Ärztenachwuchs im Doppelpack
Absolventenfeier der Sana Medical School 2025
- Der Studienjahrgang 2019/2020 der Sana Medical School begeht Absolventenfeier: 27 Absolventen erlangen Approbation nach internationalem Studienweg des NC-freien Studiums.
- Besondere Herausforderungen des Jahrgangs: Corona-Pandemie und Insolvenz der Regiomed-Kliniken GmbH prägte die Studienjahre, die resiliente Absolventen hervorbrachte; Paul Noe gelingt Abschluss als Jahrgangsbester mit erfolgreichem Abschluss trotz schwieriger Bedingungen.
- Bewerbungsstart für den Studienjahrgang 2026/2027 beginnt am 1. November 2025.
Es ist ein besonderer Moment, als die Absolventen der Sana Medical School an einem sonnigen Septembernachmittag in Coburg ihren Doktorhut in die Luft werfen – ein Bild, das man sonst aus amerikanischen Filmen kennt. Dieser Moment unterstreicht die Internationalität des Studiums – sechs Jahre in Kroatien und Oberfranken, in Split und Coburg – und markiert den Abschluss eines internationalen Weges zur ärztlichen Approbation. Wer heute den Doktorhut wirft, hat seine Approbation erhalten und hat einen international anerkannten Abschluss als Arzt erworben. „Ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird“, formuliert die Cluster-Geschäftsführerin der Sana Kliniken Oberfranken, Melanie John, zurecht. Ein Tag, den die jungen Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit Familie und Freunden feierlich begehen. Die Aula der Hochschule Coburg bildet den passenden Rahmen für die Festveranstaltung. 27 Absolventen hat der Studienjahrgang 2019/2020 hervorgebracht, neun davon haben einen Arbeitsvertrag bei den Sana Kliniken Oberfranken erhalten und leisten somit künftig einen Beitrag zur Sicherung der ärztlichen Versorgung für die Region.
Sie nehmen in diesen Tagen ihre Facharztausbildung in den Kliniken auf. Unter Ihnen: Paul Noe, Jahrgangsbester nach akademischen Leistungen, die er an der School of Medicine im kroatischen Split erbrachte. Der heute 30-jährige Münchner hatte sich nach einer Ausbildung zum operationstechnischen Assistenten (OTA) für den Berufsweg als Mediziner entschieden – zu spät, um noch am Erreichen des Numerus Clausus, der an staatlichen Hochschulen nach wie vor das Hauptkriterium ist, zu arbeiten. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Anna suchte er nach Alternativen und fand die Medical School zu Coburg. Das junge Paar absolvierte das Aufnahmeverfahren erfolgreich und schlug gemeinsam den Weg des NC-freien Studiums im kroatischen Split und dem oberfränkischen Coburg ein. Sie verbrachten die ersten drei Jahre an der School of Medicine an der Universität Split, nahmen dort an englischsprachigen Vorlesungen teil und legten ihre Prüfungen ab, bevor sie im Herbst 2022 nach Deutschland zurückkehrten, um hier den klinischen Teil des Studiums zu absolvieren. Im Rahmen der Clinical Rotations lernte er verschiedene Fachrichtungen in Coburg und Lichtenfels kennen.
Als besondere Herausforderung bezeichnet Paul Noe die Zeit an der School of Medicine im kroatischen Split. Auch ihm, dem Jahrgangsbesten, ist keineswegs alles zugeflogen. Auch er spricht über viel Stoff, lange Tage voller Lernen und stressige Prüfungszeiten. Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Da er für die zahlreichen Prüfungen keinen Zweitversuch in Anspruch nehmen musste, blieb dennoch genug Zeit für das Studentenleben, sportliche Aktivitäten und Strandtage in Kroatien. Zu Weihnachten und während der längeren Semesterferien im Sommer standen indes Heimatbesuche auf dem Programm.
