Cham,
05
Januar
2026
|
14:12
Europe/Amsterdam

Alterstraumazentrum am Chamer Krankenhaus

Rundumversorgung für ältere Patienten

Eine Sekunde lang nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Ein Mensch stürzt und verletzt sich. Was für jüngere Menschen oft glimpflich ausgeht, kann im höheren Lebensalter schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Nicht nur, dass sich ältere Menschen bei einem Sturz häufig schwerer verletzen als jüngere – nicht selten ist ein Sturz auch der Beginn einer dauerhaften Verschlechterung der Mobilität und der Gesundheit und einer daraus resultierenden dauerhaften Pflegebedürftigkeit. Um diese Patienten künftig noch besser versorgen zu können, hat im Chamer Krankenhaus das neu gegründete Alterstraumazentrum seine Arbeit aufgenommen. „Mit einem interdisziplinären Konzept versorgen Traumatologie, Geriatrie und weitere Fachbereiche unseres Krankenhauses ältere Patientinnen und Patienten ganzheitlich“, erklärt Geschäftsführer der Sana Kliniken des Landkreises Cham, Dr. Thomas Koch.

Aufgrund des demografischen Wandels ist der Bedarf im Bereich der Altersmedizin deutlich gewachsen, weshalb insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit aus dem geriatrischen und unfallchirurgischen Bereich an Bedeutung gewinnt. Für Patienten bedeutet dies eine optimale Knochenbruchversorgung, beispielsweise bei einem Knochenbruch des Oberschenkels, eine gute Betreuung vor, während und nach der Operation sowie eine individuell angepasste, strukturierte und rehabilitative Behandlung.   Denn häufig haben Knochenbrüche bei älteren Menschen schwerwiegende Folgen, denn sie können zu Komplikationen mit langen Krankenhausaufenthalten führen und Betroffene aus einem aktiven Leben reißen. Laut Statistik stürzt ab dem 60. Lebensjahr etwa jeder Dritte innerhalb eines Jahres schwer. Begleiterkrankungen des Alters erschweren oftmals den Heilungsverlauf.  Es zeigt sich, dass Patienten eine deutlich bessere Prognose haben, wenn die Ärzte der einzelnen Fachkliniken, Pflegefachkräfte, Therapeuten und Sozialarbeitende von Beginn an im engen Austausch sind.

„In unserem Alterstraumazentrum werden unsere Patientinnen und Patienten individuell mit dem für sie besten Behandlungskonzept versorgt“, erläutert die Leiterin des Alterstraumazentrums, Frau Sylvia Lommer. Denn ein Sturz komme selten allein. Der Knochenbruch, den die Unfallchirurgen versorgen, sei meistens nicht das grundlegende Problem des Patienten, sondern es sind die Ursachen, die zu dem Sturz geführt haben, wie möglicherweise eine beginnende Demenz oder ein fortschreitender Verlust der Sehkraft, der Balance und Koordination. „Nicht nur die direkte operative Versorgung entscheidet über den Therapie-Erfolg, sondern die Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie und Geriatrie“, betont Lommer.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Im alterstraumatologischen Zentrum werden ältere Patienten mit Frakturen nicht nur unfallchirurgisch versorgt. Sie erhalten zugleich auch eine Behandlung, die speziell auf ihr Lebensalter und ihre Vorerkrankungen zugeschnitten ist. Ärzte der beiden Fachdisziplinen sowie ein interdisziplinäres Therapeutenteam arbeiten Hand in Hand unter einem Dach zusammen. Kernstück der Zusammenarbeit bilden die gemeinsamen Visiten von Geriatern und Unfallchirurgen.

Dr. Markus Walter, Chefarzt der Unfallchirurgie: „Ältere Menschen, die einen Unfall erleiden, werden zwar primär zur Behandlung der Unfallfolgen in unsere Zentrale Notaufnahme gebracht, gleichzeitig liegen bei ihnen jedoch häufig parallel mehrere chronische Grunderkrankungen vor, die mitbehandelt werden müssen. Für die akuten Unfallfolgen sind wir von der Unfallchirurgie die Spezialistinnen und Spezialisten. Für die chronischen Erkrankungen und deren Behandlung kommt die Expertise der Geriatrie hinzu. Durch die Bündelung der Kompetenzen beider Fachrichtungen erhalten unsere älteren Patientinnen und Patienten somit die bestmögliche und effizienteste Behandlung.“ Wichtig sei dabei auch die langjährige Erfahrung und die hohe Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chamer Krankenhauses in der Behandlung alter und gebrechlicher Menschen. „Wir betrachten nicht nur das Organ, sondern den Menschen mit seinen Ängsten und Wünschen, seinen Zielen und Werten.“

Traumazentrum

v.l. Dr. Markus Walter, Sylvia Lommer und Dr. Thomas Koch

 

 

 

Über die Sana Kliniken des Landkreises Cham

Die Sana Kliniken des Landkreises Cham sind eine Einrichtung der Sana Kliniken AG und sie engagieren sich im Landkreis Cham vor allem für das Wohl der Patienten. Daneben fühlen wir uns aber auch unseren Mitarbeitern verpflichtet. Und nicht zuletzt haben wir gegenüber unseren Gesellschaftern die Verantwortung zu einer wirtschaftlichen Unternehmensführung. Das alles haben wir in unserem Leitbild verankert, wobei es sich inhaltlich am Leitbild des Sana Konzerns orientiert. Allerdings kann das Leitbild nicht die gewünschte Wirklichkeit herstellen. Es ist vielmehr ein Aufruf, in Ergänzung zum Verhaltenskodex die eigene Verantwortung wahrzunehmen.

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