Senftenberg,
25
Juni
2026
|
11:48
Europe/Amsterdam

40 Grad in der Niederlausitz: Wenn Sommer zur Belastungsprobe wird

Sana Kliniken Niederlausitz bereiten sich auf Extremhitze vor – von Kreislaufproblemen, Badeunfällen und unterschätzten Risiken auf Straße, See und im Alltag

Zusammenfassung
  • Extremhitze trifft die Niederlausitz: Sana Kliniken rechnen mit mehr Kreislaufproblemen, Dehydrierung, Bade- und Freizeitunfällen
  • Ärztlicher Direktor Dr. Volkmar Hanisch ordnet die Risiken aus Sicht von Notfallmedizin, Innerer Medizin und Intensivmedizin ein
  • Krankenhaus aktiviert Hitzeschutzmaßnahmen: zusätzliche Notaufnahme-Strukturen, angepasste Trinkmengen, Kaltschalen, Schutz stationärer Patienten und klare Hinweise zu 112, 116117 und KV-Bereitschaftspraxis

Es wird ein Wochenende, an dem die Niederlausitz nach draußen zieht. An die Seen. Auf die Boote. Auf die SUP-Boards. In die Gärten, an die Badestellen, auf die Radwege. Gleichzeitig rollen Urlauber und Ausflügler über A13, B169 und die Straßen der Region. Sommer in der Lausitz. Eigentlich. Doch diesmal hat der Sommer eine medizinische Schärfe.

Meteorologen erwarten für die kommenden Tage extreme Temperaturen. Am Freitag sollen die Werte bereits auf rund 34 Grad steigen. Am Samstag werden bis zu 38 Grad erwartet, am Sonntag örtlich sogar bis zu 40 Grad. Und wichtig ist: Diese Temperaturangaben beschreiben die Lufttemperatur unter standardisierten Messbedingungen. Gemessen wird nicht in der prallen Sonne, sondern strahlungsgeschützt. Was im Wetterbericht nach 38 oder 40 Grad klingt, kann sich auf Asphalt, am Strand, auf einem Boot, im Auto oder in direkter Sonne deutlich heißer anfühlen. Für den Körper ist das Schwerstarbeit.

„Hitze ist kein schönes Badewetter mit ein bisschen mehr Temperatur. Bei 38 oder 40 Grad arbeitet der menschliche Körper im Ausnahmezustand“, sagt Dr. Volkmar Hanisch, Ärztlicher Direktor der Sana Kliniken Niederlausitz. Er ist Notarzt, erfahrener Internist und Intensivmediziner – und er kennt die Folgen extremer Wärme aus Notaufnahme, Rettungsdienst und Intensivstation. „Wir sehen dann Menschen mit Schwindel, Übelkeit, Kreislaufproblemen, Dehydrierung, Verwirrtheit oder schweren Erschöpfungszuständen. Für ältere Menschen, chronisch Kranke und kleine Kinder kann Hitze sehr schnell gefährlich werden.“

Symbolbild baden Hitze


Erfrischend und belebend - der Sprung ins kühle Nass. An besonders heißen Tagen besser langsam abtauchen und den erhitzten Körper allmählich an die Wassertemperatur gewöhnen, um Herz und Kreislauf zu schonen.
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Hitze trifft eine Region, die draußen lebt

Die Niederlausitz ist eine Region die am Wasser zu Hause ist. Genau das macht sie an heißen Wochenenden attraktiv. Wer kann, sucht Abkühlung im Lausitzer Seenland. Das ist grundsätzlich richtig. Wasser, Schatten und Ruhe können helfen. Aber die Kombination aus extremer Sonne, aufgeheiztem Körper, Alkohol, Bootsausflug, Badeleiter, Luftmatratze oder SUP kann gefährlich werden. „Gerade auf dem Wasser wird Hitze oft unterschätzt“, sagt Dr. Volkmar Hanisch. „Der Wind vermittelt das Gefühl von Abkühlung. Tatsächlich ist man auf dem Boot, auf dem SUP oder auf der Luftmatratze oft über längere Zeit direkter Sonne ausgesetzt. Dazu kommt die Reflexion auf der Wasseroberfläche. Der Körper verliert Flüssigkeit, ohne dass man es sofort merkt.“

Besonders riskant wird es, wenn Menschen nach längerer Sonnenbelastung plötzlich ins Wasser springen. Vom Boot. Vom Steg. Vom Beckenrand im Freibad. Der Körper ist aufgeheizt, die Blutgefäße sind weitgestellt, der Kreislauf läuft auf Hochtouren. Kommt dann schlagartig kaltes Wasser dazu, kann der Kreislauf überfordert sein. „Wer stark erhitzt ist, sollte nicht einfach ins kalte Wasser springen“, warnt Dr. Hanisch. „Besser ist es, langsam ins Wasser zu gehen, zunächst Arme, Beine, Nacken und Oberkörper zu befeuchten und dem Körper Zeit zu geben. Abkühlung ist sinnvoll. Aber sie sollte schrittweise passieren.“

