniken Niederlausitz
- Klinik für Kardiologie und Rhythmologie der Sana Kliniken Niederlausitz versorgt pro Jahr rund 5000 Patienten aus dem Süden Brandenburgs
- 24/7-Rufbereitschaft in Herzkatheterlaboren und Hybrid-OP
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachärzten, Therapeuten, Pflege und Sozialdienst auf Behandlungsweg der Patienten
Ob akuter Herzinfarkt oder chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen: Die Klinik für Kardiologie und Rhythmologie der Sana Kliniken Niederlausitz versorgt pro Jahr rund 5000 Patienten aus dem Süden Brandenburgs. Das Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegeprofis um Chefarzt Prof. Dr. Guido Matschuck ist rund um die Uhr im Einsatz, um Leben zu retten und Lausitzer Herzen zu reparieren. Dabei haben die Spezialisten stets den jeweils besten Behandlungsweg für jeden einzelnen Patienten im Blick.
Es ist kurz vor 7:30 Uhr. Während die Patienten auf der kardiologischen Station im Krankenhaus Senftenberg gerade ihr Frühstück serviert bekommen, eilt Prof. Dr. Guido Matschuck den langen Flur im Erdgeschoss entlang und öffnet schwungvoll die Tür zu seinem Büro am Ende des Ganges. Mit der Aktentasche in der Hand geht es erst einmal ins Büro von Chefarztsekretärin Janett Barwisch. Ein freundliches Hallo. Kurze Lagebesprechung, wie jeden Morgen: Was hat sich gestern noch ergeben? Was steht heute an Tagesaufgaben an? Dann wechselt der Chefkardiologe der Sana Kliniken Niederlausitz an seinen Schreibtisch. Während der PC hochfährt, lässt Prof. Dr. Guido Matschuck den ersten Kaffee des Tages aus der Mini-Maschine auf dem Fensterbrett in die Tasse laufen. Auf dem Bildschirm wartet eine Flut an Informationen: Briefe von Hausärzten, Befunde von Patienten, die Neuzugänge der vergangenen Nacht. Der Mediziner verschafft sich einen Überblick und steht wenige Minuten später schon zur Frühbesprechung im Nachbarbüro bei Oberarzt Dr. Ayoub Amara, der die beiden Herzkatheterlabore der Sana Kliniken Niederlausitz leitet.
Im Herzkatheterlabor machen Chefkardiologe Prof. Dr. Guido Matschuck (Mitte) und sein Team die Problemstellen der Herzen sichtbar.
Rund um die Uhr einsatzbereit für Notfall-Patienten
In der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie gibt es keine Zeit zu verschenken. Die 45 Betten starke Station im zweiten Obergeschoss des Senftenberger Krankenhauses ist nahezu immer voll ausgelastet. Zusätzlich zu den Herz-Patienten, die zu einem geplanten Eingriff oder einer Untersuchung stationär aufgenommen werden, kommen akute Notfälle aus dem gesamten Süden Brandenburgs. „Wir geben unser Bestes dafür, dass Rettungsdienste uns mit Patienten, die an akuten Herzproblemen leiden, rund um die Uhr ansteuern können. Denn sonst müssten sie lange Transportwege und inakzeptable Zeitverluste in Kauf nehmen, um so umfassend wie bei uns versorgt werden zu können. Doch im Notfall zählt jede Minute - und jeder Kilometer kostet wertvolle Zeit“, sagt Prof. Dr. Guido Matschuck. Das war jedoch nicht immer so. Erst seit dem Sommer 2022 stellen die Sana Kliniken Niederlausitz auch außerhalb der normalen Dienstzeit die Rufbereitschaft für Herzinfarkte rund um die Uhr sicher. Weil sich Herzinfarkte nicht an Tages- und Nachtzeiten halten, hat das engagierte Team aus Pflegekräften und interventionellen Kardiologen Schritt für Schritt die Herzinfarktbereitschaft im Süden Brandenburgs aufgebaut. Gute zwei Jahre später dürfen sich Patientinnen und Patienten jederzeit darauf verlassen, dass Lausitzer Herzen in den Senftenberger Sana Kliniken in guten Händen sind. Auch in der zurückliegenden Nacht sind wieder Notfall-Patienten in die Klinik eingeliefert worden. Einer von ihnen mit einem akuten Herzinfarkt. Dank der Rufbereitschaft im Herzkatheterlabor und im Hybrid-OP konnte der Mann noch in der Nacht untersucht und behandelt werden. In der Intermediate-Care-Einheit, einer speziellen Station, auf der Patienten nach einer Behandlung sehr genau überwacht werden, wird der Gesundheitszustand des Patienten mit Argusaugen genauestens beobachtet, bis sein Zustand so stabil ist, dass er auf die kardiologische Station verlegt werden kann. „Der IMC-Aufenthalt ist notwendig, weil die Vitalparamenter wie Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung in diesem Bereich über ein Alarmsystem verbunden und über große Monitore durch die diensthabenden Pflegekräfte und Ärzteteams im Blick behalten werden können. Auf der Normalstation ist diese lückenlose Überwachung nicht möglich“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck den interdisziplinären Versorgungsansatz in Senftenberg. Leben retten gehört für das Team der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie zum Alltag. Und wie ein Herz wieder gesund wird, wissen die Pflegeprofis und Ärzteteams aus dem FF.
