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Ismaning,
17
Februar
2025
|
08:16
Europe/Amsterdam

86 Kilo abgenommen, Start in ein neues Leben

Zusammenfassung

Melanie hat abgenommen. Sehr viel abgenommen. Nachdem Diäten keinen Erfolg brachten, ließ sich die 40-Jährige mit 155 Kilogramm einen Magenbypass legen. Etwa ein Jahr später stellte sich die Neusserin bei Privatdozent Dr. Andreas Wolter am Sana Krankenhaus Gerresheim vor und ließ sich nach und nach Bauch, Brust, Oberarme, Rücken und Oberschenkel straffen. Ihr Fazit mit 68,5 Kilogramm auf der Waage: „Ich fühle mich wie neugeboren!“

Die letzten Jahre haben das Leben von Melanie auf den Kopf gestellt. Die zweifache Mutter war nie dünn, sondern eher kräftig gebaut. Die Gewichtszunahme kam erst nach den Kindern. „Während der Schwangerschaften habe ich nur sechs bis sieben Kilo zugelegt. Die enorme Gewichtszunahme kam erst danach, wahrscheinlich durch eine Kombination aus Veranlagung, falscher Ernährung und Bewegungsmangel“, sagt sie. Es folgten mehrere Diäten mit verschiedenen Konzepten. Melanie nahm ab, aber auch immer wieder zu. Und irgendwann wog sie über 150 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,72 Metern.

Es gab keinen Druck

Glücklicherweise hatte Melanie noch keine gesundheitlichen Probleme durch das starke Übergewicht. Familie und Freunde akzeptierten sie so wie sie war. Somit gab es zunächst keinen Druck abzunehmen. Trotzdem begleitete Melanie vor einigen Jahren aus Neugier eine Freundin zu einem Informationsabend im Düsseldorfer Zentrum für Postbariatrische Chirurgie. Dabei handelt es sich um chirurgische Maßnahmen zur Rekonstruktion einer normalen Körperform nach massiver Gewichtsreduktion. „Ich war ganz entspannt, denn um mich ging es ja nicht – so dachte ich damals“, sagt die 40-jährige. Doch durch die fundierte Aufklärung der Expertinnen und Experten des Zentrums wurde Melanie doch hellhörig und vereinbarte einen Termin in der Sprechstunde. Heute sieht sie darin einen Wink des Schicksals.

Start mit Ernährungsumstellung, Bewegung und Psychotherapie

Bevor Medizinerinnen und Mediziner eine Empfehlung für eine Operation aussprechen, nehmen die Betroffenen verpflichtend an einem multimodalen Konzept aus Ernährung, Bewegung und Psychotherapie teil. Nach drei Monaten war klar: Eine konservative Therapie reichte bei Melanie nicht aus, sie erfüllte die Voraussetzungen für eine Operation.

Erst nach der Operation verschwanden die Pfunde

Die Magenverkleinerung erfolgte im Mai 2020. „Ich war zwei Tage im Krankenhaus, habe zwei Wochen nur flüssige Nahrung zu mir genommen und danach noch einmal zwei Wochen breiige Speisen. Erst danach konnte ich wieder festes Essen verspeisen, das ging alles Schritt für Schritt“, erinnert sich die Erzieherin. Und so fielen die Pfunde schnell.

Fettschürzen waren ein Problem

Mit der Gewichtsreduktion veränderte sich jedoch auch die übrig gebliebene Haut. Es bildeten sich Fettschürzen, das heißt überschüssige, schlaffe Haut, unter anderem an Bauch und Brust. Darunter sammelt sich Feuchtigkeit und es kann zu Entzündungen und Pilzinfektionen kommen. Melanie war durch diese Veränderungen stark belastet: „Der Blick in den Spiegel war für mich mit verschiedenen Gefühlen verbunden. Einerseits war ich stolz, einen so großen Abnehmerfolg erreicht zu haben, andererseits schämte ich mich für meinen Körper mit dieser großen Menge an überschüssiger Haut.“

Dr. Andreas Wolter, Sana Krankenhaus Gerresheim

Straffungsoperationen nach Adipositas

Für diese Probleme gibt es medizinische Hilfe. Melanie stellte sich bei Andreas Wolter vor, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Leiter des Zentrums für Postbariatrische Chirurgie am Sana Krankenhaus Gerresheim. „Die Fettschürzen sind nicht nur ein medizinisches Problem, sondern belasten auch die Psyche der Betroffenen“, sagt der Experte. „Mit Straffungsoperationen gewinnen die Patienten ihre Lebensqualität zurück, und das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Die Erfolge sprechen für sich, und das gibt mir sehr viel positive Energie für die tägliche Arbeit“, so Wolter. 

Nach verschiedenen Untersuchungen im Zentrum und bei ihrem Hausarzt sowie der Vorlage verschiedener Bilder und Berichte genehmigte die Krankenkasse im Fall von Melanie alle notwendigen Straffungsoperationen. In verschiedenen Schritten erfolgten die Eingriffe an Bauchdecke, Brust, Oberarmen, Oberschenkeln und Rücken. Schon nach den ersten Eingriffen ist die Erzieherin sehr zufrieden: „Andreas Wolter ist in meinen Augen ein Künstler und kümmert sich rund um die Uhr um seine Patientinnen und Patienten. Als ich nach etwa sechs Stunden aus der Narkose aufgewacht bin, habe ich meinen flachen Bauch und die gestrafften Brüste gesehen und konnte es kaum glauben. Damit muss der Kopf erst einmal klarkommen. Ich möchte meine positiven Erfahrungen weitergeben und anderen Betroffenen Mut machen. Nehmt Hilfe an, es lohnt sich!“

Mehr Informationen: Zentrum für postbariatrische Chirurgie (nach Adipositas) und Liposuktion