Coburg,
26
August
2026
|
15:24
Europe/Amsterdam

500. Roboter-assistierte OP in der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Coburg

Schnell wieder fit nach Magenkrebs-OP

Zusammenfassung
  • 500. daVinci-Eingriff der Allgemein- und Viszeralchirurgie erfolgreich durchgeführt: Am Klinikum Coburg wurde kürzlich die 500. roboterassistierte Operation in der Allgemein- und Viszeralchirurgie absolviert – bei einem 83-jährigen Patienten mit früh erkanntem Magenkrebs.

  • Schonender Eingriff, schnelle Erholung: Mit dem daVinci-System wurden rund vier Fünftel des Magens und die zugehörigen Lymphknoten minimalinvasiv entfernt. Der der Patient konnte bereits nach wenigen Tagen das Klinikum verlassen.

  • Teamarbeit und Expertise: Das Klinikum setzt seit 2022 auf roboterassistierte Chirurgie und verbindet moderne Technik mit interdisziplinärer Zusammenarbeit. Ziel sind sichere, schonende Behandlungen, geringe Komplikationsraten und eine schnelle Genesung – besonders auch bei älteren Patienten.

Ein besonderer Moment für die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Coburg: Der Fachbereich hat seine 500. Operation mit roboterassistierter Technik erfolgreich durchgeführt. Für den 83jährigen Gerhard H. bedeutete der Eingriff vor allem eines: schnell wieder auf die Beine kommen, mit wenig Schmerzen und einem sicheren Gefühl.

In seiner Familie gab es ähnliche Erkrankungen. Umso wichtiger waren für ihn die frühe Abklärung und der schnelle, schonende Eingriff. „Ich bin froh, dass es hier so eine moderne Technik gibt“, sagt Gerhard H. Der sportliche, lebensfrohe Coburger blieb trotz der Diagnose positiv. „Ein großes Lob: Was das Team hier geleistet hat, ist wirklich top! Ich hatte kaum Schmerzen und war so schnell wieder fit. Die ganze Mannschaft hat sich super um mich gekümmert.“

Schonend operiert – zügig nach Hause

Bei Gerhard H. war Magenkrebs in einem frühen Stadium festgestellt worden. Das interdisziplinäre Team am Klinikum Coburg entschied sich für eine schonende, minimalinvasive Operation mit Unterstützung des Roboter-Systems daVinci. Dabei werden mehrere kleine Zugänge genutzt, durch die feine Instrumente und eine hochauflösende Kamera eingeführt werden. Um den Tumor sicher zu entfernen, wurde ein Teil des entfernt; zusätzlich wurden die zugehörigen Lymphknoten mit entnommen. Der Tumor konnte vollständig entfernt werden. Bereits am fünften Tag nach dem Eingriff konnte Gerhard H. in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden.

„Roboterassistierte Chirurgie ist kein Selbstzweck, sie hilft uns, gerade ältere Patienten besonders schonend zu behandeln“, sagt Prof. Dr. Sebastian Schölch, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Coburg. „Die 500. Roboter-OP in unserem Fachbereich zeigt die große Routine und außergewöhnliche Expertise, die das Coburger Team in der robotischen Chirurgie hat. Möglich wird das nur, weil viele Disziplinen Hand in Hand arbeiten – von der Diagnostik über den Eingriff bis zur Nachsorge.“

„Bei diesem Eingriff haben wir minimalinvasiv und hochpräzise etwa vier Fünftel des Magens sowie die zugehörigen Lymphknoten entfernt. Das schonende Operationsverfahren trägt dazu bei, Schmerzen zu reduzieren und die Erholung zu beschleunigen“, erläutert der Operateur und leitende Oberarzt MUDr. Vladimir Hernández Martinez.

Teamleistung von Beginn an

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist dabei stets die enge Zusammenarbeit vieler Disziplinen. Am Klinikum Coburg besprechen Gastroenterologie, Chirurgie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie und Onkologie jeden Fall gemeinsam. So entsteht für jeden Einzelnen ein individueller Behandlungsplan.

„Gerade bei Krebsdiagnosen wollen wir unseren Patienten Sicherheit geben“, ergänzt Prof. Schölch. „Dazu gehören klare Informationen, ein guter Plan für jeden Patienten und perfekt eingespielte Abläufe im OP. Unser Anspruch ist, HighTech mit viel Menschlichkeit zu verbinden. Wir sind ein tolles Team, das vertrauensvoll zusammenarbeitet. Das spüren unsere Patienten und schlägt sich letztlich auch in sehr niedrigen Komplikationsraten nieder.

Gerhard H.: Vertrauen und Zuversicht

Gerhard H. war schon häufiger Patient am Klinikum Coburg und immer zufrieden. „Man merkt, dass hier alle an einem Strang ziehen. Ich fühlte mich von Anfang an gut aufgehoben und verstanden.“ Nur vier Tage nach der OP war er bereits wieder erstaunlich fit, lediglich ein leichtes Ziehen im Bauch erinnerte noch an den Eingriff. Die feingewebliche Untersuchung bestätigte ein frühes Stadium des Magenkarzinoms, die Lymphknoten waren tumorfrei. Eine Chemotherapie war nicht notwendig, Gerhard H. gilt durch die Operation als geheilt.

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Coburg setzt seit 2022 auf roboterassistierte Verfahren und verfügt über umfassende Erfahrung in der minimalinvasiven Chirurgie. Das Behandlungsspektrum umfasst unter anderem Eingriffe an Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und Leber. Dank der engen Zusammenarbeit von Chirurgie, Gastroenterologie, Radiologie, Anästhesie, Pathologie und Onkologie erhalten Patienten eine Behandlung nach neuesten Standards – kompetent, sicher, aber immer auch menschlich.

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Bild (von links): Chefarzt Prof. Dr. Sebastian Schölch, Patient Gerhard H. und Operateur Dr. Martinez  (Copyright: SKOF)