Für Bootsausflüge, SUP, Luftmatratze und längere Aufenthalte am See gilt deshalb: Schatten organisieren, Kopfbedeckung tragen, regelmäßig trinken, Sonnencreme erneuern, Alkohol meiden, Kinder engmaschig beaufsichtigen und nicht allein weit hinausschwimmen. „Eine Luftmatratze ersetzt keine Schwimmfähigkeit. Ein SUP-Board ersetzt keine Rettungssicherheit. Und wer auf dem Boot unterwegs ist, sollte ausreichend Wasser, Sonnenschutz und im besten Fall auch eine Kopfbedeckung für alle Mitfahrenden dabeihaben“, warnt Dr. Volkmar Hanisch.

Symbolbild SUP Hitze


Auch auf dem SUP kann es heiß werden - beim Paddeln an Kopfbedeckung, Sonnenschutz und Trinkwasser achten sowie langsam ins Wasser zum Abkühlen.
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Warum der Körper bei Hitze kippt

Der Körper versucht auch bei Hitze, seine Kerntemperatur stabil zu halten. Dafür erweitert er die Blutgefäße, transportiert mehr Blut in die Haut und beginnt zu schwitzen. So wird Wärme abgegeben. Gleichzeitig verliert der Körper Flüssigkeit und Salze. Wird nicht ausreichend getrunken oder kommt körperliche Anstrengung hinzu, kann der Kreislauf kippen. Typische Warnzeichen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schwäche, Muskelkrämpfe, Herzrasen, ungewöhnliche Müdigkeit oder Benommenheit. Gefährlich wird es, wenn Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, sehr heiße Haut, Erbrechen, Atemnot, Brustschmerzen, Krampfanfälle oder ein Kollaps dazukommen. „Viele hitzebedingte Notfälle entstehen nicht plötzlich aus dem Nichts“, sagt der erfahrene Notfallmediziner Dr. Volkmar Hanisch. „Sie kündigen sich an. Das Problem ist: Die Warnzeichen werden häufig wegerklärt. Man denkt, man sei nur müde. Man wartet ab. Man trinkt noch einen Kaffee oder ein Bier. Und irgendwann reicht irgendwann die Reserve des Körpers nicht mehr.“

Besonders gefährdet sind ältere Menschen. In einer älter werdenden Region wie der Niederlausitz ist das ein wichtiger Fakt. Viele ältere Menschen trinken weniger, weil das Durstgefühl nachlässt. Manche essen bei Hitze kaum noch. Andere nehmen Medikamente, die den Flüssigkeitshaushalt oder Blutdruck beeinflussen. Dazu gehören unter anderem entwässernde Medikamente, Blutdrucksenker, einzelne Antidepressiva oder weitere Arzneimittel, die Kreislauf, Schwitzen oder Elektrolythaushalt verändern können. Auch Menschen mit Diabetes müssen besonders aufmerksam sein. Hitze, weniger Appetit, veränderte Tagesabläufe, körperliche Aktivität und eine stärkere Durchblutung der Haut können den Blutzucker beeinflussen. Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann das Risiko für Unterzuckerungen steigen. Blutzuckerwerte sollten deshalb bei extremer Hitze engmaschiger kontrolliert werden. „Wichtig ist aber: Medikamente nicht eigenmächtig absetzen. Trinkmengen nicht ohne ärztlichen Rat drastisch verändern. Gerade Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen dürfen häufig nicht plötzlich zwei oder drei Liter am Tag trinken. Für sie gilt: Die ärztlich empfohlene Trinkmenge bleibt maßgeblich“, so Dr. Volkmar Hanisch. Wer unsicher ist, sollte rechtzeitig die Hausarztpraxis, die behandelnde Facharztpraxis, eine Apotheke oder außerhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren.

Trinken, essen, Tempo raus: Was jetzt wirklich hilft

Für gesunde Erwachsene gilt an Hitzetagen: regelmäßig trinken, bevor Durst entsteht. Geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen. Alkohol belastet den Kreislauf zusätzlich und sollte bei extremer Hitze gemieden werden. Auch sehr zuckerreiche Getränke sind keine gute Hauptquelle für Flüssigkeit. Eiskalte Getränke wirken zwar verlockend, können den Körper aber zusätzlich stressen. Besser ist: kühl, aber nicht eiskalt.

Auch Essen gehört zum Hitzeschutz. Viele Menschen haben bei hohen Temperaturen weniger Hunger. Wer dann aber kaum isst und zu wenig trinkt, schwächt den Körper doppelt. Leichte Mahlzeiten sind besser als schwere Portionen: Obst, Gemüse, Salate, Suppe, Joghurt, Quark, Gurke, Tomate, Melone oder Kaltschalen. Wer stark schwitzt, verliert auch Salze. Normales Salzen der Speisen kann helfen – sofern medizinisch nichts dagegenspricht.

