4. Februar - Weltkrebstag: Diagnose Darmkrebs
So begleitet das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen Patienten auf ihrem Behandlungsweg
- immer mehr jünge Menschen erkranken an Darmkrebs
- Früherkennung besonders bei familiärer Vorbelastung wichtig
- G-BA regelt einheitlichen Vorsorgezugang für Männer und Frauen ab 50 Jahren
Der Trend hält seit mehreren Jahren an: Immer mehr auch jüngere Menschen erkranken an Darmkrebs. Je früher der Krebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung, sagen Chefarzt Heinz-Peter Vetter und der Leitende Oberarzt Dr. Christian Schirner vom Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen. Sie raten Erwachsenen, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.
„Die Anzahl der Darmkrebserkrankungen wird aufgrund erfolgreicher Früherkennung insgesamt geringer, aber die Betroffenen werden immer jünger“, erklärt Dr. Christian Schirner, Facharzt für Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie. Chefarzt Heinz-Peter Vetter und er sind Experten in der Behandlung von Tumorerkrankungen im Darm und sehen Jahr für Jahr viele Schicksalsschläge. Offiziellen Angaben des Zentrums für Krebsregisterzahlen zufolge wird jährlich bei mehr als 50.000 Menschen in Deutschland diese Erkrankung diagnostiziert.
Die Anzahl der Darmkrebserkrankungen sinkt aufgrund erfolgreicher Früherkennung ingesamt, dennoch werden Betroffene immer jünger. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat nun die Vorsorge für Frauen und Männer ab 50 Jahren einheitlich geregelt. Download und Copyright
In der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie sowie Proktologie in Königs Wusterhausen, die unter der Leitung von Chefarzt Heinz-Peter Vetter steht, bildet die Tumorchirurgie einen der Schwerpunkte. „Wir begleiten unsere Patienten auf Wunsch während der gesamten Therapie und behalten die Behandlungsfäden in der Hand“, erklärt der erfahrene Mediziner Heinz-Peter Vetter. Beide Chirurgen übernehmen nicht nur die Operationen, sondern bieten auch eine prä- und postoperative Beratung an. Die Klinik koordiniert für die Patienten die Chemotherapie und Bestrahlung, die außerhalb des Achenbach-Krankenhauses stattfindet, kümmert sich um Nachsorge und Nachbehandlung. Ganz eng wird dabei auch mit den Spezialisten vom Tumorzentrum im Sana-Klinikum Berlin-Lichtenberg zusammengearbeitet. „In den gemeinsamen Tumorkonferenzen besprechen wir jeden Fall und legen unter objektiven medizinischen Gesichtspunkten das beste Vorgehen fest“, betont Heinz-Peter Vetter.
Spätestens ab 50 zur Vorsorge-Untersuchung
Um schweren Krankheitsverläufen möglichst vorzubeugen, raten die Fachärzte zur regelmäßigen Vorsorge. Seit Januar dieses Jahres regelt die neue Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) einen erleichterten und einheitlichen Zugang zur Darmkrebsvorsorge. Männer und Frauen ab 50 Jahren erhalten demnach das gleiche Vorsorgeangebot und haben zweimal im Abstand von 10 Jahren einen Anspruch auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. „Bei familiären Vorbelastungen oder chronisch entzündlichen Erkrankungen des Dickdarms auch schon früher. Und natürlich sollten auch alle, die Symptome wie Blutungen oder Gewichtsverlust bemerken, umgehend einen Facharzt aufsuchen“, rät Dr. Christian Schirner. Vorsorge und Abklärung schützen dabei nicht nur den Patienten selbst, sondern auch seine Familie. Denn bei einem auffälligen Befund kann auch die Risikokonstellation für nahe Verwandte ermittelt und so ihre Vorsorge rechtzeitig angepasst werden.
Der Königs Wusterhausener Chefchirurg Heinz-Peter Vetter betreut gemeinsam mit seinem Team Jahr für Jahr viele Patienten in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäßchirurgie und Proktologie. Die Experten für Turmorerkrankungen im Darm raten zur regelmäßigen Vorsorge. Download und Copyright
Große Fortschritte bei Diagnostik und Therapie
„In der Diagnostik und Therapie von Darmkrebs hat es in den vergangenen 20 Jahren große Fortschritte gegeben. Heute können Befunde beispielsweise viel präziser analysiert werden und Patienten erhalten eine individualisierte Therapie mit zielgenauen Medikamenten“, sagt Heinz-Peter Vetter. Fortschritte gab es auch bei den operativen Eingriffen. „Wir sind heute weitestgehend weg von der offenen OP und großen Schnitten. Die minimalinvasive Chirurgie arbeitet heute laparoskopisch. So sind nur noch kleine Schnitte nötig. Außerdem verfügen wir über Medizintechnik, die eine wesentlich bessere Navigation im Bauchraum erlaubt und über deutlich bessere bildgebende Verfahren“, führt der Chefarzt weiter aus. So profitieren die Patienten von schneller und besser heilenden Eingriffsstellen.
Ganzheitliche Unterstützung für Patienten
Auch rund um den operativen Eingriff hat sich sehr viel getan, um Patienten so intensiv und umfassend wie möglich auf ihrem Behandlungsweg zu begleiten. Die Verweildauer in der Klinik nach einer Operation hat sich heute auf nur noch wenige Tage verkürzt. Das liegt zum einen an den schonenderen Eingriffen, zum anderen aber auch an einer sanfteren Anästhesie und einer gezielten Mobilisierung der Patienten. Patienten bekommen heute bereits auf der Intensivstation Unterstützung von Physiotherapeuten, um so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen. Außerdem erhalten Betroffene psychologische und sozialmedizinische Begleitung, bekommen Ernährungs- und Bewegungspläne, maßgeschneiderte Schmerztherapien und Kontakte zu Selbsthilfegruppen, damit ihnen der Umgang mit der Krankheit leichter fällt. „Am Ende sind es viele kleine Schritte, die dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten schneller wieder zu Hause sind und sich dort weiter erholen können“, ergänzt Heinz-Peter Vetter die Vielzahl der Möglichkeiten, die moderne Medizin heute bietet, um Menschen mit der Diagnose Darmkrebs zu begleiten.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versordnungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.