Start in den Klinikalltag: Aufgaben in der Klinik verteilen
Bevor der Chefarzt sich auf den Weg ins Herzkatheterlabor macht, um die Herzen der ersten geplanten Patienten des Tages mit modernster Medizintechnik unter die Lupe zu nehmen, klärt er mit Oberarzt Dr. Ayoub Amara welche Fach- und Assistenzärzte die Visite auf der Station übernehmen und wer bei der Funktionsdiagnostik, im Herzkatheterlabor sowie in der Notaufnahme unterstützt. Denn das Team der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie ist auf viele Wirkungsstätten im Senftenberger Krankenhaus verteilt. Für die Weiterbildungsassistenten der Klinik bringt die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen und versierten Fachärzten jede Menge Vorteile: Sie sind nah an den Patienten und gewinnen anhand des breiten medizinischen Spektrums, das die Klinik abdeckt, jede Menge praktisches Wissen. Kompetenter Facharzt-Nachwuchs liegt den Sana Kliniken Niederlausitz am Herzen, damit die Menschen in der Region auch morgen noch gut versorgt sind. Deshalb ist die Ausbildung der angehenden Mediziner hier Chefsache.
Auf dem Weg zur Teambesprechung: Die Pflege- und Ärzteteams arbeiten Hand in Hand, um für die Patienten die besten Behandlungsergebnisse zu erreichen.
Start in den Klinikalltag: Aufgaben in der Klinik verteilen
Bevor der Chefarzt sich auf den Weg ins Herzkatheterlabor macht, um die Herzen der ersten geplanten Patienten des Tages mit modernster Medizintechnik unter die Lupe zu nehmen, klärt er mit Oberarzt Dr. Ayoub Amara welche Fach- und Assistenzärzte die Visite auf der Station übernehmen und wer bei der Funktionsdiagnostik, im Herzkatheterlabor sowie in der Notaufnahme unterstützt. Denn das Team der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie ist auf viele Wirkungsstätten im Senftenberger Krankenhaus verteilt. Für die Weiterbildungsassistenten der Klinik bringt die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen und versierten Fachärzten jede Menge Vorteile: Sie sind nah an den Patienten und gewinnen anhand des breiten medizinischen Spektrums, das die Klinik abdeckt, jede Menge praktisches Wissen. Kompetenter Facharzt-Nachwuchs liegt den Sana Kliniken Niederlausitz am Herzen, damit die Menschen in der Region auch morgen noch gut versorgt sind. Deshalb ist die Ausbildung der angehenden Mediziner hier Chefsache.
Während Prof. Dr. Guido Matschuck gegen 8.30 Uhr mit OP-Kleidung und schwerer Bleischürze zum Schutz vor den Röntgenstrahlen im Herzkatheterlabor mit der ersten Untersuchung beginnt, startet auf der kardiologischen Station die Visite. Jeder Patient wird von dem blau-weißen Tross aus Oberärzten, Fach- und Assistenzärzten besucht: „Wie geht es heute?“ „Wie war die Nacht?“ Bis gegen Mittag dauert die Visite. Bevor es weitergeht, bleibt nur ein kurzes Zeitfenster für ein schnelles gemeinsames Mittagessen. Kurz Luftholen. Durchatmen. Auf zur Mittagsrunde.
Jeden Patienten genau im Blick: Große Mittagsrunde mit dem Chefarzt
Pünktlich um 12 Uhr trifft sich das Team der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie im großen Besprechungsraum zur Mittagsrunde. Alle Assistenzärzte, alle Oberärzte sowie jeweils ein Vertreter der Pflege, des Medizincontrollings und des Sozialdienstes sind bei dieser täglichen Beratung mit an Bord. Geballte Kompetenz an einem Tisch. „In dieser Runde wird jeder Patient einzeln besprochen: Wie sehen die Laborwerte aus? Welchen Eindruck hat der Patient während der Visite gemacht? Gibt es neue Erkenntnisse? Muss die Medikation angepasst werden? Brauchen wir weitere Untersuchungen? Wer kann entlassen werden und wer hat eventuell zusätzlichen Pflegebedarf? All das klären wir in diesem Kreis. Der Vorteil ist, dass jeder sich mit seiner Expertise einbringt und wir als multiprofessionelles, interdisziplinäres Team gemeinsam den weiteren Behandlungsweg jedes Patienten beraten“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck. Auf Monitoren hat das Team dabei stets alle aktuellen Werte und Befunde im Blick. Das ist nur möglich, weil der Stationsalltag bestens organisiert und die Aufgaben klar verteilt sind.
