Hameln-Pyrmont,
17
April
2026
|
10:33
Europe/Amsterdam

7. Hamelner Gelenksymposium

Aktuelle Entwicklungen in Orthopädie und Unfallchirurgie im Fokus

Zusammenfassung

Das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont lädt am Samstag, 25. April 2026, zum 7. Hamelner Gelenksymposium ein. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Stefan Hankemeier treffen sich in der Zehntscheune am Schlosshotel Münchhausen in Aerzen über 100 Ärztinnen und Ärzte aus der Region und darüber hinaus, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Orthopädie und Unfallchirurgie auszutauschen.

Im Mittelpunkt stehen moderne, möglichst schonende Behandlungsmethoden, wie etwa minimalinvasive und arthroskopische Verfahren bei Schulterverletzungen, neue Ansätze im Umgang mit Protheseninfektionen sowie gelenkerhaltende Therapien bei Knorpelschäden und Arthrose. Auch innovative Techniken beim Gelenkersatz, insbesondere bei jüngeren Patientinnen und Patienten, werden vorgestellt. Ergänzt wird das Programm durch interdisziplinäre Themen wie Osteopathie, Erkrankungen der Hand sowie aktuelle Ansätze für ein möglichst langes, gesundes Leben („Longevity“). Hierzu referieren Experten aus Nord- und Ostdeutschland.

Ein zentraler Trend der modernen Orthopädie ist laut Prof. Hankemeier die zunehmende Individualisierung der Behandlung: „Kein Mensch und kein Gelenk sind gleich. Unser Ziel ist es, Therapien immer stärker auf die individuelle Anatomie und Situation der Patientinnen und Patienten abzustimmen.“ Ebenso gewinne die sorgfältige Auswahl für bestimmte Therapien und Vorbereitung von Patientinnen und Patienten an Bedeutung, um Komplikationen zu vermeiden und eine schnelle Genesung zu ermöglichen. Fortschritte im Weichteilmanagement erlaubten zudem besonders schonende operative Zugänge.

Mit Blick auf die Zukunft spielen auch technologische Entwicklungen eine immer größere Rolle: „Roboterassistierte Verfahren und Künstliche Intelligenz werden uns dabei unterstützen, Implantate noch präziser zu positionieren. Unser Ziel ist das sogenannte ‚Forgotten Joint‘ – ein Gelenkersatz, der sich für die Patientinnen und Patienten vollkommen natürlich anfühlt“, so Prof. Hankemeier.

Neben der Anwendung neuer Methoden sieht der Chefarzt seine Aufgabe auch darin, Innovationen aktiv mitzugestalten: „Mir ist wichtig, neue Verfahren zügig in die Versorgung zu bringen, wenn sie echte Verbesserungen darstellen. Gleichzeitig entwickeln wir Therapien, wie im Bereich des personalisierten Gelenkersatzes seit vielen Jahren kontinuierlich weiter.“

Das Gelenksymposium hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im norddeutschen Raum etabliert. „Der fachliche Austausch und die Diskussion mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen sind für mich eine große Motivation“, betont Prof. Hankemeier. „Gleichzeitig stärkt das persönliche Zusammentreffen die Zusammenarbeit in der Region und davon profitieren am Ende vor allem unsere Patientinnen und Patienten.“

Neben den Fachvorträgen bietet die Veranstaltung Raum für den persönlichen Austausch sowie eine begleitende Industrieausstellung mit aktuellen medizinischen Technologien. Das Symposium ist von der Ärztekammer Niedersachsen mit fünf CME-Punkten zertifiziert. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

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Prof. Dr. Stefan Hankemeier, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie

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