„Hitze nimmt vielen Menschen den Appetit. Aber der Körper braucht trotzdem Energie, Flüssigkeit und Mineralstoffe“, sagt Dr. Hanisch. „Kleine leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt sind oft besser als eine große Mahlzeit in der Mittagshitze.“

Der wichtigste Rat des Intensivmediziners für das Wochenende klingt banal: den Tag der Hitze anpassen. Einkäufe, Gartenarbeit, Sport, längere Wege und Fahrten sollten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden gelegt werden. „Zwischen 11 und 17 Uhr heißt es: Tempo raus. Schatten suchen. Körperliche Belastung reduzieren. Pausen machen.“

Helle, luftige Kleidung, Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnenschutz gehören dazu. Wohnungen sollten morgens und spät abends gelüftet werden. Tagsüber helfen geschlossene Fenster, Vorhänge, Jalousien oder Rollläden. Der kühlste Raum der Wohnung sollte bewusst genutzt werden. Lauwarme Duschen, feuchte Tücher im Nacken oder kühle Fußbäder können helfen. Kalte Schockduschen sind dagegen nicht für jeden Kreislauf geeignet.

Und: Hilfe annehmen. Oder aktiv anbieten. „Hitzeschutz ist auch Nachbarschaftsschutz“, sagt Dr. Volkmar Hanisch. „Wenn ältere Menschen nicht selbst einkaufen müssen, wenn Angehörige einmal mehr anrufen, wenn Nachbarn fragen, ob genug Wasser im Haus ist, dann verhindert das im besten Fall einen Notfall.“

Symbolbild Trinken Hitze


Bei großer Hitze regelmäßig und angemessen trinken - am besten Wasser oder verdünnte Schorlen, kühl statt eiskalt und möglichst ungesüßt. Auf Alkohol ganz verzichten.
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Hitze auf der Straße: Wenn Müdigkeit zum Risiko wird

Die Niederlausitz liegt verkehrsgünstig. Das ist ein Vorteil für die Region, für Tourismus, Pendler und Patienten. An einem Extremhitze-Wochenende kann genau das aber zur zusätzlichen Belastung werden. Viele Menschen fahren an die Seen, starten in den Urlaub oder zurück nach Hause. Autos heizen sich stark auf. Hitze macht müde, unkonzentriert und reizbarer. Die Reaktionsfähigkeit kann sinken. „Bei Hitze denken viele zuerst an Kreislaufprobleme zu Hause oder am Strand“, sagt Dr. Hanisch. „Aber auch im Straßenverkehr kann Hitze gefährlich werden. Müdigkeit, Unaufmerksamkeit und körperliche Erschöpfung erhöhen das Risiko für Fehler.“

Wer unterwegs ist, sollte das Auto vor Fahrtbeginn gut lüften, ausreichend Wasser mitnehmen, Pausen einplanen und die Klimaanlage nicht zu stark herunterkühlen. Kinder, ältere Menschen oder Tiere dürfen niemals im geparkten Auto zurückgelassen werden. Nicht für fünf Minuten. Nicht im Schatten. Nicht bei geöffnetem Fensterspalt. Wenn während der Fahrt Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit auftreten, hilft kein Durchhalten. Dann gilt: anhalten, trinken, ausruhen, Schatten suchen.

Was die Sana Kliniken Niederlausitz tun

Die Sana Kliniken Niederlausitz bereiten sich auf das Extremwochenende vor. Grundlage ist der Hitzeschutzplan des Krankenhauses, der in den vergangenen Jahren aufgebaut und weiterentwickelt wurde. Er verbindet Prävention, Patientensicherheit, Notfallversorgung und Mitarbeiterschutz.

In den Notaufnahmen wird eine zusätzliche Dienstsäule vorbereitet und in Bereitschaft versetzt, damit das Krankenhaus auf steigende Fallzahlen reagieren und zusätzliches Personal aktivieren kann. Denn bei extremer Hitze ist mit mehr Patienten zu rechnen, die mit Dehydrierung, Schwindel, Kreislaufproblemen, Stürzen, Badeunfällen oder Freizeitverletzungen vorgestellt werden.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Menschen, die bereits stationär in den Kliniken behandelt werden. Bei den täglichen Visiten wird besonders auf ausreichende Trinkmengen geachtet. Flüssigkeitsbilanzen werden eng beobachtet. Infusionsschemata können angepasst werden. Bei Bedarf können ärztlich angeordnete Bedarfsinfusionen durch die erfahrenen Pflegekräfte verabreicht werden. Besonders im Blick sind Patienten, deren Thermoregulation oder Flüssigkeitshaushalt durch Erkrankungen oder Medikamente beeinflusst wird.