Engagierte und kompetente Pflegekräfte übernehmen die tägliche Betreuung, nehmen Blut ab, bestimmen die Vitalparameter und stellen mit verlässlicher Sorgfalt die Medikamente zusammen, die im Rahmen der täglichen Visiten angepasst werden. „In dieser Mittagsbesprechung können wir alle wichtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt im Team klären“, erklärt der Chefarzt, was für ihn die besondere Qualität dieser Beratung ausmacht und warum seine Anwesenheit außer Frage steht. Auch wenn er nicht jeden Patienten auf der Station persönlich sieht, nicht an jedem Patientenbett im weißen Kittel auftaucht und die Erkrankung und die Therapie persönlich erklärt, so hat der Herz-Spezialist mit seinem Team dennoch jeden einzelnen Fall genaustens im Blick. Und die alltägliche Runde hat noch eine weitere wichtige Funktion: Sie dient als kleine Weiterbildungseinheit für die Assistenzärzte, die hier auf kürzestem Wege von den erfahrenen Spezialisten ganz viel über Diagnostik und Therapie von Herzpatienten lernen können. Die beste Schule für die angehenden Fachärzte.
Keine Zeit zu verlieren: Wenn es ums Herz geht, zählt jede Sekunde
Nach der Mammutrunde geht es ohne Pause weiter. In der Funktionsdiagnostik und im Herzkatheterlabor warten bereits die nächsten Patienten. Die Klinik für Kardiologie und Rhythmologie hat sich unter der Leitung von Prof. Dr. Guido Matschuck zu einer hervorragenden Adresse für Lausitzer Herzpatienten etabliert. Moderne Verfahren wie High-End-Echokardiographie, Cardio-Computertomographie, Elektrokardiographie (EKG), Ergometrie (Belastungs-EKG) und Lungenfunktionstests in der Funktionsdiagnostik des Hauses gewährleisten eine sichere Diagnostik. Nur so ist es möglich herauszufinden, was den Patienten fehlt und wie der beste Therapieweg aussieht.
Dank der Expertise der Kardiologen können eine Vielzahl von Herzerkrankungen direkt in Senftenberg behandelt werden. Ein enormer Vorteil für die vielen älteren Patienten aus der Region, die so wohnortnah versorgt sind und von den Angehörigen regelmäßig besucht werden können. Eine hochmoderne Anlage, die erst seit kurzem in den Sana Kliniken Niederlausitz im Einsatz ist, erlaubt beispielsweise Elektrophysiologische Untersuchungen, mit denen alle Arten von Herzrhythmusstörungen identifiziert und therapiert werden können. Medizintechnik auf dem neuesten Stand, die sich sonst nur in Zentren findet. Im Herzkatheterlabor und im Hybrid-Saal können die Experten darüber hinaus in Minutenschnelle verengte und verschlossene Herzkranzgefäße weiten und Patienten mit einem akuten Herzinfarkt das Leben retten.
Prof. Dr. Guido Matschuck ist Chefkardiologe der Sana Kliniken Niederlausitz.
Entspannung am Senftenberger Hotspot: Kurze Runde am See
Bis weit in den späten Nachmittag hinein laufen die Untersuchungen und Behandlungen. „Die Oberärzte und ich bleiben in der Regel so lange, bis die letzte Untersuchung des Tages abgeschlossen und das letzte Gespräch mit Patienten oder Angehörigen geführt ist“, berichtet Prof. Dr. Guido Matschuck. Während es draußen schon dunkel geworden ist, kehrt der Chefarzt in sein Büro zurück. Und schon klingelt das Telefon. Am anderen Ende eine Hausärztin aus Ortrand, die dringend einen Patienten zu einer Untersuchung anmelden möchte. „Kein Problem. Das schauen wir uns an und gehen der Ursache für die Beschwerden auf den Grund. Dafür sind wir da“, sagt Prof. Dr. Guido Matschuck in den Hörer, während er die wichtigen Daten des Patienten direkt in den Computer eintippt. „Wir erledigen das gleich morgen Mittag. Um 8 Uhr soll der Patient sich in zentralen Aufnahme melden. Ich informiere die Kollegen“, sagt er und verabschiedet sich. Normaler Alltag in der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie. Auf der Station bekommen die Patienten gerade ihr Abendessen. Die Pflegeprofis der Spätschicht eilen durch die Gänge, bringen Medikamente, wechseln Infusionen, helfen beim Umziehen und Waschen. Langsam kehrt Ruhe ein.
Der Chefkardiologe schaltet das Licht im Büro an und setzt sich wieder an den Rechner. Das Postfach ist gut gefüllt. Zahlreiche E-Mails warten auf Antwort, diverse Befunde müssen gelesen werden. Routine nach einem langen Untersuchungstag. Schließlich sind die wichtigsten Nachrichten erledigt. Zeit für eine Joggingrunde am See. Der passionierte Segler und Golfspieler liebt die Bewegung – und laufen am Wasser gehört dazu.
Prof. Dr. Guido Matschuck zieht sich die Sportkleidung über, schnürt die Joggingschuhe und läuft in den Feierabend. Das Diensthandy bleibt allerdings in Griffweite. Denn der Chefarzt hat in dieser Nacht Bereitschaftsdienst im Herzkatheterlabor. Sobald ein Anruf von einem Rettungsdienst aus der Region eingeht, ist er mit seinem Team wieder im Einsatz. Herzen retten bei Tag und Nacht, denn Infarkte halten sich nicht an Dienstzeiten.