Studienjahre während der Corona-Pandemie
Was während der Reden immer wieder deutlich wird: Die Absolventen dieses Jahrgangs hatten es nicht leicht. Mit Studienbeginn im Jahr 2019, also fast von Beginn an, hat die Corona-Pandemie die Studienjahre der jungen Leute geprägt, wie der Geschäftsführer der Sana Medical School, Professor Johannes Brachmann, hervorhebt. An der Hochschule, in den Praxisphasen, bis hin zu den Semesterferien in denen Paul Noe beispielsweise in Impfzentren unterstützend tätig war. Eine herausfordernde Zeit für alle, für die Studierenden insbesondere. Noch heute erinnert sich Paul Noe an die schwierige Abwägung und schlussendlich Entscheidung, kurz vor den Lockdowns den letzten Flieger von Kroatien nach München zu nehmen, um dann zwar wieder zu Hause, aber eben in einem alles andere als gewöhnlichen Alltag mit vielen Einschränkungen, anzukommen. „Das waren zwar einsame Zeiten, aber es hatte auch etwas Gutes: viel Zeit zum Lernen und wenig Ablenkung“, schmunzelt Paul Noe heute in der Rückschau.
Und daher zeichnet diesen Jahrgang mehr noch als alle anderen etwas aus: Resilienz. Denn neben den Corona-Jahren erlebten die angehenden Mediziner auch die Regiomed-Insolvenz mit allen daraus folgenden Unwägbarkeiten. Ein Punkt, den auch der ärztliche Direktor des Sana Klinikums Coburg, Dr. Georg Breuer, in seiner Ansprache hervorhebt: „Haltet durch! Ihr habt bereits bewiesen, dass ihr es könnt. Ob es Prüfungen, Corona oder Insolvenz, die Nachtschichten schafft ihr nun auch noch, denn ihr habt bereits bewiesen, dass ihr unbeirrbar Euren Weg geht.“
Die Nachtschichten im Rahmen der Facharztausbildung werden Paul und Anna Noe - zwischenzeitlich haben sie geheiratet- in Coburg absolvieren: beide bleiben dem Haus erhalten. Paul Noe hat sich für die Facharztausbildung in der Urologie entschieden. Seine Frau Anna Noe, auch sie zählt zu den Besten ihres Jahrgangs, wird ihre Facharztausbildung im Bereich der Inneren Medizin aufnehmen, da sie Allgemeinmedizinerin werden möchte.
Auch im Ehrenamt engagiert
Die gemeinsame Zeit in Kroatien und Oberfranken hat zusammengeschweißt: Gemeinsam mit Kommilitonen und Freunden gründete Paul Noe im Sommer 2023 den gemeinnützigen Verein COMED – Medizinstudenten in Coburg e.V., der sich als Netzwerk für Medizinstudierende aus dem Raum Coburg versteht. Mit Workshops, Vorträgen und Veranstaltungen soll ein starkes Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung aufgebaut und gepflegt werden. Auch wohltätige Zwecke nimmt die Studentenverbindung in den Fokus. Die Mitgliedschaft ist für Studenten kostenlos – perspektivisch kann unter dem Dach auch eine Alumni-Gemeinschaft entstehen. Und so wächst das Netzwerk der Medical School Studenten und Absolventen - Jahr für Jahr.
Bewerbungsstart für das Studienjahr 2026/2027: Ab 1. November können sich Interessierte bei der Sana Medical School für ein NC-freies Medizinstudium bewerben. Kontakt: Natascha Pollmüller Telefon: 09561 9733-2334, E-Mail: natasche.pollmueller@regiomed-kliniken.de
Gehen den Weg gemeinsam: Anne und Paul Noe (von links)
Über die Sana Medical School
Die Sana Medical School ist eine führende Bildungseinrichtung für Humanmedizin, die in Kooperation mit der Universität Split (Kroatien) ein innovatives und praxisorientiertes Medizinstudium ohne Numerus Clausus ermöglicht. Das sechsjährige Studium kombiniert eine fundierte theoretische Ausbildung in Kroatien mit einer intensiven klinischen Ausbildung in Deutschland. Absolventen erhalten den europaweit anerkannten Abschluss „Medical Doctor“, der zur ärztlichen Approbation in Deutschland berechtigt. Mit einem modernen Blockunterrichtskonzept und erstklassigen Praxisphasen bereitet die Sana Medical School Studenten optimal auf eine erfolgreiche medizinische Laufbahn vor. Weitere Informationen unter: medicalschool-regiomed.de