Auch die Ernährung wird angepasst: Patienten werden zusätzlich mit Kaltschalen versorgt, um Flüssigkeit und Energie aufzunehmen. Für die Mitarbeitenden werden Wasser und Getränke bereitgestellt, damit sie auch unter hoher Belastung einsatzfähig bleiben. „Ein Krankenhaus muss bei Hitze zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen“, sagt Dr. Hanisch. „Wir müssen zusätzliche Notfälle sicher versorgen können. Und wir müssen die Menschen schützen, die bereits bei uns im Krankenhaus liegen. Genau dafür gibt es Hitzeschutzpläne: damit Vorbereitung vor Überforderung schützt.“

Diese Vorbereitung zahlt auf ein zentrales Ziel der Sana Kliniken Niederlausitz ein: medizinische Versorgung in der Region verlässlich sichern. Nicht erst, wenn der Notfall eingetreten ist. Sondern auch durch Aufklärung, klare Strukturen und eine gute Steuerung der Patientinnen und Patienten.

„Gute Medizin beginnt nicht erst mit dem ersten Tropf in der Notaufnahme“, sagt Dr. Volkmar Hanisch. „Gute Medizin beginnt damit, Risiken zu erkennen, Menschen zu informieren und die Versorgung so vorzubereiten, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“

Dr. Volkmar Hanisch


Achtsam durch die Hitze - Dr. Volkmar Hanisch, Ärztlicher Direktor der Sana Kliniken Niederlausitz, setzt auf gute Vorbereitung für das bevorstehende Hitze-Wochenende.
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Wann 112? Wann 116 117? Wann Bereitschaftspraxis?

Bei lebensbedrohlichen Beschwerden gilt immer: sofort 112 wählen. Das betrifft insbesondere Bewusstlosigkeit, schwere Atemnot, Brustschmerzen, Schlaganfallzeichen, Krampfanfälle, schwere Verwirrtheit, Kollaps, Verdacht auf Hitzschlag, schwere allergische Reaktionen nach Insektenstich, Badeunfälle oder schwere Verletzungen.

Schlaganfallzeichen sind zum Beispiel ein einseitig hängender Mundwinkel, Lähmungen oder Taubheitsgefühle in Arm oder Bein, Sprachstörungen, Sehstörungen, plötzlicher starker Schwindel oder Bewusstseinsveränderungen. Dann zählt jede Minute.

Die 116 117 ist richtig, wenn Beschwerden akut sind, aber nicht lebensbedrohlich wirken und nicht bis zur nächsten regulären Sprechzeit warten können. Dazu können leichtere Kreislaufbeschwerden, anhaltender Schwindel ohne schwere Warnzeichen, Sonnenbrand, Magen-Darm-Beschwerden, Unsicherheiten bei Medikamenten oder zunehmende Erschöpfung gehören.

Am Wochenende ist außerdem die ärztliche Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg im Krankenhaus Senftenberg geöffnet. Sie befindet sich in den Sana Kliniken Niederlausitz in Senftenberg, Krankenhausstraße 10, 01968 Senftenberg. Die Öffnungszeiten sind Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 15 Uhr. Die Bereitschaftspraxis ist für akute, aber nicht lebensbedrohliche Erkrankungen außerhalb der regulären Sprechzeiten von niedergelassenen Ärzten gedacht. „Wir appellieren an die Menschen mit akuten Beschwerden, vom mildesten zum stärksten Mittel zu denken. Die Notaufnahme muss sich an diesem Wochenende für lebensbedrohliche Notfälle bereithalten. Deshalb müssen sich Patienten im Ernstfall auch auf lange Wartezeiten einstellen“, erklärt Dr. Volkmar Hanisch und empfiehlt zunächst die 116 117 und die KV-Bereitschaftspraxis als Anlaufstelle für nicht-lebensbedrohliche Notfälle. Bei lebensbedrohlichen Notfällen ist jedoch die 112 immer der richtige Weg.

Die wichtigsten Hitzeregeln für das Wochenende

Regelmäßig trinken. Leicht essen. Mittagshitze meiden. Körperliche Belastung reduzieren. Helle Kleidung tragen. Wohnungen kühl halten. Ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke besonders im Blick behalten. Am Wasser langsam abkühlen. Auf Boot, SUP und Luftmatratze Sonnenschutz und Trinkpausen ernst nehmen. Im Verkehr Pausen machen. Kinder, ältere Menschen und Tiere niemals im Auto zurücklassen.

„Wir wollen, dass die Menschen in der Niederlausitz dieses Wochenende gut überstehen“, sagt Dr. Volkmar Hanisch. „Das gelingt, wenn alle ein Stück mitdenken: für sich selbst, für die Familie, für Nachbarn und für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.“